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Energiewende: Regierung will Bürgerwindparks stärken
DPA

Erbauer neuer Windparks müssen bald in Auktionen gegeneinander antreten. Laut "SZ" erwägt die Regierung eine Sonderregel, damit kleine Bürgerprojekte sich gegen Großkonzerne behaupten können.

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poetnix 15.02.2016, 12:50
20.

Zitat von fragel
Ich lese oft von Windparks und ihren Nutzen. Nichts dagegen, doch etwas stört mich immer daran, keiner, weder Hersteller, noch Betreiber werden von vornherein in die Pflicht genommen. Wer muss nach der Nutzung auch nur eines Windrades das Fundament dieses Windrades beseitigen? Warum wird verschwiegen, wieviele Tonnen Beton da in die Landschaft gekippt ......
Und genau das ist eine Frage, die Ihnen unsere politischen Schlaumeier nicht beantworten werden.

Ebenso wie die Frage nach der Werthaltigkeit der Rückstellungen für den Abbau der abgeschalteten Atomanlagen ohne Endlagermöglichkeit.
Aber unsere Wortbrei-Politnix haben ja den Steuerzahler als Geisel.

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vitalik 15.02.2016, 13:36
21.

Zitat von collapsar
Ach Gottchen, was heißt denn 'ökonomisch Sinn machen' ? Effizientester Ressourceneinsatz zur Zielerreichung,um mal die neoliberale Sichtweise zu zitieren - dann sollte aber ganz schnell mit der Abschaffung des Individualverkehrs begonnen werden, der .....
Äpfel mit Birnen vergleichen.
Individualverkehr bringt die Leute von beliebigen Punkt A zu einem beliebigen Punkt B, während der öffentliche Verkehr nur vordefinierte Punkte abfährt.
Unabhängig davon, wo oder wie der Strom erzeugt wird, kommt dieser für alle Kunden aus der Steckdose.
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind dabei die wichtigsten Kriterien. Die Unabhängigkeit von Großanbietern ist nun mal ein ideologischer Faktor, welchen aber bei manchen in der Gewichtung alle anderen übersteigt.

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Pless1 15.02.2016, 14:31
22. Satire bitte kennzeichnen!

Zitat von fragel
Ich lese oft von Windparks und ihren Nutzen. Nichts dagegen, doch etwas stört mich immer daran, keiner, weder Hersteller, noch Betreiber werden von vornherein in die Pflicht genommen. Wer muss nach der Nutzung auch nur eines Windrades das Fundament dieses Windrades beseitigen? Warum wird verschwiegen, ......
Ein schöner, satirischer Beitrag. Sie sollten so etwas aber kennzeichnen, zumindest mit einem Zwinkern am Ende, sonst ernten Sie noch einen Shitstorm.

Es gibt nämlich tatsächlich Leute, die das sonst ernst nehmen weil sie nicht wissen, dass Windräder selbstverständlich komplett entfernt werden und das mit der Einspeisevergütung bereits bezahlt ist und diese Leute auch nicht wissen, dass die Grundeigentümer - die ja in der Regel nur Verpächter der Standortflächen sind - hierzu meist Treuhandkonten verlangen, sodass die notwendige Summe zur Entsorgung nicht nur in Rückstellungen gezeigt wird sondern tatsächlich Liquidität dafür zurückgelegt werden muss. Viele Leser hier werden auch nicht wissen, dass Windräder die einzigen Kraftwerke sind, bei denen solche Rücklagen eigentlich unnötig sind, da der komplette Abbau durch die recyclebaren Wertstoffe (insbesondere den Stahl des Turms und in den Fundamenten) bereits abgedeckt und in der Regel bei weitem überschritten ist.

Viele wissen auch nicht, dass so ein Windrad binnen weniger Tage komplett demontiert ist und auch die Fundamente innerhalb einer Woche entsorgt sind. Auch, dass selbst der Beton als Recyclingschotter ein gut nutzbarer Rohstoff ist, zum Beispiel im Straßenbau, wird vielen nicht bewusst sein.

Selbst, dass für den Bau von Windrädern sogenannte Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Umwelt ergriffen werden müssen ist nicht Teil der Allgemeinbildung. Dass da ein vielfaches der versiegelten Fläche in Form von neu angelegten Biotopen wie Hecken, Feuchtbiotope oder ähnlichem neu entsteht und dies natürlich Teil der Bau- und Betriebsgenehmigungen ist wird manchem nicht bewusst sein.

Leute wie Sie und ich, die das alles wissen, werden über Ihren Beitrag sicher schmunzeln, weil er den Gegnern der Energiewende schön den Spiegel vorhält. Aber bedenken Sie eben auch die Unwissenden...

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Pless1 15.02.2016, 14:33
23.

Zitat von fin2010
- was hat der Energieverbraucher = Zahlmeister davon, wenn bestimmte Gruppen bevorzugt werden sollten?
Einen funktionierenden Markt statt einer Rückkehr zum Diktat der "vier Besatzungsmächte" RWE, EON, Vattenfall und EnBW.
Und damit am Ende günstigere Preise für alle.

