Forum: Wirtschaft
Energiewende: Macht Strom billiger und Benzin dafür teurer!
DPA

Die Energiesektoren als Ganzes denken: Die SPD will mit dieser Idee des eigenen Wirtschaftsministeriums nichts zu tun haben. Dabei wäre es der überfällige Impuls für eine echte Energiewende.

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qoderrat 05.01.2018, 11:01
90.

Zitat von
Womit wir wieder bei Leonardo DiCaprio wären: Eine ganzheitliche Energiepolitik - das ist ein Gedanke, den man gar nicht tief genug ins Unterbewusstsein der zuständigen Politiker einpflanzen kann.
Falsch. Diese müsste man zuerst dem Verbraucher einpflanzen, oder realitätsbezogener ihn ersatzweise davon überzeugen.

Allein dieser Schlusssatz zeigt wieder, wie weitgehend auch die Presse der Meinung ist, die Bevölkerung zählt bei Zukunftsentscheidungen nicht mehr. Und genau das wird nicht funktionieren, wenn man es nicht schafft die Bevölkerung wenigstens zur Hälfte von der Notwendigkeit einer solchen umfassenden Energiewende zu überzeugen werden massive politische Verwerfungen die Folge sein, wenn man versucht dies von oben durchzudrücken.

Und um dies zu schaffen müssten auch noch ganz andere Randbedingungen geändert werden, z.B. dass Arbeitnehmer in Bürojobs Anspruch haben auf Heimarbeit um damit die völlig unnötige Mobilität zu vermeiden, damit könnte man dann die notwendige Mobilität für produzierende Arbeitsplätze quersubventionieren. Aber an solche Themenfelder wird sich dann wieder keiner in der Presse und/oder der Politik herantrauen, weil unsere Industrielobby ganz schnell opponieren würde.

Wer aber glaubt, man könne solche Veränderungen erzwingen und ausschliesslich auf dem Rücken des kleinen Arbeitnehmers austragen, wird sich später über die Konsequenzen wundern.

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bullermännchen 05.01.2018, 11:01
91.

Würde unsere Regierung die Klimaziele aber auch in der Umsetzung ernst nehmen, dann bräuchte man hier nicht zu ändern. Wer aber Betrug und unverschämte Übervorteilung der Automobil- und anderer Industrien durchwinkt, der braucht sich nicht zu wundern. Praktisch fahrbare Verbrauchs-Höchstgrenzen sowie Schadstoffgrenzen die auch im KFZ-Alter von 10 Jahren eingehalten werden müssen, bei Verfehlung rigoros die Zulassung entziehen und gut.
In Thailand gibt es eine Telefonnummer die an den Straßen immer wieder gezeigt wird. Die ruft man an wenn ein Fahrzeug mit qualmendem Auspuff gesehen wird. Es dauert keine 5 Tage und die Kiste ist beschlagnahmt wenn sie die Werte nicht einhält.

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aberhalloja 05.01.2018, 11:01
92. Gute Idee gefällig?

Speziell die Presse sollte sich dabei zurückhalten Technik die lange davor steht effektiv nutzbar zu sein zu hypen. Dieselbashing wie Elektromobilitätshype sind Säue die derzeit mit Vorliebe durch die Dörfer getrieben werden und beides ist grosser Unsinn.
Erst wenn die Elektromobilität effektiv und bezahlbar ist und nicht für mehr Umweltbelastung sorgt als die Verbrennungstechnologien ist die Zeit reif.

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hifimacianer 05.01.2018, 11:02
93.

Zitat von U.Zimmermann
War es nicht der SPIEGEL, der vor einigen Monaten dargelegt hat, wie wenig sinnvoll eine Gebäudedämmung in vielen Fällen ist? Und rechnet es sich überhaupt, wenn man sein Haus nicht in leicht entflammbare Dämmung einhüllt - in sehr vielen Fällen sicher nicht?! Gut gedämmte Fenster und ein gedämmtes Dach sind sicher sinnvoll, aber eine Fassadendämmung ist nur bei wirklich sehr alten Gebäuden eine Überlegung wert.
Es gibt keine leicht entflammbare Dämmung!
Polystyroldämmplatten sind als schwer entflammbar klassifiziert, und wenn man nach aktuellen Vorschriften baut, wird eine mit PS-gedämmte Fassade auch nicht brennen.

Und ihr Vorschlag der gut gedämmten Fenster ist gerade kontraproduktiv! Entweder man macht beides (Fenster und Dämmung), oder lässt es lieber wie es ist. Ansonsten bekommt man leicht Schimmelbildung.

Eine Fassadendämmung ist immer dann (rechnerisch) sinnvoll, wenn man bei der Sanierung ohnehin auch den Putz erneuern will. Denn dann ist der Mehrpreis nicht so hoch.

Auf der anderen Seite sollte man nicht alles nach dem "rechnet es sich" beurteilen. Denn wir geben ständig Geld für unser Wohlbefinden und Komfort aus, ohne dass es sich "rechnet". Und eine Wärmedämmung kann man als genau das betrachten, einen Komfortgewinn, da man ein deutlich angenehmeres Wohngefühl bekommt. Keine kalt abstrahlenden Wände etc., das ist schon angenehm.

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_gimli_ 05.01.2018, 11:02
94.

