Forum: Wirtschaft
Entlastung für Unternehmen: Industrieverband fordert Steuersenkung als Antwort auf Tr
DPA

Die drastischen Steuersenkungen für US-Unternehmen wecken Begehrlichkeiten bei der deutschen Wirtschaft. Der Industrieverband DIHK fordert die Bundesregierung auf, die Sätze auch in Deutschland zu senken.

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rst2010 08.12.2017, 10:24
1. falsch.

wir müssen über kurz oder lang weg von der besteuerung der individuellen arbeit, denn die automatisierung/digitalisierung wird uns schon in absehbarer zeit da die einnahmen gehörig verhageln. also bleibt nur, bei den firmen bzw. käufern die dann fehlenden steuergelder abzugreifen. die alternative, einen großteil der bevölkerung mit hartz4 zu finanzieren dürfte mit dem bisherigen system nicht klappen.

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Hackwar 08.12.2017, 10:26
2. Keine Steuersenkungen

Man fragt sich immer wieder, wann die Leute es kapieren: Eine Steuerlast von 40-50% (insgesamt) ist normal und völlig okay! Es beschweren sich immer alle darüber, dass sie zu viele Steuern zahlen, aber kaum einer bedenkt die Alternative. Wo keine Einnahmen sind, kann der Staat auch seine Ausgaben nicht halten und dazu gehören eben viele Dinge, die sonst extrem viel teurer würden oder welche wir uns gar nicht leisten könnten.

Wäre jemand bereit, die ganze Verkehrsinfrastruktur zu bezahlen, die momentan zum guten Teil durch Steuergelder bezahlt wird? Kostenlose Schulen und Berufsausbildung an Berufsschulen und Hochschulen würde genauso damit zur Disposition stehen. Ebenso wie unsere sozialen Sicherungssysteme. Hartz4 ist schon zu wenig, aber wenn das auch noch weg fällt, brennt hier richtig die Hütte. Preise für Strom und Lebensmittel würden massiv ansteigen, wenn die Subventionen für Atomstrom und Bauern wegfallen würden. Deutschland ist gerade so gut aufgestellt, die Leute sind so vergleichsweise wohlhabend und die Wirtschaft brummt so sehr, weil wir eben über relativ hohe Steuern allgemeine Aufgaben finanzieren, von denen alle profitieren.

Wir können gerne über Steuergerechtigkeit reden, aber von der Idee von (spürbaren) Steuersenkungen für alle sollten sich die Leute endlich mal verabschieden.

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observerlbg 08.12.2017, 10:28
3. Genau, Steuermodelle wie bei Apple ect

Wäre doch gelacht, wenn wir die soziale Verantwortung nicht noch weiter runter schrauben könnten. trump als Vorbild für die Welt, alles klar!

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Hans Rosenstein 08.12.2017, 10:29
4. Die Industrie fordert Steuersenkungen?

Senkung von welchen Steuern denn? Auf die in Holdings und Stiftungen verschobene Gewinne? Und wer soll diese "fehlenden" Steuern dann für das Gemeinwohl nachschiessen? Der Arbeitnehmer und Kleinunternehmer, der mal nicht eben eine Briefkastenfirma für die Verwaltung des digitalen Eigentums in den Liederlanden oder gar ein Double Irish With a Dutch Sandwich installiert. Wegen Trump. "Die Industrie" hofft wohl auf Verständnis wenn der ins Spiel kommt.

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der.tommy 08.12.2017, 10:33
5.

Genau. Ich finde auch meine Steuerlast verglichen mit der im direkten Nachbarland Schweiz für zu hoch. Komischerweise wandern trotzdem nicht alle deutschen dahin ab oder auf die Bahamas. Warum wohl? Weil es da auf lange Sicht nichts zu holen gibt! Vielleicht sollte man diesen Herren mal vorschlagen, dass sie ab sofort nur noch in steurrparadisen produzieren dürfen? Dafür ihre Produkte hier aber mit Zöllen belegt werden? Mal sehen wie groß der Wunsch dann noch ist, noch weniger steuern zu zahlen. Im übrigen, was würde man denn mit dem gesparten Geld machen? An die Aktionäre verteilen möchte ich mal denken? Doch wohl kaum die Löhne mal kräftig anheben.

