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Energiewende: So könnte der Strommarkt der Zukunft aussehen
DPA

Die Bundesregierung will die Stromversorgung komplett umbauen. Nun haben Wissenschaftler nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen ein Konzept erarbeitet, das ebenso revolutionär wie radikal ist. Die Energiewelt steht vor einem Machtkampf.

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ihatezensur 07.02.2015, 13:02
20. Zurück in die Steinzeit

anstatt dass wir unabhängig vom Wetter konstant geliche Bedingungen für Lebens-, Wohn- und Arbeitsqualität haben, gehen wir zurück in die Abhängigkeit. Die Zeche zahlen dabei die Verbraucher, die mit ihren Einkommen sich eben so gerade selber versorgen können.

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mrotz 07.02.2015, 13:04
21.

> Eines ist den Experten dabei besonders wichtig:...

Es sollte heißen:

Eines ist den "Experten" dabei besonders wichtig:
Ihre Ideologie


Der Artikel lässt sich zusammenfassen zu:
"Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."


Was ist so falsch am alten System? Strom war kostengünstig und der Aufwand gering.
Jetzt ist Strom teuer und der enorme Aufwand fordert seinen Tribut.

mfg

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dafe 07.02.2015, 13:05
22. Just in time manufacturing versus

just in time current consumption also. Auf diesen Konflikt wird der Markt Antworten finden, die am Ende keiner der beiden Fraktionen Freude machen, habe ich die Befürchtung.
Auf der Privatverbraucherseite hatten wir den Zustand erreicht, dass wir uns bei Kälte wärmen können, bei Dunkelheit Licht haben. Die nachts laufende Waschmaschine ist für manche schon ein bißchen viel Fremdbestimmung, der Nachtspeicherofen hat seine eigene Geschichte.
Wenn Stromproduktion und -konsumtion nicht zeitlich entkoppelbar sind, sollen sich eben die Verbraucher nach der Produktion richten und - stellvertretend gesagt - die Wäsche eben dann aufhängen, wenn das smart meter eine Stunde vorher Unterschreitung des Maximalpreises für die kwh gefunkt hat.
Klingt nach neuer Arbeit für Terry Gilliam, finde ich.

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bodo 07.02.2015, 13:06
23. Billiger?

Ich lese flexibel, ich lese elastisch. Wie waere es wenn sich jemand auch darueber Gedanken machen wuerde den Strompreis zu senken um die Industrie und die Buerger zu entlasten.
Nein, im Gegenteil. Derjenige der Strom verbraucht ist ein Boeser und muss damit bestraft werden wenn er mehr verbraucht.
Dieses Denken ist typisch deutsch. Ich lebe seit ueber 10 Jahren in den USA. Wir bezahlen ca. die Haelfte des deutschen Stompreises hier. Die Entlastung fuer einen einzelnen Haushalt ist gigantisch. (Von Benzinprisersparnis wollen wir gar nicht reden)
Zugegeben man macht sich hier weniger Gedanken um den Umweltschutz als in Deutschland und man hat eine andere Situation aber der Amerikaner denkt immer auch daran wie er die Kosten seiner Buerger halten oder verringern kann.
Ich denke, dass es das Mindeste bei einem Strategie- und Systemwandel ist, wenn man den Punkt Ersparnis ganz nach oben stellt und nicht unten rauswirft. bk

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emmimaus 07.02.2015, 13:06
24. Die grossen und die kleinen

Die produzierenden Konzerne werden sich dagegen wehren. Sie werden nach alther gebrachter Manier auf die Kalkulierbarkeit ihrer Produkte verweisen wollen. Ich als kleiner Privatverbraucher möchte aber auch mein Essen dann garen, Wäsche waschen und v. m. wenn Energie billig ist. Ein weiter Weg.... mit vielen Steinen..

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ernstrobert 07.02.2015, 13:08
25. bitte vollständig

Zitat von wiealle
denn die Zutaten dieses Konzeptes sind ja hinreichend bekannt. Was irgendwie keiner sagt, ist dass die Option einer Wahl zwischen zentralisiert und dezentral gar nicht besteht. Das Stromnetz unterliegt den gleichen logischen Prinzipien wie das Kommunikationsnetz: Dezentral ist stabil, zentral nicht. Dezentral ist flexibel, zentral nicht. Dezentral ist preiswert, zentral nicht. Dezentral erlaubt jedem die Teilnahme, zentral nicht.
Sie sollten aber fortfahren: Dezentral ist unsicher, zentral nicht, dezentral hat Leistungsgrenzen, zentral nicht, dezentral ist unwirtschaftlich, zentral nicht, dezentral ist (potenziell) unsolidarisch, zentral versorgt alle.
Nur der Vollständigkeit halber.

