Forum: Wirtschaft
Entgangene Brexit-Beute Bankenaufsicht: Heimliche Rebellion gegen Merkel?
DPA

Paris statt Frankfurt: Nach der Entscheidung über den neuen Sitz der Europäischen Bankenaufsicht sind viele Fragen offen. Hat der deutsche Vertreter gegen die Weisung der Bundesregierung gestimmt?

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wasistlosnix 27.11.2017, 13:57
50. Es verwundert

Das solch eine Entscheidung in geheimer Wahl stattfindet. Es ist ja logisch das erstmal die eigene Bewerbung unterstützt wird außer in geheimer Wahl.

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herr_lass_hirn_regnen 27.11.2017, 14:00
51. but facts are ...

man kann noch ergänzen, dass die nationale Zulassungsbehörde auch seinen Sitz in Bonn hat, und dass Deutschland weltweit der zweitgrößte Forschungsmarkt im Pharmabereich nach den USA ist ... und trotzdem ist es und bleibt es Bonn, eine Stadt, die gegen die anderen Wettbewerber keine Chance hat(te). Als Deutscher würde ich schon nicht nach Bonn gehen wollen. Warum sollte es ein Londoner wollen? Einzig Berlin HH oder München hätten hier m.E. eine Chance gehabt. Und ersteres (Standort mit den mit großem Abstand deutschlandweit meisten Pharmastudien) hat sich leider durch die Unfähigkeit der Politik, einen internationalen Flughafen zu etablieren, selbst disqualifiziert.

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wasistlosnix 27.11.2017, 14:07
52. Zu Griechenland

Deutsche Banken haben Griechenland Geld geliehen. Damit diese in Deutschland einkaufen können.
Jetzt gab es wohl mehrere Möglichkeiten. Griechenland geht Pleite und die unbezahlten Waren gehen zurück an den Hersteller, verbunden mit Verlusten der Industrie was bei manchem Unternehmen evtl. Insolvenz bedeutet hätte. Die deutschen Banken hätten große Summen abschreiben müssen und wären selber ins straucheln geraden. Oder man hilft Griechenland und subventioniert damit Banken und Unternehmen, die eigentlich versagt hatten da Griechenland längst nicht mehr Kreditwürdig war. Aber ohne Kredite keine Aufträge und ohne Aufträge kein Export nach Griechenland und geringerer Exportüberschuß geht mit größerer Anstrengung der schwarzen Null einher.

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bstendig 27.11.2017, 14:09
53. Tja,

Deutschland rafft es einfach nicht.

Wie das Karnickel vor der Schlange hockt die deutsche Politik vor dem Schaumschläger Macron. Und ein Genosse Schulz - dem die Politik Macrons als SPDler zuwieder sein müsste, gehört zu den (un-)heimlichen Bewunderern.

Warum? Weil er ein wenig über Visionen in Europa und ein wenig mehr Schulden ist, gerne doch die eine oder andere Wohltat für Frankreich und andere Pleitegeier finanziert haben möchte.

Alle lieben ihn. Vielleicht sollte unserer Politik auch mal ein paar hundert Milliarden von Draghi nehmen und ein paar Wohltaten im Inneren - für die eigenen Bürger - verteilen. Und natürlich Richtung Süd- und Osteuropa.

Dann würde man uns wieder lieben und wir bekämen jede Behörde, dien wir wollten. Jede Wette.

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imo27 27.11.2017, 14:10
54.

Im Artikel wird nicht erläutert, welche Bedeutung eine solche Entscheidung hat. Gut, es geht um Arbeitsplätze, die aber eben europäisch besetzt werden. Und sonst? Die Mieten würden steigen.

Frankfurt hat die EZB, die Politik der EZB wird von Frankfurt aus aber gegen Deutschland geführt und ist unter Kontrolle der Südeuropäer.
Besser, die Behörde sitzt in Paris und unsere Regierung sorgt dafür, dass die Schnapsidee einer Bankenunion verhindert wird, deren Kosten für die deutschen Steuerzahler und Sparer unabsehbar wären

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issernichsüss 27.11.2017, 14:11
55. Unfassbar, dass ausgerechnet Irland als Mitfavorit galt!

