Forum: Wirtschaft
Enthüllungen von Greenpeace: Scheitert TTIP?
Hapag-Lloyd

Die TTIP Leaks zeigen, wie weit EU und USA bei ihren Verhandlungen auseinander sind. Die Spitze der EU-Kommission zweifelt, dass das Freihandelsabkommen noch gelingt. Deutschlands Arbeitgeber sind alarmiert.

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NauMax 03.05.2016, 07:39
1.

Es würde die vielen EU-Hasser zumindest für kurze Zeit verstummen lassen, sollte die EU den USA hier den Weg zur Tür weisen. So sehr Freihandel auch zu begrüßen ist, der Verbraucherschutz sollte immer vorrang haben.

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frankfurtbeat 03.05.2016, 07:39
2. an alle Befürworter da draussen ...

an alle Befürworter da draussen - möge mir einer die angeblich sich dararaus ergebenden positiven Szenarien wie Arbeitsplätze nachvollziehbar aufzeigen und erläutern.
Das ist m.E. reines Geplänkel ohne Substanz - es sei den man zähle die neuen Arbeitsplätze in der staatlichen Verwaltung des Abkommens.
Weder ist Europa darauf angewiesen noch brauchen wir ein derartiges Abkommen - schon gar nicht mit diesem egoistischen "Partner".
Wenn die politischen Pappnasen das unbedingt auf Kosten kommender Generationen durchboxen wollen
dann bitte einer Kündigungsfrist von 1 Woche zum Monatsende.

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quapselchen 03.05.2016, 07:39
3. keine Geheimniskrämerei!!

Dann hätte man den Amis schon viel früher klar machen müssen(!), dass deren Anspruch an Geheimniskrämerei bei den Verhandlungen mit der EU einfach nicht machbar ist!

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perello 03.05.2016, 07:49
4.

In den TTIP-Dokumenten stehen so viele Dinge, die für Europas Bürger - im Gegensatz zu den Politikern - schlichtweg unannehmbar sind, dass man sich ein Scheitern nur wünschen kann.

Man wird ja von diversen Journalisten in ihren Kommentaren als Panikmacher, Angsthase usw. beschimpft, aber die grundsätzliche Frage ist doch immer wieder die:

Was ist für uns drin, und was müssen wir dafür hergeben?

Und da sehe nicht, dass wir, wenn wir unsere hart erkämpften Grundsätze z.B. beim Thema Verbraucherschutz oder auch bei der Anrufung unabhängiger Gerichte für TTIP opfern, auch nur ansatzweise adäquat entschädigt werden. Vor allem nicht auf Grundlage höchst dubioser Schätzungen, was mögliche Absatzsteigerungen und die dadurch generierte Schaffung von Stellen anbetrifft. Wer erstellt diese Schätzungen überhaupt, und wie verhielt es sich mit dessen Prognosen in der Vergangenheit?

Es ist ja außerdem weiterhin nicht ausgeschlossen, dass man es wie z.B. damals Nokia macht, eine Fabrik beut, Subventionen abgreift und dann die Produktion gen Osten verlagert.

Die Chance ist doch sehr, sehr groß, dass man am Ende nicht mehr Jobs aber auch keine von den USA unabhängige Gesetzgebung mehr hat.

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DieterFr 03.05.2016, 07:49
5. Kein Wunder

Es ist kein Wunder, dass die USA die Veröffentlichung gelassen hinnehmen. Dank NSA kennen sie mit Sicherheit sowieso auch die jeweilige Verhandlungsposition der europäischen Seite. Und sie vermuten, dass ihre eigene ebenfalls längst ausspioniert worden ist.

Das einzig Ärgerliche für sie und für die europäische Lobby ist nur, dass jetzt auch die Öffentlichkeit einen besseren Einblick in TTIP hat. Den Whistleblowern sei Dank.

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nele12 03.05.2016, 07:50
6. Was für eine Frage?

Frau Merkel untersützt dieses Abkommen und möchte die Verhandlungen trotz der Veröffentlichungen zügig abschließen. Was das bedeutet und wie sehr sie dabei die Meinung der Bürger im Land interessiert wissen wir ja spätestens seit der Flüchtlingskrise.

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GSYBE 03.05.2016, 07:53
7. Wissmann

Ist das nicht der gleiche Wissmann, der schon vor fast 10 Jahren geheimnissvoll auf `die unglaublich guten Elektrofahrzeuge, welche die deutsche Autoindustrie im geheimen Köcher habe´ hingewiesen hatte?
Da muss mir was entgangen sein.
Und vor allen Dingen bei diesem Kuhhandel:

welche Autos wollen denn die Deutschen in die USA verkaufen? Die Spritfresser, die in spätestens 3-4 Jahren Ladenhüter sein werden?
Also eine `tote Kuh´ (deutsche Autos) gegen eine `lebende Herde´ (Genfood etc pp) eintauschen?
Macht nicht wirklich Sinn, jedenfalls nicht für Europa....

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DasEinfacheVolk 03.05.2016, 07:56
8. Soso

"Aber wer das Abkommen als solches infrage stellt, erweist Verbrauchern und Wirtschaft einen Bärendienst."

Wohl eher der Autoindustrie. Verzeihen Sie Herr Wissmann. Sie haben selbst gesagt, das jeder hier seine Interessen vertritt. Als Vorsitzender der VDA kann man Sie hier wohl nicht wirklich ernst nehmen.

Anders als die Medien das Bild zeichnen, arbeiten längst nicht jeder in der Export Industrie. Tasächlich wird der Gross des Mittelstandes, der vor einigen Jahren noch als Backbone des deutschen Erfolgs bezeichnet wurde, extreme Schwierigkeiten durch die Konkurrenz erhalten ohne wirklich von diesem Abkommen zu profitieren.

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Mister Stone 03.05.2016, 07:59
9. Prognose

Meine neoliberale Kristallkugel weiß: Es wird in Kürze einige Postivmeldungen geben, dass sich die USA "bewegt" hätten. In völlig unwichtigen Details (nur 80 Millionen Chlorhähnchen statt 100 Millionen) wird es Zugeständnisse geben, um dem Volk der Verbraucher vorzugauekeln, dass seine Interessen noch stärker als bisher (ha-ha-ha) geschützt würden. Schließlich wird berichtet werden, dass sich die Interessen der europäischen Verbraucher weitgehend durchgesetzt hätten. Man wird es vorerst glauben, und wir werden erneut die Groko wählen.

Nach dem Inkrafttreten des TTIP ist sowieso alles egal: Wenn Medien aufdecken, dass TTIP den Menschen in Europa tatsächlich nur schadet, werden sie von den Investoren verklagt und pleite gemacht. Aber keine Sorge: Die Medien werden nichts tun, was ihre Existenz gefährden könnte.

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