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Energiewende: Marktmacht der Stromkonzerne sinkt
DPA

Die Dominanz der Energieriesen am deutschen Strommarkt schwächt sich merklich ab. Das geht aus dem Monitoringbericht der Bundesnetzagentur hervor, der dem SPIEGEL vorliegt.

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In Kognito 11.11.2019, 09:29
1. Black Out und keine Gasleitungen! - Endlich NULL Markt (Macht)

Wenn ich die Jubel-Arie so lese, scheint "man" mit Macht auf die Null-Energie (Versorgung) zusteuern zu wollen. DAS wäre dann gerecht und gewünscht.
Größter Ideologie-Fehler, die Netze von den Erzeugern zu trennen, nur so konnte in die "unproduktiven" Netze quer-investiert werden, da ja die Erzeuger (Strom, Gas, Bahn) ihre Ware auch an möglichst viele Kunden verkaufen wollten. Getrennte Netzbetreiber (Kosten auch noch politisch gedeckelt) haben doch kein Interesse (und Geld), um zu investieren, die müssen auf "Verschleiß" fahren, um Gewinn zu maximieren.

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frankfurtbeat 11.11.2019, 09:45
2. grundsätzlich ...

grundsätzlich sind die Strukturen der EVU`s mit ihrer Marktmacht aufzulösen. Die EVU`s haben sich mit Atomstrom die Taschen voll gemacht und schleichen sich mit lächerlichen "Rücklagem" aus der Verantwortung - falls die Rücklagen jemals gemacht werden ...
Die Politik hat den Stomkonzernen den nächsten Coup verschafft. Eigentlich sollte der Strom günstiger werden - die EVU`s haben das abgelehnt - die Politik erhöht den Gas- und Ölpreis und fördert damit die stromproduzierenden EVU´s. Klasse gemacht - der Verbraucher von Gas und Öl zahlt den Strom - wo immer der auch her kommt - für die Betreiber von ineffizienten Wärmepumpen - die EVU´s zocken weiter ab.

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ic_fly3 11.11.2019, 09:46
3. Marktmacht und MArktanteil sind nicht das selbe

Zitat von In Kognito
Wenn ich die Jubel-Arie so lese, scheint "man" mit Macht auf die Null-Energie (Versorgung) zusteuern zu wollen. DAS wäre dann gerecht und gewünscht. Größter Ideologie-Fehler, die Netze von den Erzeugern zu trennen, nur so konnte in die "unproduktiven" Netze quer-investiert werden, da ja die Erzeuger (Strom, Gas, Bahn) ihre Ware auch an möglichst viele Kunden verkaufen wollten. Getrennte Netzbetreiber (Kosten auch noch politisch gedeckelt) haben doch kein Interesse (und Geld), um zu investieren, die müssen auf "Verschleiß" fahren, um Gewinn zu maximieren.
Der Artikel beschreibt leider nur die Anteile der unterschiedlichen Marktteilnehmer, interessanter wäre die Preisgestaltungsmacht der unterschiedlichen Teilnehmer, denn die hat sich dank den erneuerbaren in alle mögliche Richtungen verzogen und verschoben.

Die Trennung der Netze war/ist eine klasse Idee denn sie ermöglicht Wettbewerb. Der mangelhafte Netzausbau ist politisch gewollt (Seehofer).
Eigentlich müsste Deutschland in mehrere Preiszonen geteilt werden, so wie es in Skandinavien der Fall ist. Dann würde auch der Norden vom Windstrom profitieren und die kosten der Leitungen quer durch Deutschland würden von denen die dadurch günstigeren Strom bekommen getragen. Allerdings würden im Süden die Preise erst einmal in die Höhe schnellen um im Norden würden sie stark fallen.

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karlo1952 11.11.2019, 09:52
4. Die Stromkonzerne brauchen

keine Marktmacht, sondern sie sollen Strom zu vernünftigen günstigen Preisen liefern. Deren Lobby ist immer noch zu groß, sonst würden PV-anlegen auf privaten Dächern besser gefördert, und der Endverbraucher könnte noch unabhängiger von den EVUs sein. Aber die Bundesregierung und die EVUs wollen das ja nicht. Sonst bekämen sie und die anderen Anteilseigner ja weniger Dividende.

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knuty 11.11.2019, 10:06
5.

