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Energiewende: Mieter sollen für Solaranlagen Geld bekommen
DPA

Von Solaranlagen auf dem Dach profitieren bisher nur Vermieter. Das soll sich nach SPIEGEL-Informationen ändern: Das Wirtschaftsministerium will einen Teil der Förderung auch Mietern zukommen lassen.

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hanfiey 25.02.2017, 10:44
1. zuerst Betriebsstrom

Was die Mieter wirklich entlasten würde, wäre den Betriebsstrom von Licht und Wärme direkt einzuspeisen in das Haus. Leider wird aber der Strom wohl erst in das Spannungsnetz geleitet und dann wieder zurück. Das belastet die Netze unnötig und die Kosten tragen die Mieter.

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Flari 25.02.2017, 10:57
2.

Zitat von hanfiey
Was die Mieter wirklich entlasten würde, wäre den Betriebsstrom von Licht und Wärme direkt einzuspeisen in das Haus. Leider wird aber der Strom wohl erst in das Spannungsnetz geleitet und dann wieder zurück. Das belastet die Netze unnötig und die Kosten tragen die Mieter.
Die Leitungen des Einspeisezählers und der Verbrauchszählern sind aus Netzsicht direkt vor den Zählern verbunden, i.d.R. in gleichem "Zählerkasten".
Wie bitte soll da eine Belastung des "Netzes" stattfinden, WENN der PV-Strom zeitgleich im Haus verbraucht wird?

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palettenpit2014 25.02.2017, 11:01
3. Garnicht so dumme Idee

Ich bin zwar nur Selbstnutzer / Vermieter, aber die Idee, den Mieter an den Vorteilen zu beteiligen, halte ich für durchaus gerecht. Man kann zwar herummäkeln, dass die SPD schon 3 Jahre Zeit gehabt hätte, die Idee umzusetzen - aber der Gedanke muss einem erstmal kommen. Und die Umsetzung der Grundidee dürfte auch noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Leider darf man den Vorteil des Mieters auch nicht unbegrenzt hoch gestalten, denn er finanziert das Ganze nicht und trägt auch nicht das wirtschaftliche Risiko...

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smartphone 25.02.2017, 11:07
4. Fremdstrom

SO ist es , Die Solaranlagen"kunden" schließen einen Vertrag mit dem na sagen wir öffentlichen Netzbetreibern ab . Das heißt , "Ihre" Solaranlage hat mit der eigentlichenHausversorgung überhaupt nichts zu tun . Sie beziehen IMMER Strom vom Lieferanten und verkaufen bei guter Wetterlage in dessen Netz . Im weiteren heißt dies, das bei einem Stromausfall sie dito ohne Strom dastehen . und btw auch nix an den Anbieter verkaufen können . Das heißt nur eine vollautarke eigene Stromgewinnung nutzt das Solarpanel wirklich. Bei einem Mehrfamilienhaus installiert typischerweise der Vermieter eine solche Anlage - und wie Sie aus den obigen Ausführungen erkennen , hat der potentielle Mieter mit der Anlage gar nichts zu tun.

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dg7raq 25.02.2017, 11:13
5. Schieflast oder Symmetrie

Die Netze werden teilweise belastet und teilweise entlastet:

Belastet:
Z.B. Einphasige PV-Anlage auf der ersten Phase, Verbraucher im Haus überwiegend auf der zweiten und dritten Phase im Haus.

Entlastet:
Große PV-Anlage auf allen drei Phasen, Verbraucher auch gleichmäßig verteilt auf alle drei Phasen.

Die Unterschiede der einzelnen Phasen darf bei Lieferanlagen und Bezugsanlagen zwar nur 4,6kW betragen, aber das kann schon zu einer Unsymmetrie von 9,2kW führen..

Viele Grüße,
DG7RAQ

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Eduschu 25.02.2017, 11:14
6. Gesäusel

Der Vermieter soll also bitteschön die Energiewende vorantreiben und dafür ordentlich investieren. Andere aber, die nicht für den Unterhalt der Anlage aufkommen müssen, sollen dafür gut ein Viertel des Ertrags erhalten. Das funzt nie und nimmer und ist wahlkampfbedingtes sozialromantisches Wir-haben-jetzt-den-Schulz-und-sind-auch-sonst-endlich-wieder-ganz-dufte-Gesäusel.

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janne2109 25.02.2017, 11:14
7.

verbilligter Mieterstrom interessiert doch einen Eigentümer nicht, und warum sollte es auch? Wenn ich eine Anlage baue als Eigentümer dann möchte ich auch davon profitieren. Mensch Frau Zypries- Sie sind doch sonst so eine clevere Frau, schon im Wahlkampfmodus?

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rkinfo 25.02.2017, 11:18
8. Irrer Ansatz, der nur für Deutschland taugt

Wir benötigen endlich wieder echte Preise für Ökostrom. Vorteil der ortsnahen Erzeugung und Verbrauch ist, dass Netzkosten und EEG -Umlage für externe Anlagen logischerweise entfallen. Damit wären 10-15ct Sonderpreis für Mieter gerechtfertigt, aber nicht kostenlos plus Erstattung.
Zukunftsträchtiger ist eh der Bau von großen PV-Anlagen bei Großabnehmern, wie Autobahntankstellen für E-Autos. 20 Zapfsäulen a 50 KW benötigen 1.000 kW oder besser 2.000 kW Peak (als 800V Gleichstrom) um im Sommerhalbjahr ca. 5-8h den Ladestrom liefern zu können. Diese Anlage auf 200-500 Miethäuser zu stellen und in 400V Drehstrom zu wandeln ist hingegen zukünftig sinnlos.
Auch macht es Sinn, PV-Strom aus Südeuropa zu importieren um den Außenhandesüberschuss zu reduzieren.

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sfk15021958 25.02.2017, 11:21
9. M.E. reine Effekthascherei,...

... hätte alles schon geschehen können und ist der Wahl geschuldet. Man wundert sich nur, was sich die SPD so alles einfallen läßt und so tut, als wäre es "auf ihrem Mist gewachsen"!

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