Forum: Wirtschaft
Energiewende : Kein Anschluss unter dieser Merkel
DPA

Wie kommt der von der Bundesregierung geförderte Ökostrom in die Steckdose? Von 6100 Kilometern Kabel sind gerade mal sechs verlegt. Den Erzeugern kann es egal sein: Sie kassieren selbst dann, wenn kein Strom fließt.

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frietz 08.06.2016, 09:49
90.

Zitat von paulpuma
wie immer, wenn Merkel etwas ankündigt. Sie führt auch dieses Projekt nicht ordentlich aus. Es bleibt irgendwie am Wegrand liegen. Als Kanzlerin ist diese Frau nicht geeignet. Leider ist sie noch immer Liebling der Medien.
man muss sich doch nur die Dinge ansehen, die Merkel zur "Chefsache" erklärt hat. Kann man alles vergessen.
aber jammern nützt nichts. die Frau wurde DREIMAL gewählt. Beim erstem Mal kann man es als "Schröder weg" Wahl durchgehen lassen, die beiden anderen Male allerdings nicht. Dass die SPD nach der letzten Wahl mit ihr weitergemacht hat, trotz "linker" Mehrheit, darf dabei nicht vergessen werden.

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Bananenschale 08.06.2016, 09:51
91. Energiespeicher - Game over!

Zitat von oliver68
... Wir brauchen mehr Speicher ...
Und genau das ist der Grund, warum man klassische Energieträger vorhalten muß. Es gibt nämlich keine auch nur ansatzweise befriedigende Technologie für Speicher!

Gewiß, es gibt Konzepte für Akkumulatoren, für mechanische Speicherung, für Umwandlung von überflüssiger elektrischer Energie in chemische Energie. Doch alle diese Konzepte benötigen vor allem eines: Stromkabel. Die Netzkapazität reicht nicht mal in der Größenordnung. Vom Ressourcen-Aufwand und den ökologischen Aspekten dieser Lösungen mal ganz zu schweigen.

Wer eine Energiewende will, muß den Energiekonsum reduzieren. Womit wir bei einer sozialen Frage wären: Energiekonsum ist Statussymbol.

Was bedeutet: Es wird im Ergebnis keine Energiewende geben. Game over.

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KingTut 08.06.2016, 09:52
92. Armes Deutschland

Frau Merkel hatte wieder mal keinen Plan, als sie die Energiewende beschloss. Auch im heute Journal wurde vergangene Woche über dieses Thema berichtet und kam zu demselben Ergebnis wie der Autor dieses Artikels. Würden dem Verbraucher nicht diese Mehrkosten in Rechnung gestellt, dann hätte sich der Kilowattpreis in den vergangenen Jahren von 7.3 auf 2.4 cent pro KW/h verringert. Die Differenz machen die 24 Mrd. aus, für die WIR ALLE aufkommen müssen.
Leider kennen wir solchen Murks auch aus anderen Politikfeldern.
Es ist naiv zu glauben, dass die Kanzlerin bei ihrem heutigen Auftritt auf einer Tagung der Energiebranche den Bürgern endlich erklärt, wie sie sich die Sache mit der Energiewende vorstellt. Auf eine aussagekräftige Stellungnahme, zu der auch das Eingeständnis kostenträchtiger Fehler in Milliardenhöhe gehört sowie Maßnahmen um diese künftig zu vermeiden, werden wir vergeblich warten. Es kommen wieder die üblichen, nichtssagenden Worthülsen von dieser Frau.

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litholas 08.06.2016, 09:56
93.

Zitat von mwroer
Das ist so ein Ding wo man sich wirklich fragt was man dazu noch schreiben soll - und vor allem warum diese Kosten überhaupt entstehen können. Einen Mindestabnahmepreis weit über Marktwert für den Hersteller eines Produktes das nirgendwo verbraucht wird ... klingt für mich irgendwie an die frühen Zeiten der EU mit Milchseen und Butterbergen. Macht Hoffnung - wie wir alle wissen hat dieses System ja brilliant funktioniert.
Ja hat es, oder gab es irgendwann mal keine Milch oder Butter zu kaufen?

Die Marktwirtschaft hält keine Vorräte oder Überkapazitäten für Jahre mit schlechter Ernte. Das muss der Staat tun. Und Vorräte und Überkapazitäten zu halten kostet nun mal.

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rmuekno 08.06.2016, 09:56
94. Falsch

Zitat von wuxu
Die Kritiker der Energiewende weisen schon lange darauf hin. Bisher fehlten die kritschen Stimmen in der Presse. Gestern war im ZDF noch ein Sendung zu sehen, die uns Lösungen für den überschüssigen Strom aufzeigen wollte. Power to Wasserstoff hieß es. Dass bei dieser Prozedur ein Großteil des Stroms verloren geht, wurde gar nicht erwähnt. Das man das nicht bezahlen könnte wurde auch wieder nicht gesagt.
bevor ich überflüssigen Strom ins Ausland verschenke und not falls noch Geld daruflege, mache ich lieber Wasserstoff draus egal wie schlecht der Wirkungsgrad ist.

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nomac 08.06.2016, 09:59
95. Mit verlaub,

eine groteske Versimplifizierung. Zweifellos ist es richtig, den schleppenden Ausbau zu kritisieren, doch mit diesem billigen Argument? Die Energiewende ist keine Verteilung somit im – man siehe nur die (Milch)bauern, die zwar betriebswirtschaftlich sinnvoll vielfach in Solaranlagen investiert haben, habe dennoch von Bankrott bedroht sind. Und zwar aufgrund fallender Milchpreise.
Ohne adequate Zahlen ist das alles nur Polemik.

