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Enteignung von Ölkonzern: Spanien droht Argentinien mit Wirtschaftskrieg
REUTERS

Zwischen Argentinien und Spanien eskaliert ein Wirtschaftsstreit: Buenos Aires will eine Tochter des spanischen Ölkonzerns Repsol verstaatlichen, die Regierung in Madrid droht mit schneller Vergeltung. Es wäre die größte Enteignung im Energiesektor seit zehn Jahren - die Konzern-Aktien fallen.

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Marshmallowmann 18.04.2012, 23:39
1.

Firmen verstaatlichen die anderen Ländern gehören. Doch, dieses Staatsoberhaupt kann man dann sehr wohl als Verbrecher bezeichnen.

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ex_t_kunde 18.04.2012, 23:52
2. Kluge Argentinier

Zitat von sysop
Zwischen Argentinien und Spanien eskaliert ein Wirtschaftsstreit: Buenos Aires will eine Tochter de
Die meisten Regierungen, allen voran Stephen Harper in Kanada, betreiben den totalen Ausverkauf einheimischer Ressourcen an auslaendische Konzerne. Langfristig waere es sicher das Kluegste die Ressource fuer kommende Zeiten zu horten. Aber wenn ein Land nicht so lange warten will, dann halte ich es fuer volkswirtschaftlich sinnvoller, die Gewinne dem eigenen Volk und nicht irgendwelchen auslaendischen Konzernen zukommen zu lassen. Daher kann ich nur sagen, kluge Argentinier!

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Sventek 18.04.2012, 00:01
3. Präzedenzfall

Bravo, Frau Kirchner!
Und unsere lieben RWE- und Eon-Vorstände sollen mal schön die Augen aufsperren, was ihnen blüht, wenn sie die Energiewende weiterhin boykottieren.
Dann gibt es Bezüge nach TVöD! Ich freu' mich!

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vielfeindvielehr 18.04.2012, 01:17
4. Win-Win

Eine wahrscheinlich kurzfristige Win-Win-Situation für beide Regierungen. Ob Privatfirmen im Energiesektor verstaatlicht werden sollten / könnten / müssen, gerade bei der derzeitigen Marktsituation, darüber könnte man mal anderorts diskutieren.....

Fr. Kirchner hat aber ersteinmal, national gesehen, Punkte gesammelt und angekündigt wurde diese Aktion auch schon ausgiebig (die argentinische „Mutti“ macht ernst). Mittelfristig wäre dies eine ausländ. Investitionsbremse, aber dafür gibts ja auch die finanz. gutgestellten Chinesen (sollen kommunistisch leicht angehaucht sein...geht doch).
Das passt anderseits wie die Faust aufs Auge, bei Aznars Puppenkiste in Madrid. unter Marionette Rajoy Bürgernähe zu heucheln und sich als Nationalheld aufzuspielen, um sich gegen die bösen Argentinier zu wehren und seine negative Popularität nach mehreren Totaloperationen am span. Sozialsystem (und der reale Lapsus des Elefantentöters..) wieder oder zumindest gegen Null steigen zu lassen
Die PP, die Populäre Partei (da können sich einige mittel- und nordeuropäische Populisten noch eine Scheibe abscheneiden...) unter Franco-Minister Fraga gegründet, bemüht sich eigentlich eher um die wirtschaftliche Besserstellung und Förderung ihrer Mitglieder, auch mit unorthodoxen Mehtoden und unter Auslassung der fiskalischen Komponente (siehe auch Causa Gürtel / Causa Garzon etc.hoch 10), stellt derzeit die spanische Regierung, wie auch immer, mit der eher rechtslastigen Philosofie die Angebotsseite der Wirtschaftsakteure zu fördern.
Repsol - neben gewisser Aktienstreuung unters Volk, sind auch einige Hauptaktionäre aus der jetzt gebeutelten spanischen Baumafiabranche und politisch nicht unbedingt mitte-links stehend, an der Bilanzsumme, spez. An der G+V-Rechnung, interessiert. Das braucht aber Juan-Jose-Normalspanier nicht zu wissen, nur soviel, dass der spanische MP unter Aznars Gnaden die Weltmacht a.D. bis aufs Stierblut verteidigen würde. Ein Held wie einst Franco, sieben Hirsche auf einen Streich, dazu noch die königliche erledigten Elefanten.
Es würde der EU auch besser stehen, vor allen Dingen auch unserem portugiesischem Vorbeter, sich aus diesem Sumpf herauszuhalten. Die PP unter MP Aznar ist der Hauptaktionär der spanischen Mega-Krise und kann sich nur am eigenen Haupthaar aus dieser Krise herausziehen. Andere Götter werden zudem nicht zugelassen.

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darknessangel 18.04.2012, 01:21
5.

Ohne Grund? Da unten im Artikel gibts eine Sektion voll mit Gründen. Dass die Spanier die Förderungen der argentinische Regierung ignoriert haben... ist eine andere Sache.

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Malshandir 18.04.2012, 01:23
6. Argentinien vs. EU

Es ist schon nahezu ein Harakiri-Angriff Argentiniens gegen die gesamte EU.
Zuerst provoziert man wegen der Falklands mit Grossbritannien. Nun mit Spanien. Wer ist der nächste?
So etwas kann auch in einem heissen Krieg enden. Es geht um Öl und die Truppenabzüge aus dem Iran und Afghanistan beschlossen.

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Altesocke 18.04.2012, 04:18
7.

Waeren so vielleicht die Spritpreise zu senken? Ich meine, bei uns? ;-]

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justus999 18.04.2012, 06:18
8.

um Sozialprogramme zu finanzieren bestimmte Grundversorger zu verstaatlichen und die Gewinne der Allgemeinheit zukommen zu lassen anstatt anstatt das Portefolio privater Anleger fett werden zu lassen.

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mr_smith 18.04.2012, 07:09
9.

Die Argentinier lassen sich nicht so leicht übers Ohr ziehen :) Vielleicht kann die argentinische Regierung Ihre Bodenschätze besser nutzen, als die am Boden liegende spanische Regierung.

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