Forum: Wirtschaft
Energiewende: Macht Strom billiger und Benzin dafür teurer!
DPA

Die Energiesektoren als Ganzes denken: Die SPD will mit dieser Idee des eigenen Wirtschaftsministeriums nichts zu tun haben. Dabei wäre es der überfällige Impuls für eine echte Energiewende.

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fzappel 05.01.2018, 10:54
80. Strom billiger

Strom (elektrische Energie) gehört im 21. Jahrhundert zu der Grundversorgung unserer Gesellschaft. Der Staat greift dem Bürger beim EEG kräftig in die Tasche: und obendrauf kommen immer noch 19% MwSt. Würde Energie mit dem verminderten MwSt Satz besteuert, würden sich die Energiekosten für die Privathaushalte drastisch verringern. Dies entspräche auch der Idee des verminderten MwSt Satzes, der gewährleisten soll, dass die Grundbedürfnisse der Bürger bezahlbar bleiben sollen.

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lupenreinerdemokrat 05.01.2018, 10:54
81.

Strom billiger - ja, auf jeden Fall! Deutschland ist ja leider, Energiewende sei dank, der Spitzenreiter bei Strompreisen. Hier wäre dringender Handlungsbedarf.
Benzin teurer - Geschwätz. Solche "Weisheiten" könnten von E. Honecker, J. Stalin oder Mao Tse Tung kommen, aber von einem aufgeklärten Menschen des angeblich "freien Westens" ist so eine Aussage bemitleidenswerter Unfug, weil nichts anderes als Planwirtschaft.

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häuptling88 05.01.2018, 10:55
82. richtig rechnen ...

Zitat von Palisander
wie das all die Menschen machen sollen die untere Einkommen haben und auf dem Land leben? In meiner Region würde das nicht funktionieren, da hier jeder auf ein Auto, egal wie alt angewiesen ist. Der nächste Supermarkt ist 8 Kilometer entfernt. Solche Ideen kann auch nur ein Mensch machen der in der Stadt lebt. Und ein Elektroauto kann hier nicht funktionieren. Berge und Täler ohne Ende. Keine Infrastruktur für eine solche Technologie, und überwiegen 50+ Bevölkerung.
Immer erst mal "Nein" schreien - wenn Sie 2 x pro Woche in den Supermarkt zum Einkaufen fahren, dann macht das im Jahr ca. 5 € mehr aus (bei 5 % Spritpreiserhöhung), da können Sie sicher sein, dass Sie bei einem niedrigeren Strompreis auf alle Fälle ein Plus machen!
Ich persönlich glaube sogar, dass die Infrastruktur auf dem Land eher bereitstehen wird, als in der Stadt (da mehr Platz vorhanden ist).

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LPS333 05.01.2018, 10:56
83. Strom billiger und Benzin teurer?

Auf alle Fälle hat der Mensch der diese schwachsinnige Idee hatte keine Ahnung davon was es heißt in der Provinz zu leben und sich für jede Besorgung, jeden Arztbesuch, jeden Behördengang, für die Fahrt zur Arbeit, also für Alles und Jedes auf das Auto verlassen zu müssen.
Eigentlich sollte der Verfasser doch wissen das längst nicht jeder in der Stadt wohnt und nen tollen ÖPNV für sich in Anspruch nehmen kann !

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krypton8310 05.01.2018, 10:57
84.

Zitat von stranzjoseffrauss
Prof. Sinn von der LMU wies vor kurzem darauf hin, dass es zuwenig Speicherkapazitäten für überschüssige Wind- und Solarkraft gibt, und daher auf lange Zeit eine Doppel-Infrastruktur vorgehalten werden muss. Unsere französischen Freunde schlagen sich nicht mit einer sog. Energiewende und den im Artikel ansatzweise beschriebenen Problemen herum, und sparen gut die Hälfte beim Strompreis.
Tja. Und die Amerikaner bezahlen ein Viertel des Strompreises und haben gleichzeitig (!!) den halben Benzinpreis. Trotzdem verkaufen sich E-Autos bei denen nicht schlechter als bei uns. Das wäre doch mal ein vorbildliches Modell. Aber der deutsche Michel steht halt auf finanziellen Schmerz.
Dem einen oder anderen mag das zu pessimistisch sein aber das Erdöl wird irgendwann aufgebraucht sein. Ob das ohne Sparzwang in 30 Jahren der Fall ist oder mit Sparzwang in 60 Jahren, dürfte dem Klima herzlich egal sein. Daher sollte man die Leute einfach so leben lassen, wie sie offensichtlich leben wollen. Der Wandel kommt von alleine.

