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Entlassungen bei Tesla: "Es tut zwar weh, aber es ist gut für die Firma"
AP

Mit einem radikalen Stellenabbau will Tesla-Chef Elon Musk den Elektroautohersteller wieder in die Spur bringen. Via Twitter melden sich entlassene Mitarbeiter zu Wort - und geben sich überraschend verständnisvoll.

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satissa 13.06.2018, 11:52
10. Musk entlassen

Normalerweise entlässt man Mitarbeiter, wenn die Aufträge ausbleiben. Da anscheinend niemand aus der Produktion entlassen wird, erleben wir die Entzauberung von Herrn Musk. Bei einer Quote von 50:50 Produktion/Nicht-Produktion bedeutet es, dass der Verwaltungs-, Forschungs- und Entwicklungsbereich mit 20% betroffen ist, also einer von 5 muss gehen. Das wiederum bedeutet, dass entweder Jobs überbesetzt waren oder nutzlose administrative Tätigkeiten erledigt wurden. Also eklatante Managementfehler, die Musk zu verantworten hat, oder man schränkt die Entwicklungsarbeit stark ein. Bei den aktuellen Problemen auch kein gutes Signal für eine Firma, die die Autos von morgen bauen will.

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genugistgenug 13.06.2018, 11:52
11. Übliche 10% (Rauswurf)Regel

Bereits mehrfach bei US Firmen mitgemacht - sobald der Chef wechselte oder alle paar Jahre kam der Erlass, dass pauschal 10% abgebaut werden müssen.
Diente dazu den Wasserkopf abzubauen. Erfahrene Vorgesetzte hatten dafür extra Kandidaten "aufgebaut", denn der Umsatz musste natürlich so hoch bleiben wie vor den Entlassungen.
Wieso nun aber Tesla so viele rauswirft, obwohl sie vor kurzem noch neue Mitarbeiter suchten, ist nicht nachvollziehbar. Problem: die meisten dürften ja nur angelernt worden sein "training on the job".
Oder sollen die Autos nur von Robotern gebaut werden? Ließ man dafür sogar eine Produktionsstraße einfliegen? Doch seit wann fahren Roboter selbst Auto?

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Fait Accompli 13.06.2018, 12:02
12.

Zitat von antilobby
Wenn Telsa jetzt schon nicht soviel Autos bauen und liefern kann wie versprochen, wie soll das dann bei der erheblich reduzierten Mannschaft gelingen.
Weil a) die Mannschaft gar nicht "erheblich reduziert" wurde, es wurden weniger als 3500 Leute entlassen und b) keine Kräfte aus der Produktion entlassen wurden.

Wie der Artikel gut erläutert hat, hat sich die Belegschaft in den letzten 5 Jahren verfünfacht. Bei solch einem rapiden Wachstum entsteht zwangsläufig auch ein Wasserkopf. Das der dann irgendwann abgebaut wird, dass man sich konsolidiert, ist unternehmerisch richtig, logisch und nachvollziehbar. Tatsächlich hätte auf dem Weg in die (vermutlich) bevorstehende Profitabilität nichts anderes als das passieren dürfen.

BTW: Bloomberg hat einen Model 3 Tracker eingerichtet. Wen also die aktuelle Produktion aus Nicht-Tesla-Sicht interessiert:
https://www.bloomberg.com/graphics/2018-tesla-tracker/

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schwaebischehausfrau 13.06.2018, 12:07
13. @Mr.Swiss: Geduld, Geduld...

Zitat von Mr. Swiss
Bin gespannt auf den Absturz der Aktie, wenn sich die Aktionäre bewusst werden, welche unsinnige Bewertung die Firma hat. Erinnert sehr stark an die Zeit vor dem Bubble Burst im Jahr 2000/2001. Leider haben viele Investoren ein ausgesprochen kurzfristiges Gedächtnis.
Noch ist der Mythos von Musk als Genie intakt. Er schafft es ja (noch), sogar diese Massen-Entlassung als positiv für das Unternehmen zu verkaufen und durch zeitgleich abgefeuerte Meldungen mit neuen "Visionen" ("neue Batterie-Fabrik in Shanghai", "erste Features für voll autonomes Fahren in den nächsten Wochen") den Aktienkurs sogar noch zu pushen.
Tesla wird sterben wie die Sterne in unserem Weltall. Mit einer Supernova, einem gigantischen letzten, hellen Aufleuchten und danach schnell final kollabieren. Diese letzte Aufleuchten wird bis Ende 2018 erfolgen. In dieser Zeit kann Tesla noch den Teil seiner Model 3 Reservierungen abbauen, die bereit sind, statt der versprochenen 35.000 $ auch 60.000 $ (durch Premium-Packages etc) zu bezahlen. Damit kann man wohl sogar für 1,2 Quartale einen Profit + positiven Cashflow zeigen. Ein großer Teil der angeblichen 400.000 Reservierungen wird aber von Kunden kommen, die nicht so viel Budget haben und eben auf ein 35.000 $ Auto abzügl. US-Subvention/Steuergutschrift für E-Autos = 27.500 US-Dollar kommen. Und damit wird Tesla auch in 1 Jahr nur gigantische Verluste produzieren, wenn man das Auto überhaupt jemals für die versprochenen 35K anbieten wird. Schlimmer noch: Ab Ende 2018 fangen dann die Subventionen für Tesla's auszulaufen in den USA, während alle anderen Hersteller noch Jahre davon profitieren werden. Und jetzt kommen erstmals echte E-Auto-Wettbewerber auf den Markt. Und zwar bis Ende 2019 schon locker 15-20 . Und schon jetzt stagniert bei Tesla der Absatz der profitableren Model S + X, weil schon durch das eigene Model 3 eine Kannibalisierung stattfindet. Kann sein, dass der Tesla-Aktienkurs sogar nochmal eine Scheinblüte mit neuem Alltime-High erlebt bis Ende 2018. Danach wird er um so schneller in sich zusammenbrechen.

