Forum: Wirtschaft
Energiewende: Mieter sollen für Solaranlagen Geld bekommen
DPA

Von Solaranlagen auf dem Dach profitieren bisher nur Vermieter. Das soll sich nach SPIEGEL-Informationen ändern: Das Wirtschaftsministerium will einen Teil der Förderung auch Mietern zukommen lassen.

Seite 5 von 19
binismus 25.02.2017, 13:05
40. Mieter sollen für Solaranlagen Geld bekommen

Die können sich ihr Geld sparen. Nachdem ich regelmäßig 70 Euro pro Monat Vorauszahlung geleistet habe, am Ende der Abrechnung noch von 990 Euro Nachzahlung überrascht wurde und mein Anbieter RWE sich auf keine Ratenabzahlung einlassen wollte, habe ich mir eine Solaranlage auf meinem Balkon aufgebaut. Südwestseite.
Ohne die Bausubstanz dabei zu behelligen. Seitdem zahle ich nach meinem Anbieterwechsel mit Hilfe der Verbraucherzentrale und täglicher Stromkontrolle nur noch bei 40 € pro Monat. Für die ich nach der letzten Abrechnung noch eine Gutschrift, in Höhe von 13 € erhielt. Mittlerweile liege ich trotz Dauergebrauch einer größeren Computeranlage bei ca. 4 Kw pro Tag. Was ich auch noch reduzieren werde!!! Da brauche ich das Geld des Staates nicht. Und erst recht nicht als Kredit. Die Investition macht sich selbst bezahlt!!!

Beitrag melden
tpro 25.02.2017, 13:07
41.

"...Das Wirtschaftsministerium will einen Teil der Förderung auch Mietern zukommen lassen...."

Warum nicht? Dann sollen die Mieter sich aber auch an den Investitionen und an den Kosten der Wartung beteiligen. Und schnell löst sich die Geschichte in Luft auf.

Beitrag melden
catcargerry 25.02.2017, 13:09
42. Die Welt ist bunt

Zitat von neue_mitte
Müssen Ihre Mieter aufs Dach steigen, um das Dach Ihres Hauses zu sehen? Jedes Standard-Dach sieht man auch von unten. Bzw. sieht man nicht, weil die Ziegeln ja von PV-Zellen verdeckt werden. Sportstätten sind eine gesellschaftliche Institution vom Volk für das Volk. Völlig OK. Kein Vergleich mit etwas, wovon eine einzelne Person finanziellen Profit hat. Die Mieter beziehen Strom vom Stromanbieter, klar. In den Stromkosten sind EEG-Umlagen dabei, die an den Staat weitergeleitet werden, der Ihre PV-Anlage subventioniert hat. Egal, von wem Ihre Mieter ihren Strom beziehen, spielt ja auch gar keine Rolle. Dank Zwangs-EEG müssen Sie das auch gar nicht von Ihren Mietern wissen.
Die glatten schwarzen Flächen sind jedenfalls ästhetisch unbedenklicher als manche bauliche Zuckerbäckerapplikation - sie sind vor allem kein emotionales Problem meiner Mieter. Dass z.B. der DFB eine gesellschaftliche Institution ist, mag sein, macht ihn aber nicht weniger toxisch, im Gegenteil, "für das Volk" ist allerdings sehr fraglich. Der normale Haushalt zahlt für Ökostrom nicht mehr Aufpreis als er Rundfunksteuer, vornehmlich für Fußballermillionen, zahlt - um einmal Ihre Argumentationsebene aufzunehmen.

Beitrag melden
tpro 25.02.2017, 13:13
43.

Zitat von ir²
Beteiligen sich die Mieter an den Investitionen? Oder wie stellt man sich das im Elfenbeinturm so vor? Der Eigentümer trägt die Investition allein, der Gewinn geht aber teilweise an den Mieter? Das wird nicht funktionieren; aber es handelt sich sowieso nur um ein Wahlkampfargument welches die Wahlviecher in den eigenen Stall locken soll....
Das ist typische Sozen- und Linkendenke: Das Geld anderer Leute verteilen, bis es nichts mehr zu verteilen gibt. Den Unterschied zwischen Dein und Mein kennen sie nur, wenn es um den eigenen Geldbeutel geht. Ich schäme mich heute noch, daß ich bis zu Schröderszeiten SPD gewählt habe.

Beitrag melden
charly05061945 25.02.2017, 13:13
44. Irres Deutschland

Da wird dann das nächste Bürokratiemonster geboren - bekommen wir nun eine Mietersolarenergiebeteiligungsagentur? Da lassen sich doch sicherlich einige verdiente Genossen mit alimentieren! Peter-Prinzip und Parkinsonsches Gesetz - das sind die Grundlagen der deutschen Politik! Auf diese Idee sind ja bisher nicht einmal die Hirnies aus Brüssel gekommen!