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keine Zensur nötig 05.01.2018, 10:58
85. Na - da ist ja die Katze aus dem Sack,

und wieder sollen wir umerzogen werden, und wieder dient es wem?

Da gab es mal einen schönen Film - Demolition Man -, der die tolle Zukunft zeigte.

Bisher haben all die Wenden - mir ist schon ganz schwindelig davon - nur eins gebracht: höhere Belastungen für Otto-Normalverbraucher und mehr Geld für die eh schon Betuchten.

Und ganz nebenbei verspargeln wir unsere Landschaft, um Zappelstrom zu bekommen und packen unsere Häuser ein, damit die dann besser brennen. Und weil das so schön unlogisch erscheint - müssen wir uns nur umerziehen lassen.

Ich lasse mir meine Gedanken nicht stehlen. ich stehe sogar dazu, dass ich gern mal analog bin, mein Brot mit der Hand schneide, selber koche - gern auch auf einem alten Küchenofen und und.

Was die Stromfanatiker vollkommen unterschlagen in ihren links-grünen Sozialismusträumen - die Menschen kann man nicht dauerhaft hinters Licht führen zum einen, zum anderen wird ein Strom-Kollaps im Winter zum Aussterben der Deutschen führen.

Das andauernde Geplapper von E-Autos - deren Gesamtumweltbilanz ist schlicht verheerend, da auch die Vogel- und Insektenschreddermaschinen sehr regelmäßig einer Erneuerung unterliegen.

Also - bitte versucht nicht mich umzuerziehen - das haben die Kommis nicht hinbekommen - und ihr werdet es auch nicht schaffen.

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Newspeak 05.01.2018, 10:59
86. ...

Ich verstehe die Logik hinter der Forderung nicht. Strom und Benzin decken zwei voellig unterschiedliche Beduernisse ab, und nur weil es Elektroautos gibt, aendert sich daran erst einmal nichts. Die Forderung ist meines Erachtens daher populistisch bis ideologisch. Man sollte vielleicht einmal naturwissenschaftlich an die Sache herangehen. Es ist voellig egal, was man wofuer benutzt, Strom, Benzin, Atomkraft, sondern es ist wesentlich, was fuer welchen Zweck optimal ist. Elektroautos gab es bereits am Anfang der Automobilentwicklung, aber sie haben sich nicht durchgesetzt, weil Akkus zu schwer und zu ineffektiv waren, weil niemand soviel Strom erzeugen konnte, und weil es damals diese schwarze Fluessigkeit in rauhen Mengen gab, die eine Anwendung gesucht hat, und ein Netz ats Tankstellen einfacher aufzubauen war, als ein Stromnetz. Mittlerweile hat es viele Fortschritte gegeben, die Akkus sind leistungsfaehiger (aber tendendziell immer noch nicht konkurrenzfaehig), das Oel wird knapper und damit teurer, es kann also durchaus sein, dass sich da etwas aendert, in Zukunft, auf Dauer. Nur sollte sich das nach Bedarf aendern, und nicht nach politischem Zwang. Vor allem aber nach naturwissenschaftlicher Plausibilitaet. Wer glaubt, die Individualmobilitaet der Zukunft ersetze einfach nur Benzin durch Strom, der irrt ganz gewaltig. Es wird in Zukunft gar keine herkoemmlichen Autos mehr geben! Weil sie schon heute oft genug ueberfluessig sind. Weil es eigentlich immer schon sinnlos war Tonnen von Metall durch die Gegend zu fahren. Weil man Individualmobilitaet auch anders organisieren kann und wird, z.B. weil sich die Arbeitsbedingungen veraendern werden. Ich kenne genug Leute, die koennten heute schon per Telekonferenz arbeiten, muessen aber wegen eines halbstuendigen Meetings ein paar hundert Kilometer fahren, weil der Chef oder Kunde das will. Sowas muss sich aendern. In der Mentalitaet muss sich was aendern. Es ist egal, ob ich Strom oder Benzin verbrauche, wenn ich beides verschwende. Man muss diese Dinge mal wieder wertschaetzen lernen.

