Forum: Wirtschaft
Entschädigung für NS-Verbrechen: Griechenland will 280 Milliarden Euro von Deutschlan
REUTERS

Solange Griechenland am EU-Tropf hing, vermied es Premier Tsipras, Reparationen für die NS-Kriegsverbrechen zu verlangen. Doch nun, nach Ende des letzten Rettungspakets, will Athen handeln.

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HeisseLuft 06.10.2018, 14:22
440. Nicht ganz

Zitat von 5412
Hilfe ich habe keine Argumente ich komme mit Plattitüden wie dem schon vor Jahren auf den Index geratenen Begriff "whataboutism", die nur ein weiterer Beleg für mein Kleinkindverhalten sind. Gez. Trevor ;)
Nein, der Vorwurf Whataboutism kann durchaus berechtigt sein. Wenn er einfach einer platten Relativierung dient. Darum ging es mir aber nicht, s. Beitrag 421:

http://www.spiegel.de/forum/wirtscha...stbit_69057626

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enoughnow 06.10.2018, 14:22
441. Kopfschütteln...

es ist einfach ekelerregend. Sicher darf man die Nazi-Geschichten nicht vergessen, doch Zeitpunkt, Höhe sind unappetitlich. Ich wünsche ich mir ein Kern-Europa mit verzahnten Institutionen, Euro und WERTEN. Der Rest sollte gemäss Zentrifugalkräften auf Distanz gehalten werden und sich erstmal wieder (innen) politisch dieser Gemeinschaft annähern.

So nicht, liebe griechischen Almosenempfänger!

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localpatriot 06.10.2018, 14:23
442. Reparationen gingen an die Staaten

Zitat von friwi1
aber als Organisator von abertausenden Zivilrechtklagen gegen die Bundesrepublik Deutschland als Rechts-und Pflichtennachfolger des "Deutschen Reiches/der Nazis" ist aufgrund der verbrecherischen Taten die Rechtslage eine andere ! Mit Zinseszins werden wohl dreistellige Milliarden-Forderungen erreicht, als Sammelklagen-Gesamtsumme !
Die fue D angesetzten Reparationen gingen in erster Linie an die Opfer Staaten. In wie weite diese dann an bestimmte Personen weiter gereicht wurden ist fraglich.
Es ging auf der einen Seite auf die Bestrafung der Bösewichte (D) und auf der anderen um Entschädigung der Opferstaaten und deren Wiederaufbau.

Weitere und spätere 'Wiedergutmachung' und Entschädigung von Einzelpersonen waren in der sofortigen Nachkriegszeit weniger akut. Ein Beispiel war die Entlohnung für Zwangsarbeit.

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bs2509 06.10.2018, 14:25
443. Ob die Höhe der Summe stimmt

mag dahingestellt sein, richtig ist, dass Helmut Kohl und sein Adlatus Genscher die Griechen bei den 2+4 Verhandlungen als Partner schlicht weg über's Ohr gehauen haben.
Alles nicht so wild und die damaligen griechischen korrupten Politiker gaben Grünes Licht dafür.
Waren sie sich schon damals ihrer Rolle als "Konservative Parteigenossen" bewußt.
Und "Großzügigkeit auf Kosten der Allgemeinheit" ist ein typisches Politiker-Merkmal, aber auch " Nehmen ist großzügiger, denn geben" ( Helmut Kohl ).
Ob irgendwelche Summe wirklich gezahlt werden ist unbekannt.
Bekannt ist, dass die Nazis in Griechenland hemmungslos alles geplündert, zerstört und getötet, was sie vorfanden. Alleine deshalb wäre eine Reparationszahlung ein ehrlicher Vorgang.
Aber das ist mit der GroKo nicht mehr zu machen, der Zerfall kommt vor jeglicher Reparationszahlung.

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bosemil 06.10.2018, 14:25
444. was hat der Lastenausgleich denn damit zutun ?