Der Erlass von Milliarden von Euros an Steuerverbindlichkeiten zugunsten Apples, in Verbindung mit der offensichtlich stillschweigenden Übereinkunft, dass Apple dafür als Gegenleistung kräftig in Irland investieren werde, wird aus dem skandalösen Verhalten der irischen Regierung, nun ein Schuh daraus.

Wie soll man erwerbstätige Bevölkerungsteile, kleine Unternehmen und den Mittelstand dazu anhalten, ja steuerehrlich zu sein und für die aufrechtzuerhaltende gute Euro-Infrastruktur den gerechten Steuerbeitrag zu bezahlen, wenn diese übermächtigen US-Multis ihre Marktmacht derart ausnutzen, dass die Steuermoral EU-weit nachhaltig beschädigt wird?...

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dunnhaupt 27.11.2017, 14:14
56. Alberne Reaktion

Es ist wenig sinnvoll, diese rein bankentechnische Entscheidung als "Verrat an Merkel" hochzuspielen. Doch die geringere weltweite Verbreitung der deutschen Sprache spielte zweifellos schon eine Rolle bei der ursprünglichen Wahl Londons. Dasselbe gilt nicht nur für Londons Banken, sondern auch für viele andere überseeische Firmen, deren EU-Filiale bislang in London stationiert war, und die nun nach einem neuen Standort für ihre Mitarbeiter suchen müssen.

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hennesviii 27.11.2017, 14:15
57. in Berlin scheint Westdeutschland

eben nicht so richtig zu interessieren: Bonn wurde auch kaum von der Bundesregierung unterstützt, als es vor einigen Jahren um UN Agenturen für erneuerbare Energien ging, die landete in Abu Dhabi anstatt in Bonn....

https://en.wikipedia.org/wiki/International_Renewable_Energy_Agency

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eriatlov 27.11.2017, 14:19
58. Ehrlich gesagt

wenn ich Mitarbeiter der EU Bankenaufsicht wäre würde ich auch lieber nach Paris ziehen. Ich kenne beide Städte zu genüge.

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lock_vogell 27.11.2017, 14:23
59.

Zitat von herr_lass_hirn_regnen
man kann noch ergänzen, dass die nationale Zulassungsbehörde auch seinen Sitz in Bonn hat, und dass Deutschland weltweit der zweitgrößte Forschungsmarkt im Pharmabereich nach den USA ist ... und trotzdem ist es und bleibt es Bonn, eine Stadt, die gegen die anderen Wettbewerber keine Chance hat(te). Als Deutscher würde ich schon nicht nach Bonn gehen wollen. Warum sollte es ein Londoner wollen? Einzig Berlin HH oder München hätten hier m.E. eine Chance gehabt. Und ersteres (Standort mit den mit großem Abstand deutschlandweit meisten Pharmastudien) hat sich leider durch die Unfähigkeit der Politik, einen internationalen Flughafen zu etablieren, selbst disqualifiziert.
und selber schon mal in bonn gewesen?
eine der am schnellsten wachsenden städte in deutschland, also irgendwas muss bonn schon haben was leute anzieht...
und wenn bonn zu ruhig ist, kannst du immernoch in 20-30 min nach köln fahren, oder in 50 min nach düsseldorf, oder in 1h nach frankfurt... in berlin braucht man das schon mal um von einen stadtteil in den anderen zu fahren.

btw sind pharmastudien nicht nur in einer stadt, sondern in der regel im ganzen land verteilt, oder teilweise sogar länderübergreifend, also ist das ziemlicher quatsch mit den meisten pharmastudien in berlin...
es wird sicher mehr patienten, die in studien eingeschlossen sind, in berlin geben als z. B. in bonn, aber die frage ist ob das immer noch so aussieht wenn man das auf "pro 1.000 einwohner" runterrechnet... und mal ehrlich welche relevanz hätte das nun für die EMA?

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