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Entfristung bei der Deutschen Post: Wer zu oft krank ist, muss gehen
DPA

Die Deutsche Post macht die Entfristung von Arbeitsverträgen offenbar von der Krankheitsdauer ihrer Mitarbeiter abhängig. Laut einem Medienbericht hat der Konzern dafür eine klare Obergrenze für Fehltage definiert.

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RioTokio 06.05.2018, 12:11
1.

Die Post ist ein Wirtschaftsunternehmen.
Mitarbeitern die langsam arbeiten, sich häufig krank melden oder öfter Unfälle machen werden keine festen Verträge angeboten.
So handeln Unternehmen eben wenn sie erfolgreich sein wollen.
Natürlich ist das auch im Interesse der Kunden, die sich beschweren würden, wenn der Service nicht funktioniert.
Warum die Aufregung?

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xvxxx 06.05.2018, 12:14
2.

Mich würde interessieren, was da "menschenverachtend" sein soll.
Es geht darum einen befristeten in einen unbefristeten Vertrag umzuwandeln.
Meiner Meinung nach dürfen da Leistungskriterien absolut eine Rolle spielen.
Das einzige was ich für etwas zweifelhaft halte sind die Krankheitstage. Aber auch die Kosten dem Unternehmen Geld und führen am Ende natürlich auch zur Unzufriedenheit der Kunden, wenn die Zustellung ausfällt.

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yvowald@freenet.de 06.05.2018, 12:16
3. Die wirklichen Leistungsträger werden drangsaliert

Die Deutsche Post ist im Kapitalismus angekommen.
Während sich die Vorstandsmitglieder Millionenbezüge genehmigen lassen (vom Aufsichtsrat, in dem auch Vertreter der Bundesregierung sitzen), wird auf der anderen Seite versucht, diejenigen zu drangsalieren, die die wirkliche Arbeit machen (echte Leistungsträgerinnen und -träger bei der "Brief- und Paketzustellung).
Wenn das keine Schweinerei ist...

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salomohn 06.05.2018, 12:18
4. Kein Sozialamt

Eine feste Stelle bei einem beliebigen Arbeitgeber ist kein Geburtsrecht. Die Post muss wirtschaftlich kalkulieren wie jeder kleine Betrieb auch. Wenn jemand aufgrund seiner Konstitution nicht für die Stelle geeignet ist, sollte er sich nach einer anderen Tätigkeit umsehen. Das ist doch kein Grund, einen Arbeitgeber zu kritisieren.

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darkmattenergy 06.05.2018, 12:19
5. Die Zustellung zügig weitgehend zu roboterisieren ist unverzichtbar...

...für die Deutsche Post und ihre Mitbewerber, um die Zahl zu diesen Vorwürfen führender Fälle zielführend zu minimieren.

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aober 06.05.2018, 12:20
6. Überschrift

Während die Zahl der selbstverschuldeten Unfälle oder die Tatsache, dass ein Zusteller dem Arbeitspensum regelmäßig nich gewachsen ist durchaus nachvollziehbar und valide sind, ist die Zahl der Krankheitstage asozial und inakzeptabel. Es reicht ja schon, dass ein Zusteller von einem aggressiven Hund angegangen wird und sich das Bein bricht, Und schon sind die 21 Tage erreicht. So etwas ist absolut menschenverachtend und durch nichts zu rechtfertigen in einer zivilisierten Gesellschaft.

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schillerphone 06.05.2018, 12:22
7. Die Post ist ein Wirtschaftsunternehmen und nicht das Sozialamt

Es ist doch klar, dass die Post und jedes andere Unternehmen ein Interesse daran hat, dass ihre Mitarbeiter den Anforderungen gewachsen sind. Und wer diesen nicht gewachsen ist, der bekommt auch keinen Festvertrag. Ist doch logisch. Was Anderes wäre ja ziemlich hirnrissig. Man kann auch keinem Unternehmen vorwerfen, dass sie niemanden einen Festvertrag geben, der häufig krank ist

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Tylenol 06.05.2018, 12:24
8. Die übliche Heuchelei

Es ist völlig unverständlich, warum gerade Staatsvertreter glauben, sich hier unkundig einmischen zu müssen. Es ist doch der Staat selbst, der bei Beamteneinstellungen ungehindert diskriminiert. Wer krank ist, Übergewicht hat oder eine schlechte Gesundheitsprognose wird vom Arbeitgeber Staat gnadenlos ausgesondert und auf die Straße gesetzt. Von Solidarität ist da dann keine Rede mehr. Das ist der eigentliche Skandal.

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robhob 06.05.2018, 12:27
9. die Krankheitstage gehören aus der Liste gestrichen

ansonsten finde ich eine transparente, für jeden zugängliche Liste grundsätzlich gut. Wer den körperlichen Anstrengungen nicht gewachsen ist sollte auch diese Arbeit nicht ausführen.

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