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Energiewende: Land-Konkurrenz hängt Offshore-Windparks ab
Ingo Wagner / DPA

Bund und Länder treffen sich zum Strompreisgipfel im Kanzleramt. Die Diskussion um steigende Kosten wird vor allem für die Offshore-Windparks gefährlich. Kritiker erklären sie zum Preistreiber Nummer eins. Und fragen: Funktioniert die Energiewende vielleicht auch ohne Windräder auf See?

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ir² 21.03.2013, 13:07
1.

Zitat von sysop
Bund und Länder treffen sich zum Strompreisgipfel im Kanzleramt. Die Diskussion um steigende Kosten wird vor allem für die Offshore-Windparks gefährlich. Kritiker erklären sie zum Preistreiber Nummer eins. Und fragen: Funktioniert die Energiewende vielleicht auch ohne Windräder auf See?
Doch selbst in diesem Bereich hat die Konkurrenz an Land aufgeholt. "Hersteller wie Nordex, Enercon oder Vestas bauen zusehends Anlagen, die bereits bei geringen Windgeschwindigkeiten anfangen, Strom zu erzeugen und die deutlich mehr Stunden im Jahr voll ausgelastet sind", sagt Heinrich Bartelt, Mitbegründer des Bundesverbands Windenergie.

Die Rechnung sähe ich aber einmal gerne; da scheint ja jemand eine neue Physik erfunden zu haben.

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ostap 21.03.2013, 13:07
2. WKA das AKW mit anderen Mitteln

Zitat von sysop
Bund und Länder treffen sich zum Strompreisgipfel im Kanzleramt. Die Diskussion um steigende Kosten wird vor allem für die Offshore-Windparks gefährlich. Kritiker erklären sie zum Preistreiber Nummer eins. Und fragen: Funktioniert die Energiewende vielleicht auch ohne Windräder auf See?
Offshore WKA sind nur AKW mit anderen Mitteln: sie sind unwirtschaftlich, aber leicht zu monopolisieren, verschandeln die Landschaft mit unnützen Überlandleitungen und dienen nur der Viererbande. Deshalb forciert ja auch SchwarzGeld den Netzausbau, anstatt die Energiewende zu organisieren, die auf einer dezentralen, vielfältigen und demokratischen Basis steht. Den Energiebossen ist es gleichgültig, ob sie mit atomaren Wasserkochern oder mit dem Wind Strom erzeugen - es muss nur unter ihrer Kontrolle erfolgen, damit die Abzocke der wehrlosen Verbraucher funktioniert.

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teekesselchen 21.03.2013, 13:12
3.

ein großes Problem der deutschen Offshore-Windparks ist, dass der soweit draußen in der Nordsee ist. Näher an der Küste kann man den wegen der Naturschutzparks Wattenmeer nicht aufstellen und muss daher in tieferen Gewässern bauen, was ordentlich Probleme mitbringt.

An Englands Küsten gibt es auch schon Offshore-Windparks allerdings näher am Ufer und da gab es nicht so viele Probleme und Kosten.

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westerwäller 21.03.2013, 13:13
4. Überall im Lande ...

... haben die Kommunen und ihre Stadtwerke Blut gerochen und stürzen sich auf die vermeintlich todsicher Cash-Cow Windräder ...

Das Geschäftsmodell ist einfach:

1) Man ist Monopolist, da Standorte natürlich von den Kommunen nicht an private Wettbewerber abgegeben, sondern selbst genutzt werden.

2) Die Ökostromförderung verheißt Geldflüsse ohne Risiko.

Schon kleine Kommunen spielen hier mit Zig-Millionen-Investitionen, obwohl die Kommunen doch angeblich so klamm sind. Kredite sind für Kommunen - noch - günstig und werden bereitwillig gewährt. Ohne die Sicherheiten, die ein privater Investor vorweisen müsste.

Sollte sich die Lage (z.B. durch Minderung der Ökostromförderung) in den nächsten Jahren verändern, würden diese Kommunen reihenweise vor dem Kollaps stehen und versuchen, unter irgendwelche Rettungsschirme zu kriechen.

Merke: Geldverdienen ohne Risiko hat es noch nie gegeben ...

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ir² 21.03.2013, 13:14
5.

Zitat von sysop
Bund und Länder treffen sich zum Strompreisgipfel im Kanzleramt. Die Diskussion um steigende Kosten wird vor allem für die Offshore-Windparks gefährlich. Kritiker erklären sie zum Preistreiber Nummer eins. Und fragen: Funktioniert die Energiewende vielleicht auch ohne Windräder auf See?
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Das Totenglöckchen der "Energiewende" wird zum dröhnenden Läuten, aber unsere Ökos halten sich weiter fest die Ohren zu.
Die derzeitige Vergütung für PV-Strom treibt die Hersteller in den Ruin! Das bedeutet, es gibt keine weitere Degression bei der EE-Umlage und eine Wirtschaftlichkeit von WKA und PV-Strom wird es nie geben. Aber das gibt keiner aus dem grünen Politbetrieb zu, da wird weiter subventioniert bis zum geht-nicht-mehr.....

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r.muck 21.03.2013, 13:17
6. Altmeier

wedelt, wie auch bei anderen Anlässen und Themenfeldern mit Zahlen die durch nichts belegt sind.

Ich frage mich langsam wo er sie her hat. Befrägt er ein Medium? Hat er eine Kristalkugel oder pilgert er heimlich nach Delphi?

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temp1 21.03.2013, 13:22
7. Da sollte man doch langfristiger denken!

Um die Windenergie an Land in dem geforderten Maße auszunutzen, muß ein Vielfaches der aktuell installierten bis zu 180m hohen Anlagen gebaut werden. D.h. es gibt mal locker 10mal so viele Windräder, und größere als bisher, sichtbar von jeder Haustür von jeder Parkbank von jeder Straße, überragend jeden Wald um ein Vielfaches.
Schon jetzt kämpfen Bürgerinitiativen in zunehmendem Umfang gegen jedes einzelne Windrat in ihrer Nähe. Denn die abgelegenen Plätze werden rar.

Auf See sind die Windräder außer Sicht- und Hörweite.

Die Anfangskosten sind die Verlegung von Hochstromkabeln zu den Windparks auf See. Aber dann steht die Infrastruktur.
Die Windräder an Land dagegen werden Jahrzehnte die Sicht verschandeln, mit ihrem dann allgegenwärtigen Brummen und Fauchen die Leute zur Verweiflung treiben.

Da sollte man doch langfristiger denken!

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rgriese77 21.03.2013, 13:23
8. Windmuelen, zurueck in the Steinzeit der Energiegewinnung

Die Deutsche Energiwende, es geht nur so lange bis keiner mehr den Strom bezahlen kann und das wird bald sein.

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revo 21.03.2013, 13:28
9. Da hängt mehr dran!

An dem Offshore-Wind hängt eine groß dimensionierte Stromleitung vom Norden in den Süden. In Meerbusch-Osterath soll in diese Leitung mit Hilfe eines riesigen sogenannten "Doppel-Konverters" Braunkohle-Strom eingespeißt werden.

Die großen Energie-Konzerne brauchen den Offshore Windstrom, um unter diesem Deckmantel ihren konventionellen Strom besser verteilen zu können.

Das wird uns dann als "Energiewende" verkauft.

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