Beitrag melden
zweiter 25.02.2017, 13:15
45. Heil Sankt Martin! DDR 2.0 wir kommen!

Ein Mieter hat mit der vom Hauseigentümer investierten Solaranlage exakt genau so viel zu tun, wie mit dem Parkscheinautomat für die Parkplätze der Kommune vor seinem Haus: Nicht das allergeringste! Und eine Partei, die solchen Unsinn verzapft elektrisiert die Wähler? Über die Türkei hat man sich amüsiert im Sinne von "freilaufenden Hühnern, die für Käfighaltung stimmen" - wenn der Schulz Hype für die SPD nicht nur eine Seifenblase ist, um die Union aufzuwecken, sind wir Deutsche noch viel amüsanter: Binnen einer Generation haben wir es dann geschafft, zuerst ein totalitäres System zu überwinden um es dann demokratisch per Wahl wieder auferstehe zu lassen. Aber wenn die Masse so dumm ist, sich von solch dummen SPD Vorschlägen euphorisieren zu lassen, verdient sie es nicht anders, oder wie Winston Churchill schon erkannt hatte: "The best argument against democracy is a five-minute conversation with the average voter."

Beitrag melden
Flari 25.02.2017, 13:15
46. Wer soll die Zuschüsse bezahlen?

Zitat von Artikel
Demnach soll es außer der Zulage für die Vermieter, die die Anlagen betreiben, auch den sogenannten Mieterstrom geben. Je nach Größe der Solaranlage sollen diese Zuschüsse bis zu 3,81 Cent pro Kilowattstunde betragen.
Werden die Zuschüsse bis 3,81 ct/kWh vom EEG-Konto bezahlt, bzw. durch ermässigte EEG-Umlage, steigt die EEG-Umlage für alle anderen.
Wird das aus vermiedenen Netzentgelten bezahlt, die bisher an das EEG-Konto gingen, steigt die EEG-Umlage für alle.
Fallen für den "Mieterstrom" die Netzentgelte des Niederspannungsnetz weg, erhöhen sich diese für alle anderen Verbraucher.

Alles das würde die unsoziale Verteilung der Energiewendekosten weiter vergrössern.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das aus dem allg. Steuertopf finanziert werden soll.

Beitrag melden
Airkraft 25.02.2017, 13:16
47. Hat er doch,...

Zitat von smartphone
SO ist es , Die Solaranlagen"kunden" schließen einen Vertrag mit dem na sagen wir öffentlichen Netzbetreibern ab . Das heißt , "Ihre" Solaranlage hat mit der eigentlichenHausversorgung überhaupt nichts zu tun . Sie beziehen IMMER Strom vom Lieferanten und verkaufen bei guter Wetterlage in dessen Netz . Im weiteren heißt dies, das bei einem Stromausfall sie dito ohne Strom dastehen . und btw auch nix an den Anbieter verkaufen können . Das heißt nur eine vollautarke eigene Stromgewinnung nutzt das Solarpanel wirklich. Bei einem Mehrfamilienhaus installiert typischerweise der Vermieter eine solche Anlage - und wie Sie aus den obigen Ausführungen erkennen , hat der potentielle Mieter mit der Anlage gar nichts zu tun.
Hat er doch, er bezahlt über seine EEG-Umlage die "Party" mit!

Beitrag melden
tpro 25.02.2017, 13:17
48.

Zitat von neue_mitte
Der Mieter erträgt tagtäglich den hässlichen Anblick der PV-Anlage. Der Mieter hat den Lärm und die Umstände bei der Installation ertragen. Der Mieter zahlt in zweiter Instanz mehr für seinen Strom (EEG+ sei Dank), damit der Vermieter sich ein profitable goldene Nase damit verdienen kann? Warum? Warum darf jemand unbehelligt Profit auf Kosten anderer machen?
Der Mieter sieht die Anlage nur, wenn er vorm Haus steht und nach oben schaut. Häßlich ist übrigens subjektiv.

"...Warum darf jemand unbehelligt Profit auf Kosten anderer machen?..."

Mit Verlaub. Das ist eine dumme und pupertäre Frage. Die Antwort lautet: weil jemand Geld in die Hand nimmt und das Geld in die PV-Anlage investiert.

Beitrag melden
pterodactylus 25.02.2017, 13:19
49. Wenn man Investitionen

und diejenigen, die bereit sind gewisse Risiken zu tragen, immer wieder bestraft, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Investitionsquote in Deutschland unterirdisch bleibt. Die Idee risikobehaftetes Geld risikolos an Mieter auszuschütten zeigt nur wieder, wie wenig Ahnung die Ideologen in Finanzfragen haben.

Beitrag melden
Seite 5 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!