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Energiewende: Industrie spart acht Milliarden Euro an Stromkosten
DPA

Die größten Stromschlucker Deutschlands wurden nach SPIEGEL-Informationen 2017 in Milliardenhöhe subventioniert - auf Kosten einfacher Verbraucher. Der Kohleausstieg könnte dieses Ungleichgewicht noch vergrößern.

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knuty 08.02.2019, 14:13
150.

Zitat von christian-h
1) Ach, Sie meinen nur positive Anpassungen waren vorgesehen? Da ist nur die Frage, was ist positiv und was ist negativ. Für die großen Stromabnehmer war diese Anpassung positiv, also passt doch. 2) Warum schauen Sie sich nicht die Industriestromvergleiche für Europa an? Destatis oder Statista kann da helfen. 3) Sie wissen aber schon, das letztlich immer der Endkunde alle Kosten trägt. Dann zahlen Sie die höheren Strompreise eben über die Produktkosten. Wenn die Industrie abwandert, weil nicht mehr wettbewerbsfähig, dann zahlen Sie sogar noch mehr, in Form von höheren Arbeitslosenzahlen und deren Kosten und Steuerausfälle etc.
1: Es waren jedenfalls keine Ausweitungen der Ausnahmen vorgesehen.

2: Ich habe Sie doch zitiert.

3: Der Endkunde ist aber nicht immer derselbe. Nicht jeder Endkunde kauft sich einen Audi A8 und profitiert so von den günstigen Strompreis für die Alu-Industrie, sofern er überhaupt von Audi an die Käufer weiter gegeben wird.

Nach dem Argument müsste man jeden Arbeitsplatz subventionieren.

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knuty 08.02.2019, 14:14
151.

Zitat von christian-h
Sie lesen auch immer nur das was Ihnen gerade in den Kram passt, oder? Das wir in einem Segment den höchsten Strompreis haben lassen Sie mal eben wegfallen, weil passt ja nicht in Ihr "Welt"bild.
Nö, lasse ich nicht, aber dieses Segment bestimmt auch nicht den gesamten Strompreis.

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knuty 08.02.2019, 14:18
152.

Zitat von Klimagas
rechte Tasche, Sie und ich, wir zahlen, wo ist der Unterschied?
Tja, das ist ja das Problem und nicht das einzige, wenn die stromintensive Industrie zusätzlich auch von den Netzentgelten weitgehend befreit wird.

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knuty 08.02.2019, 14:25
153.

Zitat von Flari
1) Sie sollten mir keine Worte in den Mund legen, die ich so nie geschrieben habe. Ihre Freunde wie t-f und k-f sind es immer wieder, die behaupten, dass sich die böse Industrie schon heute mit Strom für 2021 ff eindeckt. 2) Natürlich steigt der Strompreis, wenn billige Erzeuger wegfallen. Und natürlich sorgt ein steigender Börsenstrompreis für eine sinkende EEG-Umlage, wie auch sinkende Strompreise die EEG-Umlage erhöhen. Beides würde sich aktuell(!) 4 zu 1 auswirken, aber das haben wir doch wirklich oft genug diskutiert. 3) Bitte denken Sie doch einfach mal logisch: Wenn sich EE-Strom durch den Wegfall von Verbrauchern regional nicht vermarkten lässt, steigt automatisch die Leistung, die theoretisch abgeführt werden muss. Also machen sich dann fehlende Leitungskapazitäten bedeutend früher bemerkbar, mehr EEG-Strom muss abgeregelt und den Betreibern Schadenersatz gezahlt werden.
1: Das macht die Industrie ja auch, jedenfalls zum Teil. Aber diese Preise werden auch vom Börsenstrompreis beeinflusst.

2: 4 zu 1? Ich weiß nicht, was Sie meinen. Anscheinend haben wir doch noch nicht ausführlich genug diskutiert.

3: Gerade die stromintensiven Industriebetriebe sind nicht an regionale Netze angeschlossen.

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tempus fugit 08.02.2019, 14:36
154. Wie das nun?

