Forum: Wirtschaft
Entlastung von Arbeitnehmern: Post-Chef Appel hält Robotersteuer für sinnvoll
DPA

Wenn Maschinen immer mehr Arbeit übernehmen, sollte diese nicht auch besteuert werden? Post-Chef Frank Appel findet eine Robotersteuer prüfenswert - im Gegensatz zum Grundeinkommen.

Seite 1 von 14
lezel 10.07.2016, 07:43
1. durchdenken

Zitat von Frank Appel
Man sollte das zumindest einmal durchdenken.
Richtig. Und dann verwerfen.

Deutschlands Wirtschaft lebt von Effizienz. Wir schaffen nicht mehr, sondern weniger Arbeitsplätze, wenn wir jeden, der sich seit der Steinzeit weiterentwickelt hat, dafür bestrafen, indem wir Sondersteuern auf die Benutzung von Robotern, Rechnern oder Rädern beschließen.

Wer effizient produziert, verkauft mehr und macht mehr Gewinn, und auf diesen Gewinn fallen Steuern an. Komplizierter muss es nicht werden.

Beitrag melden
thomas.d. 10.07.2016, 07:48
2.

Vielleicht sollte die Post erstmal damit anfangen die Zustellung von Post und Paketen an Sub Sub Sub Sub "Unternehmer" zu vergeben die ( wie praktisch) gleich in ihren Lieferfahrzeugen auf den Höfen der großen Verteilzentren "leben".
Wie üblich nur weltfremdes Geschwafel.

Beitrag melden
defy_you 10.07.2016, 07:54
3. Ja natürlich...

die Post hat auch nicht so viele Roboter aber umso mehr Menschen, die Briefe und Pakete zustellen. Was wäre die Folge? Deutschland distanziert sich von Hochtechnologiesektor und baut den Niedriglohnsektor mit unqualifizierten Arbeitnehmern aus (davon gibt's ja nun ein paar Millionen mehr). Damit wird unsere Zukunft vernichtet. Deutschland hat keine Bodenschätze. Wir brauchen Innovation, Fortschritt und Qualität. Deutschland bewegt sich leider nicht erst seit September 2015 in die völlig falsche Richtung. Hier muss dringend gegengesteuert werden.

Beitrag melden
thrifter 10.07.2016, 07:55
4. So, so, eine Robotersteuer!

Was ist denn ein Roboter? Kann das einer von den Schlaubergern mal definieren?
Ach so, das ist etwas, was Menschen die Arbeit wegnimmt.....
Hmmm, hätten wir dann nicht vor 150 Jahren schon mit einer Webstuhlsteuer anfangen müssen?
Oder einer Maschinensteuer generell?

Wie wärs denn einfach mal mit einer Kapitalismussteuer?

Oder Warnaufklebern: Achtung, dieses Produkt wurde maschinell hergestellt!

Am besten wärs allerdings, den schönen Spruch zu beherzigen: Wenn man keine Ahnung hat,.............

Beitrag melden
ocmone 10.07.2016, 07:55
5. Nun ja

Na als Postchef ist er natürlich geradezu prädestniniert, um seinen Senf zu diesem Thema dazu zu geben *sarkasmoff. Eine Automatisierungsbesteuerung ist zwar in der Tat unausweichlich. Aber zu glauben, dass die Altenpflege "in 50-100 Jahren" noch von Menschen erledigt wird, ist naiv. Schon heute zeigen Studien in Japan, dass Pflegebedürftige sehr gern von einem Roboter rund um die Uhr versorgt werden würden, wenn dieser ein gewisses Set von sozialen Basis-Skills beherrscht (die bereits innerhalb 10 Jahren verfügbar sein werden). Wir kommen um ein Grundeinkommen leider nicht herum. Ich habe beruflich mit künstlicher Intelligenz zu tun. Zwischen 2040 und 2050 braucht es den Menschen überhaupt nicht mehr. Das sind nur noch 30 Jahre. Die Nationen müssen sich JETZT zusamnen setzen und gemeinsame Regeln dafür erarbeiten.

Beitrag melden
matthias_degener 10.07.2016, 07:55
6. Wo anfangen?

Mein Vorschlag wäre, probeweise in Paketzentren und Briefsortieranlagen zu beginnen. Ich warte schon auf die Portoerhöhung.

Beitrag melden
catcargerry 10.07.2016, 07:59
7. Weitführende originelle Idee

Im Hinblick auf die Komplexität des derzeitigen Steuersystems auch ein echter Fortschritt in Richtung Bürgernähe. Und ausbaufähig: Drehbanksteuer, Bohrmaschinensteuer, Schneebesensteuer, Hammersteuer ... ok, ist vielleicht zu weitgehend, Schneebesen und Hammer weisen in der marktüblichen Form wohl einen zu geringen Digitalisierungsgrad auf.

Beitrag melden
Jarek M 10.07.2016, 07:59
8. Falsches Verständnis

Die Vorrangige Aufgabe des Grundeinkommens wäre nicht, dass die Empfänger "erfülltes und zufriedenes Leben führen", sondern die Entkoppelung der Existenzbedarfsdeckung von der immer knapper werdenden Arbeit.

Und wenn Appel (BTW, 9,59 Mio. Euro in 2014) schon über Arbeit sinniert, wo "der Mensch wirklich unentbehrlich ist" und damit mehr oder weniger deren Wertigkeit impliziert, dann sollte er sich die Bezahlung in der Altenpflege anschauen.

Beitrag melden
wuffeman 10.07.2016, 08:02
9. Visionär!

Ein Mensch der über Handys in 50 oder 100 Jahren redet beweist das er weder für technische noch soziale Visionen kompetent ist. Anders gesagt: Er wäre ende der Siebziger der Visionär der über Optimierung und Zukunft von Schreibmaschinen fabuliert während Jobs und co. in ihrer Garage Revolutionen entwickeln. - D.h. es kommt völlig anders.

Beitrag melden
Seite 1 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!