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Energiewende: RWE-Boss schickt bösen Brief an Merkel

RWE erhöht den Druck auf die Regierung: In einem Schreiben warnt Konzernchef Großmann*die Kanzlerin vor einem übereilten Atomausstieg -*und droht indirekt mit einer neuen Klage. Der Energieriese hätte gute Chancen auf einen Sieg vor Gericht, sagen Experten.

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Florian Geyer 07.06.2011, 08:39
1. Großmann gründen Sie eine neue CDU oder lassen Sie gründen...

Zitat von sysop
RWE erhöht den Druck auf die Regierung: In einem Schreiben warnt Konzernchef Großmann*die Kanzlerin vor einem übereilten Atomausstieg -*und droht indirekt mit einer neuen Klage. Der Energieriese hätte gute Chancen auf einen Sieg vor Gericht, sagen Experten.
Großmann sollte keine bösen Brief schreiben, sondern dafür sorgen, dass der Irrsinn in der CDU ein Ende hat. Es gibt historische Stunden, die schreien nach einer Parteineugründung!

Und wenn ich heute die ganzseitige Anzeige der Solarlobbyisten in der FAZ lese, könnte ich mich in meinen eigenen Hintern treten, dass ich 40 Jahre diese Partei gewählt habe und nun mit meinem Strompreis diese Anzeige über den Aufschlag für erneuerbare Energien mitfinanziere.

Wenn ich höre das Volk will den Ausstieg, so ein Unfug, ich halte ihn für falsch und viele andere auch.

Das Volk wollte auch ganz andere Dinge schon. Und wozu die Einbindung des Volkes durch Volksbefragungen führt zeigt gerade das Beispiel Slowenien.

Mehr Bürgerbeteiligung heißt vor allem mehr politischen Unfug, denn die Mehrheit der Masse ist unpolitisch.

Aber es wundert nicht, dass die Geschichte des Rattenfängers von Hameln eine deutsche Geschichte ist und die Deutschen gerne Rattenfängern hinter herlaufen.

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Enfo 07.06.2011, 08:42
2. Könnt ihr das endlich mal abstellen? Titel sind so überflüssig!

Zitat von sysop
RWE erhöht den Druck auf die Regierung: In einem Schreiben warnt Konzernchef Großmann*die Kanzlerin vor einem übereilten Atomausstieg -*und droht indirekt mit einer neuen Klage. Der Energieriese hätte gute Chancen auf einen Sieg vor Gericht, sagen Experten.
Da bliebt eigentlich nur eines: Energieanbieter wechseln und zwar zu solchen, an denen RWE oder Eon nicht beteiligt sind. Alternativen gibt es genug.
Ich werde es nun endlich machen; hatte es schon etwas länger vor, aber, wenn solche Typen meinen, sie könnten mit unserem Planeten aus reiner Profitgier machen was sie wollten, musss man ein Zeichen setzen - wenn auch nur ein ganz kleines.

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jugo311 07.06.2011, 08:48
3. so isses

RWE erhöht den Druck auf die Regierung: In einem Schreiben warnt Konzernchef Großmann*die Kanzlerin vor einem übereilten Atomausstieg -*

Lieber Bürger, Ihnen paßt ein neues Gesetz nicht ? Sie sind dagegen, immer neue Steuern und Abgaben zu zahlen ? Sie sind der Ansicht, daß die Bundeskanzlerin Ihnen zu dienen hat und nicht dem Staat ?
Kein Problem: schreiben Sie einen Brief - und schon wird gemacht, was Sie wollen und was Ihnen zugute kommt.

Hat hier etwas noch jemand Zweifel, daß Konzerne und Banken/Banker die Politik(er) gekauft und das Sagen haben ?

Da kann der Bürger tun und wählen, was und wen er will - die Regierung kuscht und gehorcht dem Kapital, und sonst niemandem. Und wenn dann mal ein Politiker vom unzufriedenen Bürger abgewählt wird: die Wirtschaft nimmt ihn auf und entlohnt ihn fürstlich für seine/ihre Dienste.

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wanenheim 07.06.2011, 08:49
4. Logisch!