Zitat von christian-h
Ja und? Der Posten "Strombeschaffung" macht auch nur einen Teil der Gesamtstromkosten aus, wie bei den Privathaushalten auch. Der durchschnittliche Privatstrompreis liegt um die 30ct/kWh, davon entfallen 6ct/kWh auf "Stromerzeugung und Vertrieb".
wenn alleine die Netzkosten so 25% (es waren sogar mal 30%...) der Stromrechnung ausmachen, also 7,5 Cts. wie kommen Sie da auf 6 Ct. ?

Erneut: wieviel Strom wird in deutschen Haushalten morgens mittags und abends
für Kochen und Backen benötigt?

Tut das sehr weh, sich dazu mal zu äussern?

Oder sind die Antworten - ehrliche - auf einfachste Fragen offenbar sehr sehr schwierig zu beantworten, ohne auf die F....
zu fallen...??!!

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tempus fugit 08.02.2019, 14:42
155. 1.

Zitat von Flari
1) Sie sollten mir keine Worte in den Mund legen, die ich so nie geschrieben habe. Ihre Freunde wie t-f und k-f sind es immer wieder, die behaupten, dass sich die böse Industrie schon heute mit Strom für 2021 ff eindeckt. 2) Natürlich steigt der Strompreis, wenn billige Erzeuger wegfallen. Und natürlich sorgt ein steigender Börsenstrompreis für eine sinkende EEG-Umlage, wie auch sinkende Strompreise die EEG-Umlage erhöhen. Beides würde sich aktuell(!) 4 zu 1 auswirken, aber das haben wir doch wirklich oft genug diskutiert. 3) Bitte denken Sie doch einfach mal logisch: Wenn sich EE-Strom durch den Wegfall von Verbrauchern regional nicht vermarkten lässt, steigt automatisch die Leistung, die theoretisch abgeführt werden muss. Also machen sich dann fehlende Leitungskapazitäten bedeutend früher bemerkbar, mehr EEG-Strom muss abgeregelt und den Betreibern Schadenersatz gezahlt werden.
...zu welchen Preisen kauft heute die Grossindustrie per 2021/2022 ein?
Mit Beleg bitte...

2. OK, Umwälzverfahren und 'Preisgestaltung' per Mangel oder Uberschuss , längst gegessen.

3. Wenn was abzuregeln ist, dann die Alttechnik, steht so im EEG.
Und darum muss diese unflexible Alttechnik
so langsam in die Stromgeschichte und Technik her, die auf Bedarf nachhaltig und
wirtschaftlich reagiert.
Nicht träge Kohledinos am Netz halten sondern KW-Technik, die sich mit EE-Strom synchronisieren lassen...

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Klimagas 08.02.2019, 15:25
156. Und deshalb

Zitat von knuty
Tja, das ist ja das Problem und nicht das einzige, wenn die stromintensive Industrie zusätzlich auch von den Netzentgelten weitgehend befreit wird.
wird Strom, der nicht eingespeist wird trotzdem vergütet?

Kommt Ihnen diese Fragetechnik bekannt vor?

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apfelmännchen 08.02.2019, 18:40
157.

Zitat von knuty
Tja, das ist ja das Problem und nicht das einzige, wenn die stromintensive Industrie zusätzlich auch von den Netzentgelten weitgehend befreit wird.
Die 25 Mrd für die EE-Profiteure müssen irgendwo herkommen:

Höhere Preise für die Produkte (der deutsche Verbraucher zahlt), Lohnverzicht (der deutsche Arbeitnehmer muss auf Lohn verzichten), oder Abwanderung in ein Land, wo der EE-Irrsinn noch nicht regiert.
(der deutsche EEG-Umlage Gebeutelte ist auch noch seinen Job los).

Also nochmal zum mitschreiben: Der EEG-Milliarden entstehen nicht irgendwie aus dem Nichts, sondern sie verschwinden irgendwo im Nichts.

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Flari 08.02.2019, 19:22
158.

