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Entscheidung über Dürrehilfen: Klöckner will erst einmal Zahlen sortieren
DPA

Mit gelockerten Auflagen will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner die akute Futternot auf Höfen lindern. Vor einer Entscheidung über Finanz-Hilfen müssten aber erst die Daten zu den Folgen der Dürre vergleichbar gemacht werden.

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ulrich.schlagwein 15.08.2018, 15:42
1. Hoffentlich

haelt Frau Kloeckner ihren Plan durch. Gegner aus Verbaenden und der bayerischen Bauernparteil stehen sicher in den Startloechern. Und hoffentlich rechnet jemand die Groesse der betroffenen Flaechen nach, um wundersame Vermehrungen zu verhindern. Werden vielleicht die Umweltsuenden der Monokulturen mit beruecksichtigt? Vertrocknung der Anbauflaechen durch zuschuetten von Wassergraeben, Tuempeln, Baechen und Rodungen, oder Verpflasterungen von ehemaligen Wald- und Ackerwegen, die sich zu Kanaelen bei Regenfaellen entwickeln (Wwein - Anbaugebiete)?

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acitapple 15.08.2018, 15:45
2.

Als nächstes kommen die Skipistenbetreiber und bekommen Subventionen wenn es nicht genügend geschneit hat. Und wehe der Sommer wird mal verregnet... Finde gut, dass Klöckner hier nicht aktionistisch/hysterisch handelt.

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ulrich.schlagwein 15.08.2018, 15:50
3. Frage

Sorry wegen des frueheren Tippfehlers. Warum wird eigentlich das Grundwasser bei der Kohlefoerderung abgepumpt und ueber Kanaele abgeleitet, anstatt zur Bewaesserung von Feldern zu dienen. Ist hierfuer ein anderes Ministerieum zustaendig, und reden die Ministerien nicht miteinander?

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omop 15.08.2018, 16:01
4. Richtiges Handeln von Frau Klöckner..

vielleicht sollte man den Bauern dann im jeweiligen Fall auch ihre Umweltsünden vorhalten (Monokulturen, Gülle etc.). Als Landwirt muss ich mit den Unwägbarkeiten des Wetters leben. Punkt. Daran ändert auch nichts ein sehr heißer, aber nicht ungewöhnlicher Sommer.

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wdiwdi 15.08.2018, 16:26
5. Erwartete Weizenernte: -20% zum Vorjahr

Weizenpreisanstieg seit Jahresbeginn: +20%. Das belegt doch glasklar, dass den armen, armen Bauern bedingungslos geholfen werden muss. Und wehe, hier redet jemand von solidarischen Sonderabgaben für Winzer oder Erdbeer- und Spargelzüchter nach deren Rekordernten - das wäre ja so was von unsolidarisch und neidzerfressen!

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Fxxx 15.08.2018, 17:14
6. Die kriegen doch schon über 6 Milliarden...

...und das allein von der EU. Und das nur damit sie massenhaft billiges Schweinefleisch exportieren und gegen die afrikanischen Kleinbauern konkurrieren können. Meiner Meinung nach sollten ALLE Subventionen für die Landwirschaft abgeschafft werden. Denn die Subventionen zahlen alle, das Geld landet aber fast komplett bei riesigen Agrarkonzernen.

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shotaro_kaneda 15.08.2018, 17:17
7. @ omop

Zitat: "Daran ändert auch nichts ein sehr heißer, aber nicht ungewöhnlicher Sommer." Erstens geht es nicht um die Temperatur, sondern um den Niederschlag, zweitens geht es nicht nur um den Sommer, sondern auch um den endenden Winter und das Frühjahr. In einigen Regionen fehlt bis jetzt schon 60% Niederschlag oder mehr im Verlauf der Vegetationsperiode. So etwas ist alles andere als gewöhnlich. Die Hitze verstärkt lediglich das Phänomen des Wassermangels.

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Commentatore 24 15.08.2018, 17:18
8. Die haben den Schuß noch nicht gehört

Die Natur hat uns aufgezeigt wo es langgeht und Politiker und ähnliches haben wieder nichts besseres zu tun als über Geld zu streiten. Das ist doch insgesamt ein armseliges Bild, dass die sogenannten Eliten abgeben. Aber sie werden von der Natur schon sehr bald eines Besseren belehrt und dann werden sie alle plötzlich ganz still werden und in ihren löchern verschwinden. Wie es Ratten eben so tun wenn es eng wird.

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caliper 15.08.2018, 17:36
9.

Zitat von omop
vielleicht sollte man den Bauern dann im jeweiligen Fall auch ihre Umweltsünden vorhalten (Monokulturen, Gülle etc.). Als Landwirt muss ich mit den Unwägbarkeiten des Wetters leben. Punkt. Daran ändert auch nichts ein sehr heißer, aber nicht ungewöhnlicher Sommer.
Mag ja sein. Weniger intensive Produktion hat sicherlich erwünschte Effekte auf die Natur und auf das Endprodukt. Allerdings mit weniger Ertrag und höheren Produktionskosten. Da sind wir dann schon am Kern des Problems. Wie sichern wir dem Bauern ein Einkommen das seinen Aufwand rechtfertigt? Man wird ihn bei dieser Verantwortungsvollen Aufgabe, mit hohem Kapitaleinsatz und Wetterrisiko sicher nicht mit Mindestlöhnern vergleichen wollen.

In der Regel ist es eben so, dass der Verbraucher in den Umfragen immer schon ökologisch denkt. Beim Einkaufen denkt er aber eben mehr ökonomisch. Die Großverbraucher und die Lebensmittelindustrie würde sowieso nicht mitziehen. Die kaufen auf dem Weltmarkt.

Man muss die Abnehmer der Produkte entweder zwingen diese Produkte zu höheren Preisen zu kaufen oder man riskiert, dass die Landwirte das Land nicht mehr bewirtschaften, weil es sich in Deutschland nicht mehr rentiert.
Dass die Bauern das Land brach liegen lassen, weil sich die Bewirtschaftung nicht mehr lohnt möchte man sicher auch nicht.

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