Forum: Wirtschaft
Entlassungen bei Tesla: "Es tut zwar weh, aber es ist gut für die Firma"
AP

Mit einem radikalen Stellenabbau will Tesla-Chef Elon Musk den Elektroautohersteller wieder in die Spur bringen. Via Twitter melden sich entlassene Mitarbeiter zu Wort - und geben sich überraschend verständnisvoll.

Seite 6 von 7
neurobi 13.06.2018, 15:54
50.

Wie wächst ein normales Unternehmen?
Es hat ein Produkt, beschafft sich Geld um es zu produzieren, macht Gewinn, investiert den Gewinn um die Produktion zu erweitern und/oder neue Produkte zu entwickeln und zu produzieren. Und wieder von vorn ...

Bei Tesla ist das anders. Man beschafft sich einfach Geld, immer mehr Geld um zu wachsen. Gewinn spielt keine Rolle.
Man hofft auf die Zukunft.
Es wird Zeit, dass diese Form des Wirtschaftens endlich einen Dämpfer bekommt und die Anleger mal einen Totalverlust erleiden.
Und Uber gleich mit.
Das wäre sehr mal was Positives.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jasper366 13.06.2018, 16:01
51.

Zitat von frank_durm
T liefert jeden Monat tausende Elektroautos an glückliche Kunden aus. Porsche hat gerade den Vertrieb komplett eingestellt, BMW den Verkauf des 7er faktisch auf 2019 verschoben, Mercedes muss eine Million Autos zurückrufen, Audi will vielleicht in 2 Jahren eine Elektroauto anbieten .... DAS sollte uns hier in D Sorgen bereiten!!
Ohje...

1. Man kann aktuell keine Porsche für Europa konfigurieren, Grund der WLTP

2. BMW liefert keine Benziner der 7er Serie aus (ebenfalls wegen des WLTP und a setzt man die Fahrzeuge die kaum gekauft werden und quasi Ladenhüter sind an den Schluß der Schlange für die Teststände)

3. Audi will nicht 'vielleicht in zwei Jahren' ein E-Auto anbieten sondern der kommt Ende des Sommers (Aude e-tron) und wird, so wie auch der Jaguar I-Pace (seit März 2018 bereits 25.000 Bestellungen vorlagen nicht nur deutlich günstiger als ein Modell S P100 bei annähernd identischer Akkuleistung sein sondern ist 'nebenbei' definitiv auch besser verarbeitet. Norweger können ihn schon vorbestellen und 3.700 haben dies gegen Anzahlung von knapp über 2000 EUR auch bereits gemacht.

Die Einschläge kommen näher, das spürt auch Musk. Die Verkaufszahlen der Modelle S + X stagnieren oder gehen je nach Land sogar etwas zurück. Und von Monat zu Monat kommen nun E-Fahrzeuge von etablierten Herstellern hinzu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fait Accompli 13.06.2018, 16:02
52.

Zitat von radler2
Und LIIon Akkus gibts nicht erst seit Tesla, eigentlich sollte es da schon eine Recycling Infrastruktur geben. Gibt's aber nicht, also sind die Akkus Sondermüll.
Da liegen Sie falsch. Ihre Informationen sind veraltet. Es gibt sehr wohl eine Infrastruktur. In Amerika recycelt Kinsbursky Brothers für Tesla, in Europa ist es Umicore.

Von der Webseite von Tesla:
"[...] Zurück zu Teslas Recycling-Prozess mit Umicore. Es ist das erste Mal, dass wir einen geschlossenen Recycling-Kreislauf nutzen können.

In der Fabrikanlage von Umicore ist es möglich, unsere Batterien vollständig in wiederverwertbare Materialien aufzubereiten und dabei gleichzeitig die CO2-Bilanz bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien zu verbessern.

Die Batterie-Recycling-Technologie von Umicore reduziert die CO2-Emissionen bei der Gewinnung und Weiterverarbeitung der benötigten Materialien um mindestens 70 Prozent. Bei diesem Verfahren entstehen „Produkte“ und „Nebenprodukte“.

Das „Produkt“ besteht aus einem Gemisch von Kobalt, Nickel und anderen Metallen. Traditionell wird Kobalt als metallisches Pulver verwendet, um Werkzeuge zu härten oder Keramik zu pigmentieren. Umicore hat einen Prozess entwickelt, in dem das Kobalt (das wertvollste Material in unseren Batterien) zur Herstellung von LCO (Lithium-Kobalt-Oxid) verwendet wird, das wiederum an Batteriehersteller zurück geführt wird. Der Prozess ist somit nicht nur aus Umweltaspekten besonders attraktiv, sondern bietet auch einen hohen Ertrag. Umicore ist einer der größten LCO Lieferanten für Batteriefabriken. [...]"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jasper366 13.06.2018, 16:06
53.

Zitat von tempus fugit
Die E-Autos für 'lockere' 15-20 (was???)
Das Sie das gelesene seltenst verstehen ist ja nun hinlänglich bekannt.