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jo125 08.12.2017, 10:33
6. Kaum zu erwarten

Nahezu alle Politiker wollen Geschenke verteilen, die von den Steuerzahlern bezahlt werden sollen. Eine Steuersenkung? Dann müsste man ja sparen! Das wird nicht passieren, nicht mit CDU und schon gar nicht mit der SPD.

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dr.eldontyrell 08.12.2017, 10:35
7. Ach was,

am besten gar keine Steuern mehr zahlen! Wieso sollten Unternehmen sich an der Solidargemeinschaft beteiligen, auf deren Basis sie ihre Geschäfte machen? Das wäre ja noch schöner, Kommunismus, Stalinismus, wie in Nordkorea wäre das!
Ach ja, den gütigen Arbeit"gebern" sollte man als gieriger Arbeit"nehmer" am besten noch Geld mitbringen, für deren Güte dem tumben Leben einen Sinn zu geben.
Ich schlage auch eine Änderung der ersten Strophe der deutschen Nationalhymne vor: Märkte, Märkte über alles, über allem steht das Geld!

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bullet69 08.12.2017, 10:38
8. Gehts noch?

weltbeste Ertragslage, Mrd von Gewinnen die Aktionäre glücklich machen, Steueroptimierungsabteilungen, Subventionskassieren und dann noch nach Steuersenkungen schreien? Ihr habt doch nicht mehr alle Tassen im Schrank! Investiert lieber in die Altersvorsorge Eurer Mitarbeiter und die Bundesregierung in die Vereinheitlichung des Rentensystems zwischen Angestellten, Beamten und Selbständigen. Arme Rentner können nix kaufen!

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nadennmallos 08.12.2017, 10:41
9. Und Warren Buffet hat doch recht: ...

... "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" Wir sollten uns nicht zu sehr über Trump echauffieren, denn bei uns greifen exakt die gleichen Mechanismen. Ja, ich halte Steuersenkungen auch für ein wichtiges Mittel, um die Wirtschaft anzukurbeln und dem amerikanischen Trump-Trend entgegenzusteuern. Aber Steuerentlastungen sollten auch dem Angestellten, dem Arbeiter zugute kommen, dann wird sich z.B. unser Binnenmarkt auch wieder besser entwickeln. Es ist für die Zukunft soviel zu schultern: Wir leisten uns hier einen gewaltigen und trägen Beamtenpark, der die kommenden Generationen nicht zuletzt durch seine Pensionsverpflichtungen schwer belastet. Wir haben Eliten in Politik und Wirtschaft, die für grobe Fehler nicht geradestehen müssen, siehe z.B.: BER und VW-Dieselskandal. Und wir haben eine Gesellschaft, bei der ich mich langsam frage, ob ein Großteil überhaupt weiß was der Generationenvertrag wirklich bedeutet, der weiß wie wichtig Kinder für die Zukunft sind? Fairerweise ertappt man sich selbst oft genug bei dem Gedanken: Macht euren Schei.. allein, ich mach mein DIng, basta! Mein unmaßgeblicher Vorschlag für die Zukunft (Holzschnittartig, ich weiß schon): Anteilig Steuern senken, die Menschen in diesem Land in die Pflicht nehmen, vom Spitzenmann/-frau bis runter zum sogenannten, kleinen Mann (Ja, den auch!), den Vorschriftendschungel bereinigen, Beamtenpensionen völlig neu überdenken, denn neue Umstände erfordern neue Maßnahmen (auch wenn das weh tut, aber damit haben beispielsweise Angestellte und Arbeiter auch zu kämpfen) und das gemeinsame Europa unter den gerade genannten Gesichtpunkten effizienter ansteuern.

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