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Peter Bernhard 08.06.2016, 10:07
96. Zu den Blöden

Zitat von Seneca
(...) Als ich das erste Mal von Solardächern hörte, dachte ich: toll, die sind jetzt Selbstversorger in Sachen Strom. Von wegen: diese Schlaumeier beziehen ihren Strom immer noch von den üblichen Stromversorgern, lassen sich aber ihren eigenproduzierten Strom von uns allen teuer bezahlen. Auf diese abgezockte Idee wäre ich im Traum nicht gekommen. Und eigentlich ist mir das immer noch zu blöd. Heute gibts ja zum Glück nicht mehr diese hohen Subventionen, aber alle, die von Anfang an dabei waren, können sich noch lange auf unsere Kosten freuen.
Das war nicht meine erste Idee dazu - das ist was Techn isches - mir schien immer klar: eine Solaranlage auf einem Privatdach, die kann nicht sinnvoll den Eigenbedarf decken, der Netzanschluss muss fortgeführt werden. Und schon bin ich wohl via "Netz" bei was ganz anderem - wie im Forumsbeitrag auch. Gleich geht es weder um Technik, noch um Sparen, sondern um soziale Ungerechtigkeiten. Alle zahlen einigen. Dahinter verblasst sehr viel. Lange Zeit kam ich gerade bei "Solar" nicht auf die Idee, die Transportkosten - dazu muss man schlicht und einfach wissen, dass nach 1000 km Wechselstromleitung kaum mehr was übrig bleibt vom Strom, siehe Desertec - als das auf Anhieb schlagkräftigste Argument für "Dächer" zu erachten. Bei Solar muss Strom über Null-Kilometer transportiert werden. Nun fällt mir auf, dass gerade das "Soziale" am Wirtschaftlichen spricht, um des Friedens willens geradezu, es technisch zu ermöglichen, dass mit Solar eben nicht ins Netz eingespeist wird, sondern das Selbstgezogene auch selbst verbraucht werden kann. Das ist vielleicht sogar schon machbar, technisch, ist aber womöglich verboten. Da sehe wohl eine Wechsel-Haftigkeit der Bedingtheit von Produktionsweise und Überbau sozusagen und sozusagen mir im herausgekürzten DDR-Sinne: da weiß ich nicht, ob die Technik dem Sozialen "zu folgen hat", oder ob das Soziale aus dem Technischen "fließt".

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holgerpache77 08.06.2016, 10:12
97. Genau

Zitat von KaWeGoe
Zu keiner Sekunde gab es bislang mehr EE-Strom als in Deutschland benötigt wurde ! Da Strom aus erneuerbaren Quellen Vorrang hat, verstopfen also Atom-, Kohle- und Braunkohlestrom die Netze. Diese Kraftwerkstypen sind zu träge. Man läßt diese unerwünschten Kraftwerke einfach weiter laufen und drückt damit den Börsenpreis, was wiederum zur Erhöhung der EEG-Umlage führt. Die Atom- und Kohlelobby "investiert" so in eine Negativ-Imagekampagne gegen die EE. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese trägen Kraftwerkstypen die Leitungen nicht mehr verstopfen würden, wenn für jede exportierte kWh die volle EEG-Umlage fällig würde, die dann anteilig auf die zum Exportzeitpunkt am Netz befindlichen Atom-, Kohle- und Braunkohlekraftwerke umgelegt würde.
Die bösen Energieriesen lassen Atom und Kohlemeiler zum Spaß laufen um die Preise zu drücken damit man Verluste macht, dass ist so eine brilliante Logik ein Wunder das man Ihnen noch keinen Nobelpreis verliehen hat.....

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jjcamera 08.06.2016, 10:13
98. Merkeln

Zitat von caliper
Die Energiewende trägt eben die Handschrift Merkels. Vom Ende her, an das angestrebte Ziel denken? Fehlanzeige. Vor der Festlegung sich mit kompetenten Beratern und Partnern zusammensetzen um einen gemeinsamen Weg zu skizzieren? Fehlanzeige. Nach der Festlegung die erforderlichen den Strukturen, Ressourcen und Gesetze auf den Weg bringen? Fehlanzeige. Siehe Euro/Griechenlandkrise und Flüchtlingskrise.
"Merkeln" wird in naher Zukunft ein im Journalismus oft verwendeter Begriff, wenn es um die Beschreibung von konzeptlosen, plötzlichen und einsam getroffenen Fehlentscheidungen geht, bei denen der "Entscheider" erschreckend wenig Fachkompetenz aufweist.

Es wird noch viel gemerkelt werden in unserem Land!

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daujoons 08.06.2016, 10:15
99. Geldstrom

Mich amüsiert zunehmend, wie die Befürworter dieses Irrsinns eine terchnische Rafinesse nach der anderen auspacken und nicht wahrhaben wollen, dass es um Strom am Ende gar nicht geht. Hier wird Geld in gigantischem Maße von Unten nach Oben gepumpt. Das ist alles. Eine brillante Geschäftsidee. Das wirklich Faszinierende ist, mit welch stoischem Gleichmut um diese Tatsache herumdiskutiert wird. Politiker sind eben Politiker, weil sie sonst nichts können. Aber das ist noch einmal ein anderes Thema.

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