Zitat von sysop
RWE erhöht den Druck auf die Regierung: In einem Schreiben warnt Konzernchef Großmann*die Kanzlerin vor einem übereilten Atomausstieg -*und droht indirekt mit einer neuen Klage. Der Energieriese hätte gute Chancen auf einen Sieg vor Gericht, sagen Experten.
Um politsich zu überleben, hat Merkel das Atomruder komplett herumgerissen, wohl wissend, daß die Energiekonzerne die Milliardenrechnung für die Verlsute durch Enteignung bei den Atomkraftwerken, schon aus aktienrechtlichen Gründen, an die Bundesregierung - also den Steuerzahler - einreichen werden. Das läßt sich dann als gesellschaftliche "Konsenzrechnung" gut vermarkten. Ich bin gespannt, welche Ausrede dann von Rot/Grün kommen wird. Bei denen hätte das selbstverständlich nichts gekostet.
Manchmal bin ich nur noch sprachlos, ob der Dummheit der Massen.

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Steel 07.06.2011, 08:50
5. Erpressung?

Für mich klingt das wie Erpressung. "Wenn ihr nicht die Meiler am Netz lassen wollt, dann verklagen wir euch" Das hört sich nüchtern nach Drohung und Erpressung an.
Herr Großmann sollte besser darauf achten, was er tut und sagt. Er kann ja die Meiler einfach abschalten, aber dann bleibt sein Profit erst recht aus. Des Weiteren sollte er mal überlegen, warum er überhaupt Profit machen kann. Die Entsorgung und Lagerung des von ihm verursachten Mülls übernimmt der Staat.
Ich kann ja verstehen, dass er sauer ist, aber ihm hätte schon unter Rot-Grün klar werden sollen, dass die Atomstromindustrie am Ende ist. Schon damals hätten die Unternehmen anfangen müssen umzurüsten. Da das ausgeblieben ist, liegt die Schuld bei den Energieriesen selbst. Und jetzt maulig zu klagen, halte ich für zukunftsverweigernd, kurzfristig gedacht und kleingeistig.
ich hoffe, Frau Merkel tut mal wieder was gutes und lässt sich nicht erpressen.

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saschaegg 07.06.2011, 08:50
6. aus wirtschaftlichen Gründen erledigt

Warum dreht man die Nummer nicht einfach um?
Stufenweise müssten dann z.B. die KKW Betreiber an den finanziellen Lasten der Endlagersuche, am Betrieb von Konrad und Morsleben und an der Sanierung der Asse beteiligt werden, bis der Anteil 100% beträgt.

Zudem kann man die Mindestsumme der Haftpflichtversicherung für jedes KKW stufenweise erhöhen und 2022 eine Haftpflichtversicherung fordern, die unbeschränkt für alle Schäden eintritt, die das KKW auch bei Havarie verursacht.

Dann braucht es kein erzwungenes Ausstiegsdatum mehr, dann hat sich die Sache aus wirtschaftlichen Gründen erledigt.

Ob die Regierung den möglichen Schadensersatz mit den Konzernen bereits ausgekungelt hat?

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karlauer 07.06.2011, 08:59
7. Angst vor dem Siebenschläfer

Wie man heute auf www.transparency.eex.com sehen kann, tragen heute rund 45GW installierte Wind- und Sonnenenergie gerade mal 5GW im Maximum zur Stromerzeugung bei.

Letztlich hängt die ganze Frage der Umstellung auf erneuerbare Energien an wirtschaftlichen Speichermöglichkeiten. Bis auf Pumpspeicher sind alle Technologien dem Versuchsstadium noch nicht entwachsen und haben zudem recht niedrige Wirkungsgrade.

Somit wird der Atomausstieg bis 2022 wohl eher ein (teuerer) Umstieg auf fossile Energieträger mit Zubau von regenerativer Energieerzeugung.

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Meckermann 07.06.2011, 09:01
8. Rwe

Der RWE-Boss legt es anscheinend drauf an, vom wütenden Mob an der nächsten Straßenlaterne aufgeknüpft zu werden. Nun gut, unser Fehler: etwas so wichtiges wie die Energieversorgung gehört auch nicht in private Hände...

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nickleby 07.06.2011, 09:02
9. Energiewende

Die Kosten der Energiewende werden in mindestens zweistelliger Milliardenhöhe sein. Ob überhaupt genügend Strom für alle Bürger und die Wirtschaft dann noch vorhanden sein wird, ist mehr als fraglich.
Was in Japan geschehen ist, kann sich in Deutschland so nicht abspielen, denn unsere AKWs sind nicht erdbebengefährdet.Was einen Flugzeugabsturz oder islamistischer Terrorattacke angeht, gehören diese zu einem Risiko, das in unseren Nachbarländern äußerst entspannt gesehen wird. Nur in Deutschland reagiert man über, verteufelt die Atomstromproduktion und gefällt sich in der wilhelminischen Haltung "Am deutschen Wesen soll die Welkt genesen"

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