'15-20' meint 15 - 20 E-Modelle etablierter Hersteller (Jaguar, Audi, VW, Hyundai...)
Der Jaguar ist schon da, der Audi folgt Ende des Sommer, Hyundai glaube auch jetzt im Sommer.

https://www.auto-motor-und-sport.de/erlkoenig/audi-e-tron-quattro-2018-elektro-suv/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fait Accompli 13.06.2018, 16:28
54.

Zitat von schwaebischehausfrau
Wichtig, dass die Legende , wonach Tesla ihre E-Autos geradezu aus den Händen gerissen werden, möglichst lange am Leben erhalten wird. Auf den klasssichen Auto-Verkaufsportalen haben Sie selbst in Deutschland die beiden letzten Jahre immer haufenweise Tesla's von Händlern kaufen können mit 50 bis 2000 KM Laufleistung als Tageszulassung oder ......
Mit Halbwahrheiten kommen Sie hier nicht weiter, werte Dame. Auf den Internetverkaufsportalen werden keine Neuwagen von Tesla über Händler verkauft. Das, was einem Neuwagen am nächsten kommt, sind Reservierungen bei Tesla, die ein Kunde eines Autohauses eben an dieses abtrat.
Auch "muss" Tesla keine Preisnachlässe am Quartalsende auf ihre Autos geben. Da erzählen Sie wie üblich nur die halbe Geschichte. Ein einziges Mal ist eine Mail von Tesla aufgetaucht, die am Quartalsende 30.000 Dollar Discount auf Vorführwagen anbot. Der Tesla-Mitarbeiter war dazu gar nicht autorisiert und würde für diesen schlechten Scherz gefeuert.

Hier die *ganze* Geschichte (inkl. Statement von Tesla): https://cleantechnica.com/2017/09/04/30000-off-price-tesla-model-s-p100d-model-x-p100d-showroom-cars-month/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
akkrt 13.06.2018, 17:08
55. Sind auch deutsche Arbeitsplätze in der Eifel betroffen ?

Sprich bei ehemals Grohmann Engineering, jetzt Tesla Grohmann Automation ?
Da hatte Tesla doch die Bestandskunden rausgeschmissen und nur noch für Kalifornien/Nevada gefertigt, nach der Übernahme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwaebischehausfrau 13.06.2018, 19:46
56. @Fait Accompli: Natürlich hat Musk recht...LoL

Zitat von Fait Accompli
Mit Halbwahrheiten kommen Sie hier nicht weiter, werte Dame. Auf den Internetverkaufsportalen werden keine Neuwagen von Tesla über Händler verkauft. Das, was einem Neuwagen am nächsten kommt, sind Reservierungen bei Tesla, die ein Kunde eines Autohauses eben an dieses abtrat. Auch "muss" Tesla keine Preisnachlässe am Quartalsende auf ihre Autos geben. Da erzählen Sie wie üblich nur die halbe Geschichte. Ein einziges Mal ist eine Mail von Tesla aufgetaucht, die am Quartalsende 30.000 Dollar Discount auf Vorführwagen anbot. Der Tesla-Mitarbeiter war dazu gar nicht autorisiert und würde für diesen schlechten Scherz gefeuert. Hier die *ganze* Geschichte (inkl. Statement von Tesla): https://cleantechnica.com/2017/09/04/30000-off-price-tesla-model-s-p100d-model-x-p100d-showroom-cars-month/
..so wie er bisher immer "recht hatte" mit all seinen Ankündigungen (könnte ihnen hier 20 Versprechungen mit "Lieferdatum" auflisten, die Musk nicht eingehalten hat.) Aber konkret.
Gehen Sie einfach mal auf Autoverkaufs-Portale im Internet (z.B. Mobile.de) und schauen Sie sich an, wieviel Tesla's da angeboten werden. Und wenn Sie die ca. 370 Angebote sortieren nach "KM-Leistung" aufsteigend, dann werden Sie sehen, dass auch Neuwagen mit 30, 50, 150 KM Laufleistung angeboten werden. Von irgendwelchen Händlern. Aktuell nur wenige - das liegt wohl daran, dass Tesla sich ja momentan fokussiert auf die Model 3 Herstellung. Nicht weil das das Model ist mit dem man am meisten Marge + Deckungsbeitrag einfährt, sondern weil mit seinem Erfolg der Aktienkurs fällt oder steigt) und gerade nicht so viele Model S + X ausliefert. Sie können mir glauben: In den letzten 2 Jahren konnten Sie über Händler IMMER dutzende Tesla-Wagen mit weniger als 500 KM Laufleistung in den Internet-Portalen kaufen (obwohl angeblich nur "direkt" verkauft wird.
Auch auf der deutschen Tesla-Website finden Sie aktuell unter der Rubrik "Verfügbare Neuwagen" ca. 35 Modelle, lieferbar innerhalb 14 Tage. Das zum Mythos: Es wird nur auf Bestellung produziert und zwar mit langen Wartezeiten. Und wir reden hier auch nicht von Vorführwagen, sondern von NEUWAGEN.
Ich könnte ihnen auch zig Links schicken von Interessenten/Kunden, die bestätigen, dass sie zum Quartalsende dicke Rabatte geboten bekommen haben, damit die Dinger vom Hof kommen bei Tesla. Fängt ja schon mit der "Prämie" an, die man für die Empfehlung eines Kunden bekommen konnte: Wieso sollte das ein Unternehmen manchen, das sowieso gar nicht so viel Autos herstellen kann , wie die Leute bestellen und eh schon (angeblich) Wartezeiten von mehreren Monaten hat.
Kaufen Sie einfach Tesla-Aktien: Wenn der Kurs jetzt endlich durch die Decke geht und bei über 500 USD Dollar ist, wäre es doch schade, wenn Sie diese Chance verpassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MiniDragon 13.06.2018, 20:53
57. Tesla braucht zusätzliches Geld