Zitat von In Kognito
Größter Ideologie-Fehler, die Netze von den Erzeugern zu trennen, nur so konnte in die "unproduktiven" Netze quer-investiert werden, da ja die Erzeuger (Strom, Gas, Bahn) ihre Ware auch an möglichst viele Kunden verkaufen wollten. Getrennte Netzbetreiber (Kosten auch noch politisch gedeckelt) haben doch kein Interesse (und Geld), um zu investieren, die müssen auf "Verschleiß" fahren, um Gewinn zu maximieren.
Sie beschreiben die Situation schon ganz richtig, nämlich dass die Erzeuger ihre Ware an möglichst viele verkaufen wollenn, bloß liegt die Betonung auf "ihre" Ware, den konventionell produzierten Strom. Deshalb wurde das Ü-Netz bis zur Trennung von den Erzeugern auch nicht ausgebaut und deshalb hängt der Netzausbau um fünf Jahre hinter den Plänen hinterher.

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dk.bied 11.11.2019, 10:07
6. Hä?

Zitat von frankfurtbeat
Die Politik hat den Stomkonzernen den nächsten Coup verschafft. Eigentlich sollte der Strom günstiger werden - die EVU`s haben das abgelehnt -
Wie kann man denn Börsenpreise "ablehnen"?
Im Übrigens sollte man sich durchaus mal die Bestandteile der Haushaltskundenstrompreises bei uns in Deutschland ansehen: Der den EVU zustehende Anteil am Strompreis ist seit 2000 nahezu nicht gestiegen.
Was allerdings drastisch gestiegen ist, sind Steuern und Abgaben/Umlagen im Zusammenhang mit der Förderung von Windkraft und PV.
Die wollen uns ständig glauben machen, dass sie ja so "billig" und "konkurrenzfähig" seien... von 2 ct/ kWh Gestehungskosten jubeln die Protagnisten gern!
Wenn dann allerdings die Frage nach einer Reduzierungen der Subventionen gestellt wird, reagiert am ganz schnell verschnupft.
Dies zeigt, was man von den 2 ct/kWh-Behauptungen zu halten hat.

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Kaiserstuhlwinzer 11.11.2019, 10:09
7. ich werde den Verdacht nicht los,

daß dies ein größerer Irrtum ist. Schließlich sind die großen Verteilungsnetzbetreiber früher Bestandteile der Großstromerzeuger gewesen, bei RWE z. B. war es das erklärte Ziel, die Netze "bis zur letzten Steckdose" in den Konzern zu integrieren. Die Netze wurden durch das "unbundling" zwar institutionell von den Erzeugern getrennt, man darf aber nicht vergessen, daß die Personen blieben, und diese haben alle ein Gedächtnis und waren / sind von der alten Konzernstrategie geprägt (gewesen), hatten auch alle noch ihre Verbindungen dorthin und umgekehrt. Deshalb drängt sich mir die Vermutung auf, daß bei den "Hindernisse" beim Netzausbau, insbesondere bei den "backbones" in N-S-Richtung und bei der bayerischen Politik die Einflußnahme der alten Großstromerzeuger gewirkt hat und noch weiter wirkt. Es wäre sicher ein lohnendes Feld für den investigativen Journalismus, hier mal - auch bei den Bürgerinitiativen - ein bißchen genauer hinzuschauen. Denn nichts bemst den Umstieg auf die Erneuerbaren effizienter als fehlende Transporteinrichtungen - eine Effizienzstrategie ganz eigener Art!

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dk.bied 11.11.2019, 10:13
8. Das ist so nicht richtig!

Zitat von ic_fly3
Eigentlich müsste Deutschland in mehrere Preiszonen geteilt werden, so wie es in Skandinavien der Fall ist. Dann würde auch der Norden vom Windstrom profitieren und die kosten der Leitungen quer durch Deutschland würden von denen die dadurch günstigeren Strom bekommen getragen. Allerdings würden im Süden die Preise erst einmal in die Höhe schnellen um im Norden würden sie stark fallen.
Aufgrund des geringen Ausbaustands sind derzeit weniger die Kosten für Ausbau und Wartung des Netzes als viel mehr die Maßnahmen zur Netzfrequenzhaltung wesentliche Kostenreiber. Und die würden dann ja auch vorwiegen in Regionen mit hochvolatiler Einspeisung als Auslöser dieser Kosten zu tragen sein.
Allein in 2018 betrug der Aufwand für Redispatchmaßnahmen in Deutschland rekordmäßige 1. Mrd. Euro

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In Kognito 11.11.2019, 10:15
9. Die erzeuger bekamen 2019 ca. 7,61 Cent / kWh

Zitat von karlo1952
keine Marktmacht, sondern sie sollen Strom zu vernünftigen günstigen Preisen liefern. Deren Lobby ist immer noch zu groß, sonst würden PV-anlegen auf privaten Dächern besser gefördert, und der Endverbraucher könnte noch unabhängiger von den EVUs sein. Aber die Bundesregierung und die EVUs wollen das ja nicht. Sonst bekämen sie und die anderen Anteilseigner ja weniger Dividende.
Die Preise sind schon ok, nur kassieren die "grünen" Ideologen und der Staat zu viel für die "Regulierung"

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