Forum: Wirtschaft
Entschädigung für Verstaatlichung: Venezuela muss Exxon 1,6 Milliarden Dollar zahlen
REUTERS

Venezuela zahlt einen hohen Preis für die Verstaatlichungswut ihres verstorbenen Präsidenten Chavez. Das Land muss den US-Ölkonzern Exxon nun mit einer Milliardensumme entschädigen.

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SchnurzelPuPu 10.10.2014, 07:20
1. Hoher Preis?

Da hat Venezuela ja wohl einen Gewinn gemacht.

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wqa 10.10.2014, 07:27
2.

10 Mrd verlangt und dann von einem pro USA Schiedsgericht 1,6 zu bekommen.

Hier in D wäre so ein Ergebnis eine Niederlage,

Es muss endlich Schluss damit sein, dass Mittel-\Südamerika, Afrika von Europa und USA Multis ausgebeutet werden.

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ohjemineh 10.10.2014, 07:34
3. Wirtschaft, Wirtschaft über alles...

Wenn ich "Schiedsgericht" lese, muß ich irgendwie an TTIP, Ceta und andere aktuelle Irrungen denken. Es wird Zeit diesen Wirtschaftsfaschisums zu beenden.

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ketzer2000 10.10.2014, 07:35
4. Verstaatlichung

ist hier letztlich nicht die Frage, sondern was machen Schiedsgerichte mit und bei Verfahren zwischen Unternehmen und Staaten. Wer ist der Souverän, das Volk, dass über z.B. die Ressourcen seines Landes entscheidet oder entscheidet, aus der Atomkraft aus zusteigen? Wir der Souverän anders behandelt als ein Privatmann, der auch nicht einfach aus einem Vertrag aussteigen kann, wenn sich z.B. die finanzielle Lage geändert hat.

Wichtig wäre, dass die Verfahren öffentlich und vor ordentlichen Gerichten verhandelt würden, damit sich der Souverän ein Bild von der Rechtsfindung machen kann. Wichtig wäre, dass Regierungen, die vom Souverän legitimiert werden, Verträge und Lizenzen künftig so gestalten, dass transparent wird, aus welchen Gründen Sonderkündigungsrechte ohne Entschädigung - und Verstaatlichung ist eigentlich nichts anderes - möglich sind.

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materialist 10.10.2014, 07:37
5. Peanuts

1,6 mrd.sind für ein Land wie Venezuela nun wirklich keine Hürde sie haben ja Dank Chavez genug Tonnen Gold als Reserve über die sie im Gegensatz zu Deutschland selbst verfügen.

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zerr-spiegel 10.10.2014, 07:42
6. Schlichtungsstelle der Weltbank

Wie hätte die sonst entscheiden sollen? Gegen die Interessen (und evtl. Weisungen) der USA? Ha ha ha.

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humorrid 10.10.2014, 07:49
7. Geld regiert

Auch wenn man nur vorgibt welches zu haben. Eigenständigkeit Südamerikas wird nicht belohnt. Der größte Schuldner der Welt bestimmt die Regeln auch in Europa und bei der UNO, bestimmt die Grenzen nach eigenen Interessen und torpediert, wenn sein muss, die Klimaschutzbemühungen der gesamten Menscheit. Ganz schön pervers. Aber auch ein gutes Beispiel dafür worauf wir uns beim Handelsabkommen einstellen sollen- auf Zahlungen in Mlrd-Höhe.

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fatherted98 10.10.2014, 07:55
8. soso...

...die Schichtungsstelle der Weltbank...na kann man sich ja denken wer da drin hockt.
Wenn ein Staat ein Unternehmen verstaatlicht ist dieser Staat nicht schadenersatzpflichtig...das greift in die staatliche Autonomie eines Landes ein. Das Unternehmen hat halt Pech gehabt...aber scheinbar ist der Kapitalismus Weltgesetz....

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thomas.b 10.10.2014, 07:55
9.

1,6 Milliarden sind doch okay. Für das Land ist es ein Invest und Exxon hat seine offenbar faire Entschädigung. Dass ein Ölkonzern sich enteignet sieht, wenn ein Land seine eigenen Bodenschätze nicht mehr verhökern will, ist auch klar.

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