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hikage 05.01.2018, 10:59
87.

Zitat von bluebill
So nett sich auch Wortgebilde wie "ganzheitlicher Ansatz" machen - im Einzelnen ist das alles Humbug. Die Idee, Benzinkraftstoffe noch teurer zu machen als jetzt schon, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Pendler. Die müssen aus den Städten wegziehen und teilweise sehr weite Wege zur Arbeit zurücklegen, weil es die Politik in ihrer Lobbyhörigkeit nicht schafft, bezahlbaren Wohnraum zu forcieren. Öffentlichen Nahverkehr gibt es in großen Gebieten auch nicht mehr, nachdem er privatisiert, kostenoptimiert und ausgedünnt wurde. Elektro-Tankstellen für E-Autos gibt es auf dem Land gar nicht, in den meisten Firmen auch nicht, außerdem sind E-Autos für die meisten Normalverdiener schlicht unerschwinglich. - Jetzt sollen die Opfer dieser Fehler dafür auch noch bestraft werden. Kaum denkbar, dass die Partei, die so etwas durchzieht, nochmal gewählt wird. - Grünes Welterrettertum stößt mal wieder auf das wirkliche Leben.
Sie zäumen das Pferd aus der falschen Richtung auf. Natürlich wäre bezahlbarer Wohnraum in der Stadt eine Lösung. Eine andere wäre aber, die Arbeitsplätze näher zu den Pendlern zu bringen über entsprechende Steuermechanismen. Zumindest bei denen der öffentlichen Hand wäre dies ein leichtes und würde oft noch Geld sparen und wird mancherorts sogar schon praktiziert.

Das Pendlerunwesen einfach so hinzunehmen ist aber sicherlich der falsche Weg und entsprechend falsch ist eben auch die Toleranz einer Subventionierung über unangemessene Kraftstoffpreise.

Die ÖPNV Problematik auf dem Land wird hoffentlich durch autonome Fahrzeuge zeitnah entschärft. Die E-Tankstellen Problematik dürfte auf dem Land jedenfalls viel weniger schwer wiegen, da die Quote an Hof- und Garagenparkplätzen wesentlich höher ist als in der Stadt, so dass ein Laden während der Stehzeiten problemloser möglich sein dürfte.

Und schlussendlich gibt es keinen einzigen Grund, warum E-Autos aus Massenproduktion unerschwinglich sein sollte, ganz im Gegenteil.

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olmen 05.01.2018, 11:00
88. Zu kurz gedacht

denn der Steueranteil an Energie- bzw. Treibstoffkosten ist ohnehin schon zu hoch. "Verschieben" erhöht ohnehin nur die bestehend Unwucht. Zu fragen ist auch, ob die hohen Steueranteile überhaupt Verfassung-konform sind. Und: Hohe Sprit-Preise belasten Bürger auf dem Land, die zwingend auf einen PKW angewiesen sind. Auch sind E-Mobil-Fahrzeuge noch nicht praxistauglich. Ist das alles dem Kommentartor entgangen?

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hausfeen 05.01.2018, 11:00
89. Zwei andere Punkte einer Energiewende wurden ebenfalls ignoriert.

Zum einen der Bedarf an Sromspeicher. Möglichkeiten dafür sind vielfältig. Wird am ehesten erreicht durch spottbilligen Überschussstrom und teureren Strom bei Hochbedarf. Dann lohnt sich Speichern und Wiederverkauf.

Der wesentlichste Punkt ist aber, dass man weg muss von zentralen Produktionsstandorten und monopolisierten Vermarktungen. Smarte Stromnetze (und smarte Speicher - s.o.).sind kostengünstiger, beteiligen die Bürger am finanziellen Gewinn der EEG und benötigen weniger Stromtrassen. Industrie mit intensivem Stromverbrauch versorgt sich meist schon selbst mit Gasturbinenstrom, manche investieren gar in eigene Windkraft oder greifen auf das existierende Stromnetz zu, das dann kaum noch ausgebaut werden müsste. Strom von der Nordsee an die Alpen zu trassieren jedenfalls ist genauso unsinnig wie Weihenstephaner Milchprodukte in Schlewig-Hostein zu verkaufen.

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