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ClausWunderlich 07.02.2015, 13:09
26.

Also zahlt wie bisher schon der private verbraucher den ganze umstieg der energieversorgung!

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mrotz 07.02.2015, 13:11
27.

Zitat von wiealle
denn die Zutaten dieses Konzeptes sind ja hinreichend bekannt. Was irgendwie keiner sagt, ist dass die Option einer Wahl zwischen zentralisiert und dezentral gar nicht besteht. Das Stromnetz unterliegt den gleichen logischen Prinzipien wie das Kommunikationsnetz: Dezentral ist stabil, zentral nicht. Dezentral ist flexibel, zentral nicht. Dezentral ist preiswert, zentral nicht. Dezentral erlaubt jedem die Teilnahme, zentral nicht.
Dezentral war das Netz schon immer.
Oder stehen etwa alle Kraftwerke in Berlin?

Aber in Zukunft wird bei Sturm ein nicht erhblicher Anteil Stromüberschuss im Norden der Bunderepublik zu verorten sein.

Es wird dezentral erzählt, weil man überall seine Windräder und Sonnenpaddels hinkleckert, aber das Ergebnis der Produktion ist nicht dezentral, da das Wetter großflächig korelliert ist.

mfg

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vanselow 07.02.2015, 13:11
28. Ansatz richtig

Der Ansatz ist richtig, den Strompreis in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage zeitlich zu ändern. Jedoch müsste der Strompreis auch noch örtlich unterschiedlich sein: Wenn gerade in Norddeutschland viel Windstrom produziert wird, sollte dort der Strompreis auch niedrig sein, während in Bayern dann z. B. der Strompreis hoch ist, weil es dort keinen Windstrom gibt. Das würde die Bayern motivieren, selbst Windräder aufzustellen. Auch sind die Netzentgelte zu starr: Es sollten Stromtransportkosten in Abhänigkeit vom Transportweg erhoben werden. Wenn also der Strom über große Strecken transportiert wird, werden die Transportkosten höher und umgekehrt. Ebenso sollten die Transportkosten niedriger sein, wenn z. B. in der Nacht die Netze nicht ausgelastet sind und höher für bestimmte Strecken, wenn zu einem Zeitpunkt diese Strecken überlastet sind. Das würde Anreize setzen für einen gezielten Netzausbau oder die Installation von dezentralen Speichern, so dass das Stromnetz möglichst optimal ausgelastet wird. Stromtransport könnte dann z. B. in der Nacht von einem Speicher zu einem anderen erfolgen, wenn die Stromtransportkosten klein sind und würde so am Tag die Stromnetze entlasten.

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vanselow 07.02.2015, 13:11
29. Ansatz richtig

Der Ansatz ist richtig, den Strompreis in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage zeitlich zu ändern. Jedoch müsste der Strompreis auch noch örtlich unterschiedlich sein: Wenn gerade in Norddeutschland viel Windstrom produziert wird, sollte dort der Strompreis auch niedrig sein, während in Bayern dann z. B. der Strompreis hoch ist, weil es dort keinen Windstrom gibt. Das würde die Bayern motivieren, selbst Windräder aufzustellen. Auch sind die Netzentgelte zu starr: Es sollten Stromtransportkosten in Abhänigkeit vom Transportweg erhoben werden. Wenn also der Strom über große Strecken transportiert wird, werden die Transportkosten höher und umgekehrt. Ebenso sollten die Transportkosten niedriger sein, wenn z. B. in der Nacht die Netze nicht ausgelastet sind und höher für bestimmte Strecken, wenn zu einem Zeitpunkt diese Strecken überlastet sind. Das würde Anreize setzen für einen gezielten Netzausbau oder die Installation von dezentralen Speichern, so dass das Stromnetz möglichst optimal ausgelastet wird. Stromtransport könnte dann z. B. in der Nacht von einem Speicher zu einem anderen erfolgen, wenn die Stromtransportkosten klein sind und würde so am Tag die Stromnetze entlasten.

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