Und da es angesichts der aktuellen Gewinn-und Verlustsituation
( siehe Bilanzanalyse : http://www.online-lehrbuch-bwl.de/lehrbuch/kap2/bilanzanly/bilanzanly.pdf )
ziemlich schwer sein dürfte, weiteres Fremdkapital,( Bankkredite) zu bekommen, müssen zusätzliche Teilhaber= Aktionäre gefunden
werden, die darauf spekulieren, dass der Tesla- Kurs nicht einbricht sondern noch weiter ansteigen wird, weil doch Tesla nach Bekunden von Elon Musk ein ``nachhaltig profitables Unternehmen´´ ist.

Mit anderen Worten: Kurspflege ist dringend erforderlich!
Ein probates Mittel zur Kurspflege, das offenbar auch hier bereits kurzfristig Erfolg hatte : In 2 Wochen ein erstaunlicher Kurs- Anstieg von ca. 25% !!
Aber was kommt da wohl als Nächstes? Vielleicht das Tesla - Mars- Mobil ? :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
a.dree 13.06.2018, 22:07
58. Tesla - don't short

Die Märkte und Investoren verstehen so langsam den Technologievorsprung von Tesla - die Short-Spekulanten mussten in den letzten Tagen ziemlich Federn lassen. Herrlich ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Aberlour A ' Bunadh 14.06.2018, 10:23
59. Aber es ist gut für die Firma?

Nochmal kurz zum Unterschied zwischen amerikanischen und deutschem Arbeitsrecht und was daraus folgt. Grob gesprochen kann man sagen, dass die amerikanischen Arbeitsmarktinstitutionen eher einen Abwanderungsmechanismus begünstigen ("Exit-Option"), während die deutschen eher einen Widerspruchsmechanismus begünstigen ("Voice-Option"). Das hat spezifische Vor- und Nachteile bezüglich der Arbeitsplatzorganisation und des Arbeitsmarktes allgemein. In den USA unterliegen Arbeitsverhältnisse der "at-will-Doktrin", das heißt, einem Arbeitnehmer kann jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Dem stehen nur zahlreiche Antidiskriminierungsgesetze entgegen, die Minderheiten (Frauen, Farbigen, Behinderten, ältere Arbeitnehmern über 40) die Möglichkeit der Klage bei einem eventuellen Verstoß gewähren. Demgegenüber ist der Bestandsschutz von Arbeitsverhältnissen im deutschen Arbeitsrecht ein hohes Gut. Das (Normal-)Arbeitsverhältnis ist durch zahlreiche tarifliche und betriebliche Zusatzpflichten relativ stark normiert. Der Vorteil des amerikanischen "Abwanderungsmodells" besteht darin, dass sich Unternehmen sehr schnell und flexibel an veränderte Umwelten anpassen können. Die geringen Mobilitätshemnise führen dazu, dass Entlassene relativ schnell wieder einen Job (sic!) finden. Aber wie das so ist in der Ökonomie, Vorteile haben auch Nachteile. Bei hoher Mobilität haben weder Beschäftigte noch Arbeitgeber einen Anreiz in betriebsspezifische Qualifikationen zu investieren. Grund: es liegt in der Natur der Sache, dass diese Qualifikationen erst nach längerer Betriebszugehörigkeit eine Rendite abwerfen und das setzt zwingend die Bereitschaft zu längerfristiger Kooperation zwischen Beschäftigtem und Betrieb voraus. In Bereichen, in denen die Arbeitsabläufe Sorgfalt, Kreativität und die Teilung gemeinsam erworben Wissens verlangen, führt eine hohe Mobilität unweigerlich zur einer Verminderung der Leistungsanreize. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass sich Amerikaner mit modernen Organisationsformen, wie teilautonomen Arbeitsgruppen, Qualitätszirkeln und Total Quality Management, relativ schwer tun und stattdessen den traditionellen Taylorismus immer noch hochhalten. Ergebnis: die Arbeitsproduktivität und Arbeitsqualität ist in der deutschen Automobilindustrie weitaus höher als in der amerikanischen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 7