Forum: Wirtschaft
Enteignungsdebatte in Berlin: "Wohnungsknappheit verschwindet nicht per Volksentschei
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In Berlin werden Unterschriften für einen Volksentscheid zur Enteignung von Wohnungskonzernen gesammelt. Der Ökonom Harald Simons warnt vor den Folgen - für Mieter und Steuerzahler.

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duke_van_hudde 01.04.2019, 14:52
110. Die frage ist doch wohl rehct einfahc zu beantworten,

Zitat von mat76
... wie viele der 15.700 neuen Wohnungen sind keine Luxuseigentumswohnungen, sondern gute und bezahlbare Wohnungen?
Kommt dadrauf an was sie unter Luxuseigentumswohnungen verstehen.
Klar ist das die Nachfrage nach solchen Wohnungen massiv gestiegne ist.
ES gibt extrem viele gigantisch verdienende Beamte in Berlin und deren anzahl ist in dne letztne 20 Jahren deutlich gestiegen.
Dazu gibt es jetzt in Berlin mit der Internetindustire wieder einen Wirtschaftszweig der teilweise sogar Geld verdient. Vor 20 Jahren hatte Beerlin quasi nichts abgesehen aus der Verwaltung von Sozialfälle.
Auch gibt es immerm ehr Organtisationen die nah an deR Macht sein wollen und somit Mitarbeiter in Berlin haben.
Berlin hat daher einen sehr starken anstieg von gigantisch reichen erlebt und die haben natürlich jetzt eine große Nachfrage nach sowas.
Das Investoren natürlich heer oswas bauen und verkaufen ist in einer Stadt wie Berlin die Immobilienunternehmen enteignen will logisch und dazu Notwehr.
Wenn die stadt wirklich etwas machen will, dann müsste sie massiv Bauland ausweisen und wir jreden sicher vom 10 -20 fachen von dan was zur Zeit im Umlauf ist.
Nur will die Politik das natürlich auch nicht den dann würde die Grunderwerbssteuer einbrechen.
Eins sollte klar sein die Beamten vertreiben die untere Mittelschicht und die HARZIV Bürger und das wird natürlich total durchgezogen.
Wer in so einer Schicht lebt sollte sich eher überlegen ob man nicht nahc Essen oder duisburg zieht.

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Fuxx2000 01.04.2019, 14:53
111. Wie so oft

Ist die Wahrheit leider sehr komplex und diese Entwicklungen hängen von einer Vielzahl Faktoren ab, von denen viele hier in unterschiedlichen Kommentaren genannt werden. Sicherlich sind Sanierungen im laufenden Betrieb unmenschlich und viele Modernisierungen werden zu teuer umgelegt. Nur kann man heute auch nicht mehr bauen und für 8€ den qm vermieten. Die Preise am Bau steigen jährlich um ca 5% in den letzten Jahren. Es gibt viele Vorschriften zu beachten (z.B. Aufzug) die das bauen teuer machen. Ebenso Sanierungen. Fasse ich z.B. bei einem Mietshaus von mir die Fassade zu stark an, muss ich eine Wärmedämmung anbringen. Teuer und bringt nicht viel. Deshalb will ich das nicht, habe im Zweifelsfall aber keine Wahl...

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karl-felix 01.04.2019, 14:54
112. Dazu

Zitat von cleo345
Es gibt weniger Wohnungen als benötigt, weil sich die Gesellschaft geändert hat. Es gibt immer mehr alleinstehende, immer mehr geschiedene, immer mehr die pendeln und daher am Wochenende mit ihrer Familie in Stadt a leben und in der Woche alleine eine Wohnung in Stadt b haben, immer mehr Paare die getrennt leben wollen (also 2 Wohnungen haben). Dazu wollen immer mehr Leute vom Dorf in die Stadt ziehen. Dazu sind die Alten länger fit und leben länger alleine in Wohnungen und Häusern als früher. Nur auf Zuwanderer Schimpfen hilft nicht. sind also nicht nur die Zuwanderer die Wohnungen brauchen, sondern die Deutschen.
kommt, dass die Wohnfläche in den letzten 20 Jahren pro Kopf um 20% zugenommen hat. Die Wohnungen werden immer grösser und luxuriöser. Das wird auch durch Zuwanderer nicht anders werden . Die senkten nur vorübergehend die Wohnfläche weil sie sich mit vielen Personen in kleinen Wohnungen bescheiden .
. Sobald die es sich leisten können , werden die sich den Deutschen anpassen und auch grössere Wohnungen anstreben .

