Forum: Wirtschaft
Energiewende: Industrie spart acht Milliarden Euro an Stromkosten
DPA

Die größten Stromschlucker Deutschlands wurden nach SPIEGEL-Informationen 2017 in Milliardenhöhe subventioniert - auf Kosten einfacher Verbraucher. Der Kohleausstieg könnte dieses Ungleichgewicht noch vergrößern.

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landschaftsgaertner 07.02.2019, 19:55
70. wo ist der Unterschied?

ob wir jetzt durch Steuern den Industriestromverbrauch oder durch höher umgelegte Preise den Stromwahnsinn bezahlen ist doch wurscht

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heino.dengel 07.02.2019, 19:56
71.

Die Stromerzeuger werden schon seit 100 Jahren subventioniert und stabilisiert, kein Krieg konnte das ändern, man brauchte sie halt.

Erst der Atomausstieg hat denen Kopfschmerzen bereitet

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Flari 07.02.2019, 20:02
72.

Zitat von tyll.spiegel
Dieser Beitrag fällt mir besonders negativ auf: Erstens wird nicht differenziert, sondern es werden alle Subventionen für die Industrie als "notwendig" bezeichnet. Auch für Schlachthöfe, Lederindustrie ...? Zweitens wird die Zukunft unserer Kinder gar nicht in den Blick genommen, das ist entweder zynisch oder zu kurz gedacht (oder beides).
1) Gesetze MÜSSEN eine gewisse Allgemeingültigkeit haben, ansonsten werden sie von unseren höchsten Gerichten zerrissen, oder aber in Brüssel.
Und bei jedem Gesetz, mit dem man etwas einsparen kann, ruft das nun einmal auch Leute/Unternehmen auf den Plan, die das ausnutzen wollen, auch wenn es an sich nicht für sie gedacht war.
Bei den Ermässigungen bei den Strompreisbestandteilen sollte man das aber auch nicht überschätzen, was diese "Schmarotzer" da einsacken.
Für die erste Gigawattstunde ist eh die volle Abgabe fällig und für den übersteigenden Anteil geht es stufenweise nach unten.

2) Ich glaube nicht, dass "unsere Kinder" ein deindustrialisierten Land übernehmen wollen.

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Braveheart Jr. 07.02.2019, 20:04
73. Hier könnte die SPD ...

.. mal richtig punkten. Will sie aber garantiert nicht (Hochburg Ruhrgebiet). Es gibt aber noch einen weiteren Grund, den Privatverbrauch nicht zugunsten der Großstromabnehmer weiter zu benachteiligen: Die rasant anwachsenden Sozialausgaben, von denen die Nebenkosten (Heizung) des staatlich alimentierten Prekariats ein guter Teil ausmachen.

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SuperWeidi 07.02.2019, 20:04
74. Die Industrie

kann durchaus den Strom auch im europäischen Ausland (etwas günstiger, falls es den Leser interessiert ) einkaufen. Man muss eben nur genug Strom verbrauchen, dann rentiert sich das. Und da die Industrie nicht wie wir Bürger auf die Strasse geht, gegen Kohle und Atom demonstriert, ist es nur verständlich, wenn sie nach billigem Strom trachtet. Irgendwie scheint das Volk hier nicht zu begreifen, dass eine Firma keine Moral hat, auch wenn die Leiter der Firmen es bisweilen gerne hätten. Die Chefs der Firmen, sowie deren Mitarbeiter werden abgestraft, wenn es der Firma schlecht geht. Aber der Austausch eines Chefs findet ohne Moralwende statt. Auch ich, der nie gegen Atomstrom war, trage die Kosten für die Energiewende, die in Wirklichkeit nur eine Kostenfalle ist. Billiger wird der Strom auch durch den Ausstieg aus der Kohle nicht, wir treffen uns bei 50cent/kWh, die Industrie bei vielleicht 13cent/kWh. Schuld ist einzig der Bürger!

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Shismar 07.02.2019, 20:04
75. Innovationsschädigende Subventionen

Durch die Subvention von Energie werden leider Forschung und Investition in energiesparende Produktionsprozesse verhindert. Es lohnt sich eben nicht und die gesparten Kosten können als Gewinne abgezogen werden. Langfristig schadet das der Konkurrenzfähigkeit unserer produzierenden Industrie mehr als es jetzt höhere Energiekosten täten. Mittelfristig fehlen Investitionen in alternative und energiesparende Technologien. Das kostet uns jetzt Arbeitsplätze und noch mehr wenn die realen Energiekosten irgendwann bei der Industrie ankommen.