Solche Vorschläge machen nur weltfremde Leute. Selbst in Regionen mit guter Infrastruktur, wie beispielsweise in Mittelfranken, sind Leute auf den Dörfern zwingend auf Autos angewiesen. Und da reden wir nicht von Fahrzeugen in der Preisklasse oberhalb 60.000, wo sich heute die sog. Elektromobilität abspielt, sondern um die 20.000 €. Und die Leute müssen zum Arbeitsplatz durchaus Strecken um die 50 km zurücklegen. Schwätzer, die jetzt mit dem Argument "da müssen die Leute halt näher an den Arbeitsplatz ziehen" kommen, vergessen in ihrer "Argumentation", dass Familienmitglieder oft nicht am gleichen Ort arbeiten, dass Wohnraum in den Ballungszentren heute bereits fehlt und dass man der Entvölkerung der ländlichen Gebiete strategisch eher entgegenwirken muss.
Die Elektromobilität hat gerade im ländlichen Umfeld auf Basis der heute verfügbaren technischen Rahmenbedingungen (Preis, Reichweite, Auflademöglichkeiten, Aufladezeit usw.) keine Chance. Die Zukunft ist dort das Wasserstoff- oder Gas-betriebene Auto.

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ThePat 05.01.2018, 11:02
95. Guter Beitrag - nur keine Ahnung von Filmen

Halte den Kommentar zur Sektorkopplung für sehr richtig. Nur hat Brat Pitt nix mit dem Film Inception zu tun - das war Leonardo DiCaprio

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herbert_gottschalk 05.01.2018, 11:02
96. Bitte ganzheitlich denken

"Macht dies teurer und jenes billiger" greift immer zu kurz. Wirksamer Klimaschutz bedeutet einen Umbau der Gesellschaft in allen Bereichen. Um nur einige Stellschrauben zu nennen, die leider häufig ausgeblendet scheinen:

1) Der ÖPNV muss von der Fessel der Kostendeckung befreit und massiv ausgebaut werden. Ein attraktiver und leistungsfähiger ÖPNV ist konkurrenzlos und bringt das Blech von der Straße.

2) Etwa 40% der Pendler könnten von Zuhause aus arbeiten, wenn sich die Arbeitgeber flexibler zeigen und gleichzeitig landesweit die Web-Anbindungen voran gebracht würden. Dies würde zudem die Wohnmarktsituation in Ballungsräumen entspannen.

3) Radfahrfreundliche Städte sind möglich – und würden Straßen sowie den ÖPVN weiter entlasten.

4) National wie international brauchen wir effizientere Antriebe für die Schiffsflotten rund um den Globus. Hier wird immernoch Tag für Tag Schweröl in gigantischen Mengen verbrannt.

5) Wir müssen aufhören, immer mehr Grünflächen zu versiegeln. Immernoch werden über Nacht Naturschutzgebiete zubetoniert, sobald ein expandierendes Unternehmen die Arbeitsplatzkarte zieht.

6) Flughäfen sollten keinem Verdrängungswettbewerb ausgesetzt sein, sondern zwingend Synergien nutzen – wie das internationale Bahnnetz. Die Entwicklung Kassel Calden / Hahn / Frankfurt mahnt ausreichend.

7) Weniger Fleisch! Die Frage der Welternährung ist ganz entscheidend und beeinflusst das Klima enorm.

Und und und …

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hoimar 05.01.2018, 11:03
97. Ja, genau

wir bezahlen ja schon jetzt nicht genug. Die "Bonzen in Berlin" sowie "Industrie v4.0" bekommen den "Rachen nicht voll genug". Erst wird die Energiewende an "die Wand gefahren", jetzt soll wieder einmal der Bürger mit seinem Geld die Fehlentscheidungen "quer finanzieren". Die Ernergiekonzerne konnten sich "freikaufen" von der Atomstromproduktion der Rest wird dann in deutscher Mentalität "umverteilt" auf diejenigen, die hier noch arbeiten. Wenn jemand gerne die Demokratie schnellmöglich sterben sehen möchte, verfährt politisch gerne so weiter.

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ruediger 05.01.2018, 11:03
98.

Hier versucht wird wieder mal versucht eine Technolgie (Strom) vorzuschreiben anstatt die gewünschte Wirkung (bessere Luftqualität) zu fördern. Dies hat (wie man am besten am EEG sieht) normalerweise nicht die gewünschte Wirkung zu optimalen Kosten zur Folge. Stattdessen wird hoher volkswirtschaftlicher Aufwand betrieben um die gewünschte Techn ologie einzuführen und die Luft damit nicht unbedingt besser.

Sehr viel besser wäre eine technologieneutrale Zielvorgabe (hier der Schadstoffe) die dann entsprechend besteuert wird. Dabei würde man aber feststellen, dass Benzin schon heuete pro Tonne CO2 weit höher besteuert ist als irgendeine Form der Stromerzeugung.

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hhseguin 05.01.2018, 11:04
99. Wie gehabt.

Den optimalen Fußabdruck hat das Erdgasauto, das sein CO² für den P2G-Prozeß wieder einsammelt, Man sehe dazu einen Kreislauf bei EE-Papst Prof. Quaschning. Hier nun entscheidet sich der grüne Hirnschoner zwischen zwei ausgebauten Versorgungsnetzen (Strom, Gas) für das minder intelligente, ignoriert den mehrmonatigen Vorrat, sowie den in jedem Dorf implementierbaren Kompressor und wickelt Deutschland in Klingeldraht ein. Aktuell propagierte CO² Bremse wäre die Renaturierung neuer Feuchtgebiete (Moore).

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