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michi_meissner 13.06.2018, 12:10
14. Gut für Tesla...

Da man in den USA ohne Probleme die unproduktivsten 10% entlassen kann, ist so eine Welle sehr oft eine Rosskur für die Firma, welche die Produktivität stark erhöht.

Nur so kann man als Firma wirklich erfolgreich sein. Zudem wird es für alle diese Leute leicht sein einen neuen Job zu finden, weil Amerika so einen flexiblen Arbeitsmarkt hat.

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echoanswer 13.06.2018, 12:13
15. Vielleicht merk man langsam

dass Elektroautos nicht die Spur umweltfreundlicher als Benziner und Diesel sind. Sie sind nur das zynische Produkt von Politik und Marketing. Den wirklichen, z.T. viel gefährlicheren, Dreck machen wir vor den Haustüren von Menschen am anderen Ende der Welt, die nichts von unserem Wohlstand haben, nichts daran verdienen und deren Heimat von unserem Wohlstand vergiftet wird.

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Teile1977 13.06.2018, 12:23
16. Überwachung

Zitat von reverend.speaks
Schlimm ist, dass die Betroffenen das selbst OK finden. Freiwillige Unterwerfung ist das Elysium der modernen Sklavenhalter.
Wenn sie genau wüssten das ihr potentieller neuer Arbeitgeber ihre Social Media Einträge durchleuchten wird (Datenschutz gibt es in den USA nicht) würden sie auch nicht über ihren Exchef herziehen.
So tun als wäre man fast freiwillig gegangen bringt dort anscheinend Vorteile.
Abgesehen davon würde ich aber auch hier niemandem raten über die alte Firma öffentlich herzuziehen!

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tempus fugit 13.06.2018, 12:25
17. Markt?

Zitat von wi_hartmann@t-online.de
Viel zu teuer, zu schwer und garnicht so umweltfreundlich. Eine Geldvernichtungsmaschine die am Markt keine Chancen hat.
....Wieviele zig-1000de 'Edelverbrenner' stehen auf Halde oder sind um 1000de wertloser geworden und werden noch aus dem Verkehr gezogen bzw. kriegen keine Zulassung?

Und wieviele stehen denn bei Tesla auf Halde?

Unsere Fake-Premiumer haben eine beispielslose Wertvernichtungsmaschine angeworfen - und die
dreht momentan noch im unteren Drehzahlbereich!

Und das sind Milliarden von gutgläubigen Autokäufern - keine Investitions- oder Spekulations-gelder!

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dekorte 13.06.2018, 12:26
18. Gähn

Wieder mal ein Beitrag der deutschen Autoindustrie ins Tesla Bashing Horn zu blasen. Das ist doch bei Einschwingvorgängen ganz normal, dass es Spitzen nach oben und unten gibt. Diesmal war es halt oben und Leute müssen gehen. Die deutsche Industrie deckt sowas übrigens gerne mal mit Leiharbeit ab, obwohl sie eingeschwungen sind. Oder beklagen bei der Politik mehr Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die natürlich prompt sklavisch umgesetzt werden.

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donvito85 13.06.2018, 12:27
19.

Zitat von liberator_
wer gibt schon 70TSD + Eurronen aus für eine Reichweite von 300km. Immer auf der Suche nach einer Steckdose um dann mind. 20min zu tanken. Mit dieser Reichweite eignen sich E-Autos nur für die Kurzstrecke. Dann aber bitte zum halben Preis. Nach 8 Jahren sind die Batterien fertig und gehen auf den Sondermüll. Der Strom kommt hier in D zu ca. einem Viertel aus der Kohle. Wenig umweltfreundlich und sehr teuer das ganze Tesla Spielzeug
Scheinbar noch nie mit einem Elektroauto gefahren, wa?

für Langstrecken gibt es ein grosszügiges Supercharger-Netz... Sprich mit den 300km Reichweite kommt man mit einem Tesla trotzdem überall hin.

Man fährt 200km, macht ne Rastpause von 20 Minuten während man am Supercharger hängt, fährt die nächsten 200km usw usw....
ist nicht kompliziert.

Bisherige Langzeitstudien von Tesla-S weisen nach über 200.000 gefahrenen Kilometer eine Akkukapazität von weiterhin über 90% auf. Nebenbei angemerkt, ein Verbrenner "stirbt" nach durchschnittlich 250.000 km.... Der Tesla mit gleicher Kilometeranzahl bedarf weniger Wartung, weist keinen Verschleiß aus (ausser Reifen) und wird wohl noch erheblich länger fahren als ein vergleichbarer Verbrenner.

Sobald der Akku irgend wann definitiv nicht mehr zum Fahren taugt, kann dieser (theoretisch) als fester Energiespeicher verwendet werden. Also kein Sondermüll. Zur Not lassen sich die Akkus auch wieder recylceln.

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