Zitat von udo.sowade
Mord verjährt nicht oder ? Während deutsche Flüchtlinge und Vertriebene über den Lastenausgleich nach dem 2. Weltkrieg entschädigt wurden, werden diese Forderungen durch Deutschland als nicht berechtigt angesehen. Eine Begründung liefert aber Deutschland nicht.
Die Reparationen sindlängst vom Tisch.Den Lastenausgleich hat Deutschland ersteinmalselbst erwirtschaften müssen. Daran warendie Vertriebenen und Flüchtlinge sogar zum Teil selbst mit beteiligt. Gehen sie mal in die Nachkriegsgeschichte. Griechenland sass bei den Reparationforderungen sogar mit am Verteilungstisch.

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Poli Tische 06.10.2018, 14:25
445. Warum werden nicht auch Forderungen an Italien gestellt???

Zitat von budenspecht
hatte ja Mussolini. Hitler war sogar dagegen (soweit ich las) und kam dann doch Mussolini zuhilfe. Warum dann ausgerechnet nur an Deutschland Forderungen gestellt werden und nicht auch an Italien, das den Krieg angefangen hatte? :-)
Weil bei denen, im Gegensatz zu Deutschland, nichts zu holen ist. Außerdem sind fast alle Staaten, außer Deutschland, bei Reparationszahlungen auf beiden Ohren taub - in der Vergangenheit, in der Gegenwart und leider auch in der Zukunft.

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Trevor Philips 06.10.2018, 14:26
446.

Zitat von HeisseLuft
War das wirklich schon immer so? Und wie viele Jahrhunderte dürfen diese Forderungen alt sein?
Na Sie dürfen schon etwas über 70 Jahre alt sein wenn zu diesem Zeitpunkt die Besatzungsarmee eindeutig Verbrechen begangen hat die zum damaligen Zeitpunkt vom Völkerrecht auch als Verbrechen und nicht als Teil normaler Kriegführung aufgefasst wurden.
Die Taten der Horden Dschingis Khans, die Tötung der Gefangenen Franzosen bei Agincourt durch Henry V verstand man damals durchaus als Teil der normalen Kriegführung.
Die Massaker von Le Paradis, Wormhout oder auch Kefalonia hingegen waren das nicht.
Massaker, Vergewaltigung, Plünderung, die Ermordung von Kriegsgefangenen etc. hat man auch in den Jahren 1933-1945 in den zivilisierten Teilen der Welt -also nicht Deutschland- als Verbrechen angesehen.

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flohzirkusdirektor 06.10.2018, 14:27
447. In Geschichte geschlafen?

Zitat von d4g3g3n!
Bin dagegen. Wirkt reichlich unverschämt. Fordere Reparationen für Alexanders Feldzüge.
Der grosse Alexander war Makedone und kein Grieche ...

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Trevor Philips 06.10.2018, 14:28
448.

Zitat von artur79
Mathematik Aufgabe, etwa 5-6. Klasse : Insgesamt starben 400 000 Griechen im Zweiten Weltkrieg. Griechenland fordert von Deutschland 280 Milliarden Euro. Wie viele Euro sollte Polen fordern, wenn während des Krieges 6 Millionen Polen starben?
Na was ist denn bei Ihnen so ein diebischer betrügerischer Ostländer gegenüber einem faulen arbeitsscheuen Südländer wert?
Oder noch besser was sind die Ihnen überhaupt wert in Ihrer "Mathematik"?

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Stillner 06.10.2018, 14:29
449. Angemessen

Leider ist diese Forderung angemessen: Mit Grund wurde im Zuge der Wiedervereinigung vermieden, einen Friedensvertrag zu schließen - aus genau dem Grund, etwaige noch unbeglichene Reparationsforderungen zu vermeiden. So wenig aber Mord verjährt, so wenig können die Deutschen heute aus ihrer Vergangenheit fliehen. Die lässt sich allerdings nicht so beschreiben, wie dieser Artikel es am Anfang tut: Die Massaker in Griechenland waren keine "Bestrafung", auch kein "Racheakt". Es waren Kriegsverbrechen an unschuldigen Zivilisten, Verstöße gegen das Menschenrecht wie gegen das damals gültige Kriegsrecht.
Eine andere Frage ist, ob man dergleichen heute mit Geldsummen in dieser Höhe 'begleichen' kann. Wohl kaum! Aber dass wir allen Grund haben, weniger neo-imperialistisch in der Welt aufzutreten, das ist sicher. Und wenn die hier Kommentierenden ein Spiegel unserer Gesellschaft sind, dann ist noch viel Aufklärung nötig.

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