Forum: Wirtschaft
Energiewende im Vereinigten Königreich: Großbritannien kommt eine Woche lang ohne Koh
Simon Dawson/Bloomberg/ Getty Images

Die Briten wollen ab 2025 ganz auf Kohlestrom verzichten, in Deutschland dauert der Ausstieg länger. Auf der Insel ist nun eine Woche ohne den fossilen Träger geschafft - doch eine andere umstrittene Energiequelle bleibt wichtig.

Seite 1 von 18
interessierter Laie 09.05.2019, 09:51
1. wie überraschend...

lieber Autor: Hätte Deutschland wie die Niederlande oder große Teile von GB die Topographie Schleswig-Holsteins oder Mecklenburg-Vorpommerns wäre es mit Leichtigkeit möglich, auch hierzulande auf fossile Energieträger zu verzichten. Stetiger verlässlicher Output aus Onshore- und Offshore-Windkraft, dazu ein paar Gezeitenkraftwerke + ideale Bedingungen für kurze und preiswerte Stromtrassen und der Drops wäre gelutscht. Man bräuchte auch keine AKW. Deutschland vorzuwerfen, wir bekämen das nicht hin ist so, als würde man den Briten und Holländern vorwerfen, dass sie keine interessanten Skigebiete vorzuweisen haben.

Beitrag melden
neurather 09.05.2019, 10:06
2. Ausgerechnet das Energiewendeland....

.... Deutschland wird bald neben Polen das größte Kohle-Schmuddelkind Europas sein. Großbritannien, Frankreich, Niederlande oder Italien zeigen beispielhaft, dass man sen Kohleausstieg schneller hinkriegen kann als mit dem Murks, den uns die sog. Kohlekommission eingebracht hat: erstmal passiert Jahre nichts, dann geht's zu langsam los und dauert ewig. Zudem kostet das Ganze den Stromverbraucher und Steuerzahler beliebig viele Milliarden.

Beitrag melden
mwroer 09.05.2019, 10:07
3.

Umstritten ist diese Energiequelle in Deutschland - nicht im UK. Da sind lediglich 20 bis 24 Prozent der Menschen gegen die Nutzung der Atomkraft. 36 bis 40 Prozent sind dafür und die gleiche Anzahl von Menschen sagt 'Mir egal, Hauptsache das Licht brennt'.

Das sind die aktuellen Umfragen aus den englischen Zeitungen von Ende 2017 bis März 2018, wahllos hergenommen.

In Deutschland ist das wesentlich anders - da lehnt eine Mehrheit der Deutschen die Nutzung von Atomkraft ganz klar ab. Allerdings geht es in dem Artikel um das UK, vielleicht sollte man das beim schreiben irgendwie berücksichtigen?

Beitrag melden
moeh1 09.05.2019, 10:12
4. Strom

Wohin die Deutsche Energiepolitik führt sieht jeder an seiner Stromrechnung, und es wird noch schlimmer denn in wenigen Jahren muss die Mehrzahl der Windräder ersetzt werden da der TÜV ausläuft. Frankreich und England betreiben eine verantwortungsvoller Energiepolitik als Deutschland mit der Abschaltung der AKWs. Eine 100 % Stromversorgung mit regenerativer Energie kann es aus physikalischen Gründen nie geben. Aber wir diskutieren lieber eine CO2 Steuer.

Beitrag melden
defy_you 09.05.2019, 10:22
5. Natürlich ist der Kohleausstieg machbar. Mit einem Ausbau

der Atomkraft. Aber als Greta sich in diese Richtung äußerte, gab es einen shitstorm der Grünen Besserwisser, für die physikalische Regeln und die Frage, wie eine Grundlast gewährleistet sein soll, keine Rolle spielen. Auch hier wird im Artikel wird mehr das ohne Kohle gefeuert und der Hinweis auf die Bedeutung der Atomkraft hierbei lieber versteckt. Dafür aber auf das Ziel von 30% off shore Energieerzeugung hingewiesen. Framing.