Zitat von knuty
1: Das macht die Industrie ja auch, jedenfalls zum Teil. Aber diese Preise werden auch vom Börsenstrompreis beeinflusst. 2: 4 zu 1? Ich weiß nicht, was Sie meinen. Anscheinend haben wir doch noch nicht ausführlich genug diskutiert. 3: Gerade die stromintensiven Industriebetriebe sind nicht an regionale Netze angeschlossen.
1) Auch der private Haushalt KANN sich seinen Strom schon im voraus günstig kaufen, auch wenn es Teldafax und Flexstrom nicht mehr gibt. :-)

2) Sie sollte es sich mal aufschreiben:
WENN sich der durchschnittliche Börsenpreis um 4 ct/kWh auf ein Jahr gerechnet ändert, würde sich das mit ~1 ct/kWh auf die EEG-Umlage auswirken.

3) Glauben Sie, dass es regional keine Übertragungsleitungen gibt?
Oder dass die Verteilernetze keine Verbindungen zu den Übertragungsnetzen haben?
Glauben Sie, dass SH seinen Windstrom über das Niederspannungsnetz nach DK, NI, HH und MV überträgt, wenn die Windstromeinspeiseleistung in SH mal wieder beim vierfachen des dortigen Landesbedarfs beträgt?
Was glauben Sie, warum das SKKW HH-Moorburg oft nur einen Block am Netz hat und auch der nur gedrosselt läuft, obwohl die benachbarten Alu- und Kupferhütten auf Volllast laufen?

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Flari 08.02.2019, 20:13
159.

Zitat von knuty
Tja, das ist ja das Problem und nicht das einzige, wenn die stromintensive Industrie zusätzlich auch von den Netzentgelten weitgehend befreit wird.
Im normalen Gewerbe ist es so, dass Erzeuger, Händler, Spediteur und Endverbraucher ihre Preise frei aushandeln, im Bereich Netzentgelte wären das Netzbetreiber und Endverbraucher.

AUSSERHALB der Netzentgelte ist es das normalste der Welt, dass ein Grossabnehmer mit fast absolut gleichbleibender und regelmässiger Liefermenge absolute Sonderkonditionen bekommt, da dort der Spediteur ganz anders kalkulieren kann, als beim Zufallskunden.

Nun ist der Gesetzgeber auf die (an sich richtige) Idee gekommen, dass er die Tarife der Netzbetreiber kontrollieren darf und sich JEDER Netzbetreiber seine (Einheits-) Tarife genehmigen lassen muss.
Dem Gesetzgeber war und ist aber auch klar, dass es davon Ausnahmen geben muss, wenn Verbraucher diese durchschnittlichen Kosten (+Marge) überhaupt nicht verursachen.
Also dürfen Grossabnehmer ab 10 GWh/a mit einem gleichmässigen Verbrauch über mindestens 7000 Jahresstunden ihre Tarife selber mit den Netzbetreibern aushandeln, wobei gewisse Grenzen ggü. dem "Normaltarif" nicht unterschritten werden dürfen.

Immer wieder ist es ein juristischer Streitfall zwischen Grossabnehmer und Netzbetreiber, wie hoch der tatsächliche Abschlag auf den Normaltarif auszufallen hat, wobei die gesetzlichen Grenzen oft noch nicht einmal in die Nähe rücken.

Meckern Sie auch, wenn Amazon & Co andere Paketpreiskonditionen bekommt, als Otto N.?
Meckern Sie auch, wenn sich der PV-Anlagenbesitzer mit Eigenverbrauch bedeutend geringer an den fixen Netzkosten beteiligen muss, als diese tatsächlich betragen?
Finden Sie es falsch, dass der Wärmepumpenheizer hohe Ermässigungen bei den Netzentgelten bekommt?
Ist es verkehrt, dass z.B. ein Bäcker, der seinen Hauptenergieverbrauch in der Schwachlastzeit hat, weniger als Normaltarif bezahlen muss?

Das EEG und verbundene Gesetze setzen Unmengen an marktwirtschaftlichen Regeln ausser Kraft.
Sie & Co wollen davon nur das akzeptieren, was Ihnen in den Kram passt, bzw. ist Ihnen das noch zu wenig, alles andere lehnen Sie ohne Rücksicht auf Verluste ab.

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