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hesse 15.02.2016, 14:40
24. Anmerkung: Die EU kann nicht regeln, weil...

Zitat von Habesha
Der Artikel unterschlägt, dass die Auktionen aufgrund der EU Beihilferegeln ab 2017 zwingend einzuführen sind. Die Beihilferegeln sehen zwar eine De-Minimis Regel von 1 MW vor, die aber praktisch jede neue WEG überschreitet.
....sie keine Gesetze erlassen kann. Sie kann allenfalls unverbindlich darüber diskutieren oder es anregen, aber nicht mehr.

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Pless1 15.02.2016, 14:52
25. Nicht versäumt sondern verhindert.

Zitat von horstvonork
Das zahlt der Betreiber, abgesichert über eine BANK (!)-Bürgschaft, hinterlegt beim Grundeigentümer bzw. seit einigen Jahren bei der Genehmigungsbehörde. Sprich im Kleinen funktioniert dass, dass man bei den AKW versäumt hat!
Sie haben recht, allerdings war das bei den AKW kein Versäumnis sondern Absicht. Hätte man für die die Entsorgungskosten der AKW und vor allem der radioaktiven Abfälle tatsächlich Liquiditätsreserven hinterlegen müssen hätten wir heute kein Endlagerproblem - denn es gäbe keinen Atommüll. AKW sind aus dem gleichen Grunde ja nicht einmal versichert.

Atomkraftwerke sind DAS (!) Paradebeispiel für privatisierte Chancen bei gleichzeitig sozialisierten Risiken. Wäre das anders hätte noch niemand je einen Reaktor gebaut - zumindest kein privatwirtschaftlicher Investor.

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fragel 15.02.2016, 15:11
26. Pless1 und horstvonork, viele Dank

Ihr ward die Ersten, die mal eine richtige Auskunft gegeben haben.
Ich war immer etwas vorsichtig, da ich nie daten erhalten habe und nur beobachten konnt, das die Fundamente in der Nacht gegossen wurden. natürlich stutzt man da.
Nochmals danke.

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Ökofred 15.02.2016, 15:27
27. wie meinen Sie das?

Zitat von ulrich_loose
das war schon von Anbeginn an DIE Triebfeder... Der Solarbauer, der Windmüller, "dezentral", "lokale Wertschöpfung" - alles reine Klassenkampfbegriffe um leistungsfähige Konzerne zu zerstören. Leider gilt das bis heute vollumfänglich so.
Aber Wind- und Solaranlagen WERDEN von leistungsfähigen Konzern produziert und gebaut.. General Electric, Siemens (na ja, leistungsfähig mit Einschränkungen) und VESTAS sind Marktführer, VESTAS ist in Dänemark ein Riesenkonzern mit Millardenumsatz und zigtausend Mitarbeitern. Übrigens auch weniger leistungsfähige Energiekonzerne (RWE, E.ON etc..) setzen im grossen Stil auf Erneuerbare.. im Ausland, in D weniger.. Vlt zerstören die sich ganz klassenkämpferisch selbst oder ich verstehe Ihr Argument nicht

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karl-felix 15.02.2016, 15:30
28. So

Zitat von erst nachdenken
Großkonzern stemmt 99%, sucht sich 10 Bürger aus der Umgebung (Mehrzahl der Eigentümer, je unter 10%) für den Rest - und gilt als Bürgerwindpark, tolle Sache.
lerne ich halt täglich hinzu. Die Hälfte ist 1 % . Das muss einem ja erst einmal gesagt werden .

Ob die Auktionen als neues Marktdesign sinnvoll sind , kann ich nicht beurteilen . Es funktioniert beim Gemüsehändler im Grossmarkt, aber ob das bei elektrischem Strom, der für alle ein Existenzbedürfnis ist praktikabel und sinnvoll ist ? Wer weiss. So richtiog traue ich seit dem schwarz-gelben Hickhack und der paradoxen Börse/EEG-Umlage der Planungsintelligenz unserer Bürokraten nicht über den Weg , Eon allerdings mit dem lakonischen Kommentar auch nicht.
Wie auch immer, bei den stark gesunkenen Stromgestehungskosten muss auf jeden Fall die Förderung neu geregelt werden . Evtl könnte man ja einige von den Milliarden der Subventionen für fossile Energien umleiten ?

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prefec2 15.02.2016, 15:32
29. Fuchs hält Zäune für überflüssig

Wen wundert es, dass E.ON eine bürgerfreundliche Regelung ablehnt. Schließlich sind es die kleinen Anbieter die den Großkonzernen das Leben schwer machen. Und nein die kleinen Betriebe sind nicht unwirtschaftlicher als die Großkonzerne. Oftmals ist es anders rum. Solange die Parkgröße mehrere Windräder umfasst ist das wirtschaftlich kein Problem. Offshore wird das schwieriger sein. Aber auch da können Genossenschaften das durchaus stemmen.

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