Forum: Wirtschaft
Entscheidung der Schweizer Notenbank: Was Sie über die Franken-Aufwertung wissen müss
DPA

Der Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro ist Vergangenheit. Warum hat die Schweizer Notenbank so entschieden, was bedeutet das für die Schweizer Wirtschaft und welche Folgen hat das für die Eurozone? Die Antworten im Überblick.

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zockelbär 16.01.2015, 14:39
1. Was man auch wissen sollte:

Einige haben eine richtige goldene Nase damit verdient.

http://www.zerohedge.com/news/2015-01-15/blast-recent-past-jim-grant-nails-snb-decision

leider auf englisch

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olddreamer 16.01.2015, 14:48
2. Schlußfolgerung? :

Der Euro ist keine harte Währung mehr, wie es die DM war. Es profitiert zwar der Export Deutschlands. Importgüter aus der Schweiz werden aber unerschwinglich, ebenso wie Reisen in die Schweiz usw. Wer eine "sichere" harte Währung will, muss teuere Franken kaufen. Deutschland ist ein Weichwährungsland geworden! Das ist die Folge der EZB-Entscheidungen.

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freespeech1 16.01.2015, 15:28
3.

Warum hat die Schweizer Notenbank so entschieden? Ganz einfach, weil der Franken eine starke Währung ist und der Euro nicht.

Warum also sollte sie weiter schwache Euro für einen zu hohen Preis mit guten Franken ankaufen?

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gantern 16.01.2015, 16:09
4. Schweizer Franken frei

Die Schweizer Nationalbank kauft zur Kursstützung keine Euro mehr und sofort startet der Franken seinen Höhenflug. Wenn es gut geht für die Schweizer, werden sicher auch bei uns wieder Rufe nach der DM an Fahrt gewinnen. Leider ist die, langfristig gesehen, vernünftigste Lösung einer Verschmelzung aller westeuropäischen Währungen Utopie. So bleibt auf absehbare Zeit die Welt eine Dollar-Domäne.

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mahrud 16.01.2015, 16:36
5. Alles warme Luft

Entscheidend für den Wert des Euro ist doch vor allem die Frage der Kaufkraft innerhalb der Eurozone, und für den durchschnittlichen Euro-Europäer ändert sich dadurch erstmal gar nichts.
Die kalte Enteignung von Sparguthaben aufgrund einer zwiespältigen EZB-Politik trifft uns ungleich härter.
Hätte man vor 15 Jahren offen über die Probleme gesprochen, die in der Eurozone entstanden und bereits damals nachweislich erkannt worden sind, hätte man die Einführung des Euro mindestens verzögert, wenn nicht verhindert.
Bis heute sind die damals Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft, aber auch Presse und Medien nicht bereit, ihren Fehler einzugestehen, daß sie damals leichtfertig den Euro schöngeredet und die Determinanten ignoriert haben.
Doch nicht nur das, man ließ auch zu, daß das Volk von dieser Entscheidungsfindung bewusst ferngehalten wurde.
Es kann nicht sein, daß seitdem und immer noch jede von der "offiziellen" Meinung abweichende Haltung zum Euro als anti-europäisch, populistisch, rechtsgerichtet etc diffamiert wird.
Es ist geradezu ungeheuerlich, daß angesichts der massiven Ungleichgewichte innerhalb der Union immer noch keine Exit-Strategie für bankrotte Euroländer aus dem Euro in den EU-Gesetzen implementiert worden ist.
Die Aufwertung des Franken sollte daher eine unserer geringsten Sorgen sein.

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Peter Bernhard 16.01.2015, 18:11
6. Mitte der Reiche

Zitat von olddreamer
(...) Deutschland ist ein Weichwährungsland geworden! Das ist die Folge der EZB-Entscheidungen.
Vielleicht dürfen chinesische Mittelklasse working People hier in Euroland endlich auf den Geschnack und die Weiten des Made in Germany kommen. Dann wird der Euro sehr schnell ansteigen - wenn die Qualität stimmt. Zu letzterem werden die Schweizer, die sich schon immer etwas mehr anstrengen mussten, nun unbedingt angehalten. Das ist bestimmt auch gut so. Dafür ist das Land klein genug, dass Weicheinkaufsland immer in Haushaltsnähne ist. Und in allen Neureichenden-Ex-Kommu-Kastenländern gibt es auch die Davos-Klasse, der es erst Recht nicht auf paar Prozente ankommt. Das erinnert mich an mein Unverständis von Stützungen überhaupt: wenn ich etwa den Euro stütze, muss ich doch auch alle anderen Währungen stützen, die gegen den Dollar fallen? Dann ist das ja weltweit mit Wetterfronten vergleichbar.

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doreen-jueppy 16.01.2015, 18:20
7.

Fehler werden so gut wie nie von den Politikern zugegeben; warum auch? Es wird doch alles akzeptiert ob Schwachsinn oder gute Entscheidungen. Meinungen der Bürger werden einfach weggewischt. Muckt ein Politiker auf u. will einmal vernünftig sein (Ende der Sanktionen gegen Russland, nicht nur Russland leidet darunter auch einige andere Staaten) hört man nicht hin, er könnte ja Recht haben u. ich als Kanzlerin oder Kanzler bin die/der Dumme, das geht doch nicht; man muss doch auf die Großmacht USA hören, die hat das SAGEN, dass diese Großmacht nur ihre eigenen Interessen durchsetzen will u. Angst hat Russland wird stärker als sie, was für uns nicht so schlimm wäre; schlimmer wäre es wenn die USA die einzige Großmacht ist u. bstimmt was wir machen oder lassen sollen.
Zitat: Sorge dich nicht! Sorge dich nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen;(Matthäus, 6. Kap.) oder es gibt immer ein morgen solange es die größte Macht - die NATUR - zuläßt.

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meisterfischer 16.01.2015, 19:40
8. Glück gehabt

Zitat von olddreamer
Der Euro ist keine harte Währung mehr, wie es die DM war. Es profitiert zwar der Export Deutschlands. Importgüter aus der Schweiz werden aber unerschwinglich, ebenso wie Reisen in die Schweiz usw. Wer eine "sichere" harte Währung will, muss teuere Franken kaufen. Deutschland ist ein Weichwährungsland geworden! Das ist die Folge der EZB-Entscheidungen.
Na, da haben wir aber Glück gehabt, was? Swatch-Uhren sind ersetzbar, Eterne-Hemden ebenso, Zement von Holcim brauche ich nicht, Schokolade muss nicht aus der Schweiz sein und die grenznahen Schweizer werden ihr Geld nun in Massen in die grenznahmen deutsche Regionen bringen. Und Urlaub in der Schweiz - kein Interesse. Wollen wir mal sehen, wie das Land mit der Aufwertung zurecht kommt. Und unser Export profitiert. Hey - davon leben wir!

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ulli7 16.01.2015, 20:26
9. Schweiz 8 Mio. Einwohner - Eurozone 337 Mio. Einwohner

Die Vertreter der Eurozone sollten sich in Grund und Boden schämen, dass die kleine Schweiz mit nur acht Millionen Einwohnern zeigt, was der Euro wert ist.
Der neue Wechselkurs ist eine Schande für Deutschland und die Eurozone !

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