Forum: Wirtschaft
Energiewende: Macht Strom billiger und Benzin dafür teurer!
DPA

Die Energiesektoren als Ganzes denken: Die SPD will mit dieser Idee des eigenen Wirtschaftsministeriums nichts zu tun haben. Dabei wäre es der überfällige Impuls für eine echte Energiewende.

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ardbeg17 05.01.2018, 09:36
1.

Die Grünen haben schon vor Jahren erkannt, dass es über den Geldbeutel am besten funktioniert. Ihre Forderung nach 5DM Spritpreis hat der Wähler dann aber abgestraft. Dass die Leute heute vernünftiger sind, bezweifle ich, auch und gerade wegen der oft unqualifizierten und und unsachlichen Polemik in dieser Diskussion.

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mariuscaesar 05.01.2018, 09:38
2.

Wieso immer alles teurer? Es ist schon teuer genug in Deutschland. Millionen Pendler werden sich bedanken. Einfach den EEG Unsinn entrümpeln sodass alle mehr in der Tasche haben. Aber in Deutschland will man bloß nicht der Umwelt zuliebe entlasten, da muss dann gleich woanders wieder was reingeholt werden. Ekelhaft.

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MikelFriess 05.01.2018, 09:39
3. Guter Plan

Nachdem wir im Moment mit überteuerten Strompreisen den Stromhunger einzelner Industriezweige quer finanzieren sollen wir dann gleichzeitig noch die hypothetische Möglichkeit in 10 - 15 Jahren ein alltagstaugliches Elektromobil zu haben finanzieren.
Ich habe nichts gegen Elektromobilität, ich habe etwas dagegen, das ich als Betatester für eine Fahrzeuggeneration herhalten soll mit der ich meinen Wohnwagen nicht ziehen kann, dessen Haltbarkeit über mehrere Jahre nicht getestet ist und der deutlich zu teuer ist.
Baut den ÖPNV aus so dass jeder Bundesbürger zu jeder Tages und Nachtzeit spätestens alle 30 min eine Fahrtmöglichkeit in die nächste Stadt hat. Ich wohne in einer Gegend, in der es Gemeinden gibt in denen, wenn sie nicht ausfallen, 2 mal am Tag ein Bus fährt. Wie soll man denn da ohne bezahlbaren PKW wohnen?

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danduin 05.01.2018, 09:44
4. Energie der Zukunft ist der Strom

Energie der Zukunft ist der Strom. Irgendwann läuft alles über Strom. Das ist die Konsequenz der Energiewende, und somit muss dafür auch gesorgt werden, dass dieser billiger wird.
Der Strom wird dann halt zentral und, weils anders nicht geht dezentral, aus grünen Technologien bezogen werden.
Somit liegt die Verantwortung Umweltbewußte Energie zu erzeugen, beim Staat und nicht beim Verbraucher.
Wie es sein sollte, da die Verbraucher nicht alle umweltbewust einkaufen.

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chichawa 05.01.2018, 09:44
5. Da hat doch mal wieder einer

versucht mit seinem Kommentar die eierlegende Wollmichsau ins Spiel zu bringen. Besonders toll finde ich die Feststellung, dass sich bei höheren Heizölpreisen die Wärmedämmung schneller rechnet. Ja, das stimmt, aber das sollte der Markt regeln und nicht die Quersubvention. Das lief doch schon in den letzten Jahren bei der EEG aus dem Ruder. Demnächst kommt dann wieder so etwas wie der Veggie-Day für alle.

Nein danke.

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bluebill 05.01.2018, 09:44
6. Verblendet

So nett sich auch Wortgebilde wie "ganzheitlicher Ansatz" machen - im Einzelnen ist das alles Humbug. Die Idee, Benzinkraftstoffe noch teurer zu machen als jetzt schon, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Pendler. Die müssen aus den Städten wegziehen und teilweise sehr weite Wege zur Arbeit zurücklegen, weil es die Politik in ihrer Lobbyhörigkeit nicht schafft, bezahlbaren Wohnraum zu forcieren. Öffentlichen Nahverkehr gibt es in großen Gebieten auch nicht mehr, nachdem er privatisiert, kostenoptimiert und ausgedünnt wurde. Elektro-Tankstellen für E-Autos gibt es auf dem Land gar nicht, in den meisten Firmen auch nicht, außerdem sind E-Autos für die meisten Normalverdiener schlicht unerschwinglich. - Jetzt sollen die Opfer dieser Fehler dafür auch noch bestraft werden. Kaum denkbar, dass die Partei, die so etwas durchzieht, nochmal gewählt wird. - Grünes Welterrettertum stößt mal wieder auf das wirkliche Leben.

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KaWeGoe 05.01.2018, 09:45
7. sehr guter Vorschlag !

Mineralösteuer jedes Jahr um 5 Cent erhöhen
Die Einnahmen verwenden, um
- eMobilität zu fördern
- Elektro-Ladeinfrastruktur aufzubauen
- ÖPNV auszubauen
- Soziale Härtefälle abzufedern

Die ersten 3-4 Jahre würde eine solche Steuererhöhung nicht wirklich weh tun (Wir hatten schon höhere Spritpreise bei geringerem Einkommen und höheren Arbeitslosenzahlen).
Bei Neu-Anschaffungen kann sich aber jeder PKW-Käufer überlegen, ob er/sie denn stärker auf die Verbrauchswerte achtet und was sein Fahrzeug in Zukunft auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch wert sein wird.

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dipl.inge83 05.01.2018, 09:45
8. Noch ganzheitlicher Denken

indem Arbeitsplätze in der Fläche massiv gefördert werden und die Leute nicht mehr gezwungen werden, irrsinnig weite Strecken zu pendeln. Entlastet die Infastruktur, spart Energie, nimmt Druck aus den Wohnungsmärkten der Metropolen. Leider zielte die Politik in den vergangenen Jahren in die entgegengesetzte Richtung, maximale Flexibilität als Pflicht jedes Einzelnen.

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Max Super-Powers 05.01.2018, 09:46
9.

Dass Strom in Deutschland lächerlich überteuert ist, darüber brauchen wir nicht zu reden. Hier benötigt es meines Erachtens vor allem die "politische Peitsche", welche die Stromversorger endlich mal zur Räson bringt und sie zwingt, Preissenkungen (von denen SPON ja auch erst kürzlich berichtete) auch - pardon - verdammt nochmal an den Endverbraucher weiterzugeben.

Aber: Auch bei den Benzinpreisen rangiert Deutschland weit oben. Und die aller-allermeisten Autofahrer setzen sich nicht aus Jux und Dollerei hinters Steuer, sondern weil sie es müssen. Benzin/Diesel noch stärker zu verteuern, wird die mobile Energiewende keinen Schritt voranbringen weil eben nach wie vor die Infrastruktur mangelhaft ist. Was es aber tun wird: Eine ganze Menge kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie Otto Normalverbraucher noch ärger in die Bredouille bringen.

Wir sollen für den Beruf immer mobiler sein - dann ermöglicht uns das bitte auch und zwar JETZT durch geringere Spritpreise und nicht das beharren auf einer Technik, die bestenfalls in zehn Jahren soweit sein wird, dass sie eine echte Alternative für die meisten Normalsterblichen sein wird.

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