Unser Problem : Wir bauen zu wenig und zu teuer und die Landflucht hält an . Eine Enteignungsdiskussion ist da nicht gerade hilfreich .

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schnabelnase 01.04.2019, 14:54
113. Völliger Quatsch.

Zitat von Krokodilstreichler
Komisch, dass man Bauern so einfach enteignen kann, wenn man Wohnungen auf Ackerflächen setzen will, aber man große Wohungskonzerne nicht enteignen will, auch wenn diese eine große Marktmacht entwickeln, die die Mieten in die Höhe treibt.
Erstens kann der Staat nicht "so einfach" enteignen, sondern da gibt es viele Hürden. Zweitens muss man das bei den allermeisten Bauern wohl eher nicht, weil diese normalerweise geradezu danach lechzen, dass ihr Acker Bauland und sie selbst Millionäre werden. Drittens - und das ist der wichtigste Punkt - kann der Staat nicht entschädigungslos enteignen. Bei den angedachten Enteignungen, bei denen es schnell gehen muss (meistens zugunsten von großen Industriebetrieben), wird vorab über Marktpreis geboten, um jahrelange Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, durch die das Vorhaben obsolet würde. Das heißt für eine mögliche Enteigung von Wohnungen in Berlin, dass es nicht billig werden wird und voe allem nicht schnell gehen wird. Das dauert zehn Jahre. Berlin sollte selbst bauen. Damit könnte man sofort anfangen.

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wolle0601 01.04.2019, 14:56
114. Migration in die Städte

ist nicht nur in Berlin das Problem. Gute Mobilität und schnelles Internet auf dem Land sind der Schlüssel. Verhindern der Migration in die Städte löst auch deren Umweltprobleme. Was Mobilität angeht, wird das autonome Fahren alles ändern. Bis dahin sollte Steuergeld eingesetzt werden, um die Strukturen zu stabilisieren.

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misterknowitall2 01.04.2019, 15:00
115. Nein.

Zitat von KR-Spiegel
Die Wohnungen zu enteignen bringt nur dann etwas, wenn teure energetische Sanierung dann vermeidbar wären. Zwar könnte man mit Vattenfall sicherlich Wasserstoff- statt Kohlestrom / Wärme regeln, ABER die EU fordert für kommunale Gebäude den Passivhaus-Standard. Der Weg in Richtung kostengünstige, bezahlbare Wohnungen in Berlin ist also dann weiter. Sinnvoller wäre eine Bebauung vom Ex-Flugfeld Tempelhof mit mehrgeschossigen Gebäuden, die dann leider in Passivbauweise und aufwändigen Lüftungssysstem kommen würden. Im Vergleich zur Altbausanierung des Bestandes aber wirtschaftlicher.
Die EU fordert keinen Passivhausstandard. Wo haben sie das denn her? Die einzige Forderung, die aus Gesetzen einzuhalten ist, ist der Einsatz von erneuerbarer Energie bei Nichtwohngebäuden.

Energetische Sanierungen sind sinnvoll und nicht teuer. Wenn der Vermieter die Kosten nicht gerecht umlegt, wird es teuer, sonst nicht.

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Byrne 01.04.2019, 15:03
116.