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poetnix 07.02.2019, 20:05
76.

Zitat von women_1900
Der Kohleausstieg WIRD dieses Ungleichgewicht noch vergrößern und die Mehrheit will das so.
Tatsächlich, so wird es kommen !
Aber die Mehrheit ?
Ist es nicht eher die laute Mehrheit und eine einseitige Politik ?

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günter1934 07.02.2019, 20:07
77.

Zitat von tyll.spiegel
... Hochtechnologie und Bildung setzen? (Letzteres wäre angesichts einiger Beiträge hier offenbar sowieso nötig...)
Wenn man mehr auf Hochtechnologie und Bildung setzt, gäbe es vielleicht hier im Forum weniger Leute, die uns zu beweisen versuchen, dass das CO2 als alleiniger Protagonist einen katastrophalen Klimawandel verursacht.

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angelobonn 07.02.2019, 20:07
78.

Zitat von Ökofred
Die energieintensiven Unternehmen zahlen NULL EEG Umlage, die bekommen den Strom für ein paar Cent. Sie meinten vlt STEUERN, das ist ja auch was. Man muss sich darüber klar sein, was man will. Ich erkläre Ihnen das mal an einem Bsp: Die TRIMET Aluhütte in Hamburg produziert mitten im Hamburger Stadtgebiet Aluminium. https://www.trimet.eu/de/ueber_trimet/standorte/hamburg Dort arbeiten immerhin 380 Menschen. Allerdings wird TRIMET (alle Standorte) mit ca. 400 Mio Euro/Jahr subventioniert. Damit der Strom es nicht so weit hat, haben die, ebenfalls im Stadtgebiet ein Kohlekraftwerk, (Moorburg) das sonst eigentlich keiner braucht. Jetzt lesen Sie Ihren Post noch mal durch und überlegen Sie, ob die GRÜNEN Argumentation nicht doch was für sich hat.
Sie schreiben hier offensichtlich über Dinge, mit denen Sie sich nicht auskennen, aber ich kläre sie gerne auf. Es ist falsch, dass stromintensive Unternehmen keine EEG-Umlage zahlen. Richtig ist vielmehr, dass auch Unternehmen, die die Besondere Ausgleichsregelung nutzen, auf die erste 1 Mio. kWh (= 1 GWh) die volle EEG-Umlage zahlen. Dies ist der so genannte Selbstbehalt, ab da greift eine Begrenzug der Umlage, eine Freistellung gibt es nicht. Der Umfang der Begrenzung hängt von der Stromkostenintensität und der Art des produzierenden Gewerbes ab, dem ein solches Unternehmen angehören muss. Die meisten dieser Unternehmen zahlen 15 % der regulären EEG-Umlage, viele sogar 20 %. Das können Sie alles in § 64 EEG nachlesen. Unter dem Strich leisten somit auch die stromkostenintensiven Unternehmen einen erheblichen Beitrag zu den Kosten der EEG-Förderung. Ohne die Besondere Ausgleichsregelung würde dieser Beitrag wegfallen, denn die Chemie-, Glas-, Stahl,- Alu,- und Papierindustrie und viele andere Branchen mehr könnten in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren, wenn es diese Regelung nicht gibt. Glauben Sie also besser keinem Grünen!

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apfelmännchen 07.02.2019, 20:09
79.

Zitat von heino.dengel
Die Stromerzeuger werden schon seit 100 Jahren subventioniert und stabilisiert, kein Krieg konnte das ändern, man brauchte sie halt. Erst der Atomausstieg hat denen Kopfschmerzen bereitet
Der Atom- und Kohleausstieg wird eher den Stromverbauchern Kopfschmerzen bereiten...

Die Mähr vom hochsubventionierten Strom wird zwar gerne wiederholt - die Realität ist anders: nur EE-Strom ist hochsubventioniert. Und dessen Anteil wird allein durch Zwangsabschaltungen der zuverlässigen Stromerzeuger steigen.

Strompreis FR = 17ct/kWh vs. DE = 30ct/kWh - wobei die "Aufwendungen" des Kohleausstiegs noch nicht drin sind, aber demnächst aufschlagen werden...

Die Frage ist nur: bei welchen Strompreis und wievielen Mio Stromverbrauchern, die ihn nicht bezahlen können, wird dieser Spuk beendet?

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