Beitrag melden
equigen 09.05.2019, 10:25
6. An den Fakten vorbei

Strommix UK:
Gas (mit CO2): ca 40%
Atomkraft: ca 25%
Erneuerbare: knapp 30%

Erneuerbare in Deutschland: ca 40%

Was ist jetzt das tolle an der Meldung aus UK??

Beitrag melden
tucson58 09.05.2019, 10:41
7.

Zitat von neurather
.... Deutschland wird bald neben Polen das größte Kohle-Schmuddelkind Europas sein. Großbritannien, Frankreich, Niederlande oder Italien zeigen beispielhaft, dass man sen Kohleausstieg schneller hinkriegen kann als mit dem Murks, den uns die sog. Kohlekommission eingebracht hat: erstmal passiert Jahre nichts, dann geht's zu langsam los und dauert ewig. Zudem kostet das Ganze den Stromverbraucher und Steuerzahler beliebig viele Milliarden.
Der Strompreis in Deutschland ist mittlerweile der höchste in ganz Europa , aber nicht weil man Strom noch aus Kohlekraftwerke bezieht oder diese zu langsam abschaltet , sondern wegen der gesamten Energiewende die in Deutschland durchgezogen wird .

Dazu wird nun auch noch eine CO 2 Steuer kommen ...

Beitrag melden
j.c78. 09.05.2019, 10:53
8. Ein Ausstieg zu viel...

Nun recht sich der übereilte Atomausstieg. Natürlich ist es möglich aus Atom und Kohle schneller auszusteigen. Die Kosten hierfür sind nur deutlich höher. Wir haben bereits für Privathaushalte UND Industrie bereits mit die höchsten Energiekosten. Das belastet Wirtschaft und Bürger. Die Bürger und Unternehmen spüren bereits, dass der Doppelausdtieg teuer ist. Ob die Bürger bereit sind, eine weitere finanzielle Belastungen durch ein CO2-Streuer zu akzeptieren? Oder ob die Wirtschaft mittelfristig die günstigeren Atomstrompreise in Frankreich nicht attraktive findet? Wir werden sehen...

Beitrag melden
christian-h 09.05.2019, 10:55
9. Angabe

Zitat von neurather
.... Deutschland wird bald neben Polen das größte Kohle-Schmuddelkind Europas sein. Großbritannien, Frankreich, Niederlande oder Italien zeigen beispielhaft, dass man sen Kohleausstieg schneller hinkriegen kann ...
Hier muss man etwas realistischer sein.
Deutschland will gleichzeitig aus Kernkraft und Kohlekraft aussteigen, während in GB Kernkraft weiterhin ein wichtiges Standbein zur sicheren Stromversorgung bleibt.

Das funktioniert dann natürlich in Deutschland nicht.

Nehmen wir als Beispiel einfach mal den 24.01.2019 um 18:00.
Der Strombedarf lag dort um die 81,7GW.
Die Summe aller EE Einspeisungen lag bei 9,19GW.
Dabei lag die installierte Leistung aller EE in diesem Zeitraum um die 120GW.
D.h. es lag eine Differenz von 72,51GW vor, die nicht von den EE abgedeckt werden kann.
Die installierte Leistung der konv. Energieträger lag bei gut 88,2GW.
Davon 9,5GW Kernkraft, 21,2GW Braunkohle, 23,7GW Steinkohle, 4,3GW Mineralöl, 29,4GW Erdgas.
Wenn wir gleichzeitig aus Kernkraft und Kohle aussteigen wollen fallen in Summe 54,4GW von diesen 88,2GW weg. Es würden demzufolge nur noch 33,8GW übrigbleiben.
Mit diesen 33,8GW können die fehlenden 72,51GW nicht abgedeckt werden.

Beitrag melden
Seite 1 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!