Zitat von fox69
Das war mal richtig in, man erinnere sich einfach daran, wer die ganzen Wohnungen von Wonovia und DW denn eigentlich gebaut hat. Dann kam man auf die Idee, dass man die Wohnungen besser verkaufen und den Erlös konsumieren sollte. Jetzt ist die Party mit den Verkaufserlösen vorbei und der Staat soll seine ehemaligen Wohnung wieder zurückholen
Berlin hat die Wohnungen damals verkauft, weil diese ganz wesentlich für die hohe Verschuldung Berlins ursächlich waren. Die Mieteinnahmen hatten die durch die Bewirtschaftung enstandenen Kosten bei weitem nicht gedeckt, die Schulden Berlins drohten so ins unendliche zu explodieren. Aus der damaligen Sicht wurde keineswegs Tafelsilber oder dergleichen verkauft, sondern man hat nach Käufern von Verlustbringern händeringend gesucht. Hätte Berlin damals die Wohnungen behalten, müssten die städtischen Gesellschaften jetzt die hohen Mieten verantworten. Wären die Mieten niedrig wie einst geblieben, hätten alternativ nur die übrigen Bundesländer über den Länderfinanzausgleich die Differenz von Einnahmen und Ausgaben decken müssen. Das hatten die aber damals - verständlicherweise - rigoros abgelehnt.

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godfader 01.04.2019, 15:08
117.

Zitat von joomee
Sie müssen den Beitrag von dem Kollegen nochmals richtig lesen. Es gibt kein Grundrecht in einer hippen Stadt zu wohnen. Nirgends auf der Welt. Das hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Ihr Grundbedürfnis nach Wohnen wird befriedigt. Vielleicht nicht in einem 80 qm Loft im Prenzlauer Berg, aber womöglich in 40 qm in Neukölln. Oder in 120 qm in Brandenburg.
100% Zustimmung. Warum glauben einige Bundesbürger, der Staat hätte dafür zu sorgen, dass sie in einer 100 qm Wohnung mitten in München residieren könne. Am besten am Viktualienmarkt, auch nicht so weit zur Arbeit. Aber schön ruhig und gediegen, mit viel Sonne wenn es geht.
Es gibt auf schönes Wohnen kein Grundrecht. Wem die Preise nicht passen der muss einfach aus Land ziehen oder in einen Altbau mit maroder Substanz.
Man hat sich im Zeitraum von 1980 - 2000 in Berlin einfach daran gewöhnt dass sie die Preise quasi gar nicht bewegt haben. Darauf gibt es kein staatliche garantiertes Grundrecht. Das gab es nur in der DDR.

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Reiner Fasnacht 01.04.2019, 15:08
118. Enteignung oder Korrektur eines Fehlers?

Der Ökonom hat Recht, mit 6,8 Prozent des Wohnungsbestandes gewinnt der Berliner Senat den Handlungsspielraum in der Wohnungspolitik noch nicht zurück. Er "vergisst" allerdings, die Wohnungen zu berücksichtigen, die ohnehin schon im Besitz der Stadt sind. 440 000 waren es damals, als SPD und Linke gemeinschaftlich davon 200.000 privatisiert haben. Würde heute enteignet, wäre das kaum mehr, als den Fehler von damals zu revidieren. Immerhin, unser Ökonom erkennt die Notwendigkeit der Enteignung an, wenn ein Bauernhaus der (privatwirtschaftlichen) Deutschen Bahn im Wege steht, die Basis für eine soziale Wohnungspolitik zu schaffen, scheint ihm kein legitimer Grund für Enteignung. Fürchtet er doch, dass sich dann das ein oder andere scheue Reh vom Acker machen könnte.

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misterknowitall2 01.04.2019, 15:14
119. Instandsetzung?

Zitat von so-long
Dass eine „abbezahlte“ Mietwohnung nach dieser Zeit eine alte Scholle ist, die Instandsetzunggelder benötigt, um nicht als Ruine zu enden, kommt Ihnen nicht in den Sinn. Als Miter haben Sie den Vorteil, dass Sie mit diesem nichts am Hut haben, die Kündigung schreiben und 3 Monate später ausziehen können.
Guter Witz. In meinen 30 Jahren als Mieter habe ich noch nicht einmal erlebt, dass an dem Haus, in dem ich lebte, Instandsetzung betrieben wurde. Das ist doch ein Vermietermythos, genau wie die Rückzahlung der Kaution, die dann für Instandsetzung einbehalten wird, egal wie die Wohnung aussieht. In einem Fall hat mein Nachmieter renoviert, nachdem ich eine Meisterrechnung eines Malers begleichen musste.

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