Forum: Wirtschaft
Entscheidung der Schweizer Notenbank: Was Sie über die Franken-Aufwertung wissen müss
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Der Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro ist Vergangenheit. Warum hat die Schweizer Notenbank so entschieden, was bedeutet das für die Schweizer Wirtschaft und welche Folgen hat das für die Eurozone? Die Antworten im Überblick.

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tschirky 17.01.2015, 17:31
20. Ist nicht ganz so!

Zitat von mahrud
Entscheidend für den Wert des Euro ist doch vor allem die Frage der Kaufkraft innerhalb der Eurozone, und für den durchschnittlichen Euro-Europäer ändert sich dadurch erstmal gar nichts. Die kalte Enteignung von Sparguthaben aufgrund einer zwiespältigen EZB-Politik trifft uns ungleich härter. Hätte man vor 15 Jahren offen über die Probleme gesprochen, die in der Eurozone entstanden und bereits damals nachweislich erkannt worden sind, hätte man die Einführung des Euro mindestens verzögert, wenn nicht verhindert. Bis heute sind die damals Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft, aber auch Presse und Medien nicht bereit, ihren Fehler einzugestehen, daß sie damals leichtfertig den Euro schöngeredet und die Determinanten ignoriert haben. Doch nicht nur das, man ließ auch zu, daß das Volk von dieser Entscheidungsfindung bewusst ferngehalten wurde. Es kann nicht sein, daß seitdem und immer noch jede von der "offiziellen" Meinung abweichende Haltung zum Euro als anti-europäisch, populistisch, rechtsgerichtet etc diffamiert wird. Es ist geradezu ungeheuerlich, daß angesichts der massiven Ungleichgewichte innerhalb der Union immer noch keine Exit-Strategie für bankrotte Euroländer aus dem Euro in den EU-Gesetzen implementiert worden ist. Die Aufwertung des Franken sollte daher eine unserer geringsten Sorgen sein.
Werter Herr Marud

Wissen Sie auch, dass in Osteuropa sehr viele Menschen einen Franken-Kredit aufgenommen haben? Sie sollten einmal über die Grenze von Deutschland raus schauen und nicht einfach schreiben, es ändere sich nichts!

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feuerwasser 18.01.2015, 07:39
21. Warnschuss mit Folgen...

...die Schweizer machen alles richtig und haben verstanden, das der momentane Milliardenverlusst ihers Landes, das kleiner Übel zu sein scheint. Wer immer noch an die EU und ihren bestehenden Euro glaubt, sollte sich mal darüber Gedanken machen, warum ein Land wie die Schweiz diesen sinnvollen Schachzug vollführt! Zur kurzen Erklärung:
https://m.youtube.com/watch?v=krMt-uE384c
...DAS ist leider der momentane Stand der Dinge!

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joglinks1 18.01.2015, 17:41
22. das wird uns bluehen

wenn wir zur DM, Reichsmark oder Taler zurueckkehren. Schaut auf die Schweiz und lernet. Die werden Loehne kuerzen und Leute entalssen. Der Tourismus bricht ein und Industreiarbeitsplaetze gehen ins Ausland.
Ich Sch.. auf be harte Waehrung solange die Infaltion unter Kontrolle ist. ABer die ewig gestrigen hier wollen ja auch einen Adolf wieder an die macht.

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Stanley365 19.01.2015, 13:55
23. Der Franken ist nun 20% teurer - na und ?

Urlaub in der Schweiz, Uhren und schweizer Käse wird jetzt richtig teuer. Damit kann ich leben. Die schweizer Wirtschaft wird dagegen einen dramatischen Einbruch und enormen Kaufkraftverlust erleben, schweizer Exporte werden auf dem Weltmarkt einen nachahltigen Dämpfer erhalten, Investionen in der Schweiz werden sich kaum noch lohnen. Und da schreiben die Euroschwarzmaler hier allen Ernstes, daß die SNB alles richtig gemacht hätte ???

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Reziprozität 23.01.2015, 00:00
24.

Zitat von Stanley365
Urlaub in der Schweiz, Uhren und schweizer Käse wird jetzt richtig teuer. Damit kann ich leben. Die schweizer Wirtschaft wird dagegen einen dramatischen Einbruch und enormen Kaufkraftverlust erleben, schweizer Exporte werden auf dem Weltmarkt einen nachahltigen Dämpfer erhalten, Investionen in der Schweiz werden sich kaum noch lohnen. ...
Kaufkraftverlust bei der Schweizer Wirtschaft? Bei Parität CHF-EUR? Wie kommen Sie denn darauf? Es ist doch gerade der starke Franken mit seiner hohen Kaufkraft, der Probleme bereiten könnte.

Viele exportorientierte Schweizer Unternehmen haben die knapp dreieinhalb Jahre 1.20-Eurountergrenze genutzt um ihre Kostenstruktur besser in den Griff zu bekommen. Die jüngst erfolgte 20%ige Aufwertung des Schweizer Frankens bedeutet nicht nur eine gleichgrosse Steigerung der Exportproduktpreise, nein, gleichzeitig verbilligen sich auch die Importe von Vorprodukten, Halbzeugen und anderen Ausgangsstoffen markant. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Schweizer Exportindustrie auch die Franken-Euro-Parität mittelfristig wuppen wird.

Unsicher bin ich für den Fall, dass der krasse Wertzerfall vom Euro ungebremst weitergehen sollte, bei 85 ... 90 Rappen pro 1 Euro hört der Spass wohl endgültig auf.

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