Forum: Wirtschaft
Entgangene Brexit-Beute Bankenaufsicht: Heimliche Rebellion gegen Merkel?
DPA

Paris statt Frankfurt: Nach der Entscheidung über den neuen Sitz der Europäischen Bankenaufsicht sind viele Fragen offen. Hat der deutsche Vertreter gegen die Weisung der Bundesregierung gestimmt?

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JerryKraut 27.11.2017, 11:45
1. Ja,

wenn die Kanzlerin niemanden zum EU-Sozialgipfel fahren lässt (sozial ist pfui, gelt Angela!), kann dort auch niemand für die sozialschwachen Banker in Frankfurt kämpfen. Ist vielleicht auch besser, wenn EZB und Bankenaufsicht an getrennten Orten sind.

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zensurgegner2017 27.11.2017, 11:45
2.

All das erinnert an uralte Greise, die mit Rezepten von VorVorgestern das Morgen auch noch managen wollen.

Der Föderalismus in Deutschland, dieses Kompetenz und Machtgerangel, dieses "unbedingt Landesfürst" am Futtertrog sein wollen, das kostet so unglaublich viel Geschwindigkeit, Ressourcen, bindet Personal, schraubt Kosten in ungeahnte Höhen
16 Kultusminister
alle mit Hoofstaat
16 Verkehrsbehörden, die an jeder Bundeslandgrenze rumstreiten....
Einsenbahnstecken, die an jeder Bundeslandgrenze neue Schleifen/bauen/fahren/planen müssen, damit jeder Landes und Regionalfürst "seinen ICE Halt" bekommt....

Und dann sich auch noch gierig nach Macht mehrfach bewerben...

Es wäre schön, wenn man ENDLICH den Föderalismus massiv einschränken würde, (und wenn die Politik zudem sich ehrlich machen würde, anstelle in Posten und Machtgeilheit zu denken

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53er 27.11.2017, 11:46
3. Die Frage ist doch eher,

warum die Weisung darin bestand Dublin zu favorisieren, wenn der Standort Deutschland nicht mehr zur Wahl stand?

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joG 27.11.2017, 11:51
4. Mag sein....

....dass es anti deutsch ist. Aber auch Frankfurt wollte die Leiche flädern. Da muss man schnell sein und die konkurrenz beiseite schieben mit rucksichtsloser Kraft. Und sagen Sie doch. Würden Sie als französische Bank gerne von Frankfurt in die Karten schauen lassen?

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auweia 27.11.2017, 11:53
5. Schon recht.

Die Bankenaufsicht darf gern nach Paris ziehen - solange die Banken nach Frankfurt kommen ;-)
Eine gewisse Trennung ("Chinese Wall") ist auch aus Compliance-Gründen sinnvoll, Darüber hinaus fördert es vielleicht die Nutzung der französischen Sprache - was gegenüber dem ewigen Englisch ja mal eine nette Abwechslung wäre.

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herr_lass_hirn_regnen 27.11.2017, 11:54
6. Leute schreibt nicht so einen Schmarn!

"Doch auch die Kanzlerin muss sich Vorhaltungen anhören. So habe es sehr wohl geschadet, dass Merkel vergangenen Freitag nicht zum EU-Sozialgipfel nach Göteborg gereist sei. Sicher, bei Sozialem hat die EU nicht viel zu sagen, und die Kanzlerin hoffte zu diesem Zeitpunkt noch auf ein gutes Ende der Jamaika-Gespräche, die zeitgleich stattfanden. ..."
Was hat das damit zu tun? Der Entscheidungsprozess ist nicht am 21.11.2017 vollzogen worden, sondern der läuft seit Monaten inklusive Standortanalyse und Abfrage bei den Mitarbeitern der Agentur. Das stand immer im Vordergrund, dass möglichst viele aus der Agentur umziehen und diese arbeitsfähig ist. (alles transparent auf der HP der Kommission einsehbar). Hört auf, Frau Merkel alles in die Schuhe zu schieben. Zumal es wahrscheinlich ein "interessantes Signal" gewesen wäre, wenn Frau Merkel in diesen ("Krisen")-Tagen wegen eines EU-Gipfels das Land verlassen hätte. Da hätte ich mal eure Schlagzeile lesen wollen...

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Klaus100 27.11.2017, 11:56
7. Sehr naheliegend

Michael Roth ist ein erklärter Frankreichfan und sieht seine Berufung in der Unterstützung der französischen Sozialisten und nun auch der Macronisten. Es ist davon auszugehen, dass Frau Merkel das wusste und wieder einmal auf die Vertretung deutscher Interessen verzichtete.

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Amanare 27.11.2017, 11:56
8. Parteibuch

Spielte das Parteibuch eine Rolle? Michael Roth ist immerhin SPD'ler ...

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Klaus100 27.11.2017, 11:57
9. Sehr naheliegend

Michael Roth ist ein erklärter Frankreichfan und sieht seine Berufung in der Unterstützung der französischen Sozialisten und nun auch der Macronisten. Es ist davon auszugehen, dass Frau Merkel das wusste und wieder einmal auf die Vertretung deutscher Interessen verzichtete.

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