Forum: Wirtschaft
Entscheidungen der Eurofinanzminister zu Griechenland: Bloß keinen Fake Exit
REUTERS

Mit dem Auslaufen des dritten Hilfsprogramms will Griechenland die Souveränität zurückbekommen. Noch sind viele Fragen offen. Die Geldgeber könnten das Land stärker gängeln, als es Premier Alexis Tsipras lieb ist.

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acitapple 27.04.2018, 10:53
1.

Tsipras ist absolut nicht gebunden an die Forderungen der "nicht demokratisch gewählten" Geldgeber, wie immer so schön betont wird. Ich finde sogar er sollte alle Forderungen in den Wind schlagen. Dann gibt's kein Geld mehr, Schulden werden abgeschrieben, Griechenland verlässt die EU und führt die Drachme wieder ein und alle sind glücklich.

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Wassup 27.04.2018, 11:01
2. Wohlhabende sollten in Griechenland endlich Steuern zahlen

Die Griechin Margarita Tsoutsoura hat 2015 in einer Untersuchung fest gestellt, das vermutlich 28 Milliarden Euro vor allem von den steinreichen Oligarchen und der wohlhabenden Mittelschicht von Selbstständigen Anwälten, Ärzten usw hinterzogen werden.

Noch nicht einmal die Lagarde-Liste wurde konsequent eingetrieben - obwohl die Steuersünder bekannt waren!

https://www.chicagobooth.edu/magazine/35/2/feature1.aspx

Griechenlands Gläubiger sollten auf die konsequente Erhebung von Steuern drängen, das hilft auch den Armen in Griechenland.

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Remote Sensing 27.04.2018, 11:09
3. Griechisches Theater

gestern Sorgenkind, heute properierend, morgen Dementi. Ich bin das ewige Hin und Her langsam leid, und Tsipras & Co. glaube ich kein Wort. Die Message aus Athen lautet: Gebt uns einen Schuldenschnitt, und in Griechenland sind blühende Landschaften zu bewundern. Die Realität wäre: Schuldenschnitt und wieder fröhlich Geldgeschenke verteilen und Schulden anhäufen. Dem deutschen Steuerzahler wird vorenthalten, mit welcher Bürgerschaft Deutschland bei einem hair cut dabei wäre. Meines Wissens 300 Mrd. Euro. Zusammen mit davorliegenden Schenkungen z.B. über Alimentierung der Banken mit Barmitteln (yes!) , summiert sich das nach meiner einfachen Auflistung auf runde 800 Mrd. Gerne Korrektur aus dem Forum. Ach ja, und Macron ist natürlich für den Hair Cut, denn das käme vor allem franz. Banken und einem Rüstungsdeal mit Frankreich zugute. Aber die Groko schläft vor sich hin.

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geschneider 27.04.2018, 11:11
4. Das Fell ist verteilt.

Der Rest kann sehen wo er bleibt. In Griechenland gibt es für die Banken und Hedgefonds nicht mehr zu holen. Warum also nicht "Mission Accomplished" erklären und die Einheimischen den Dreck fressen lassen. Was die US Regierung kann, können die US Konzerne schon lange. Diesmal allerdings ist etwas passiert, was zu einem Umdenken führen könnte. China hat sich ein großes Stück vom Kuchen unter den Nagel gerissen.

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quark2@mailinator.com 27.04.2018, 11:17
5.

Zitat von acitapple
Tsipras ist absolut nicht gebunden an die Forderungen der "nicht demokratisch gewählten" Geldgeber, wie immer so schön betont wird. Ich finde sogar er sollte alle Forderungen in den Wind schlagen. Dann gibt's kein Geld mehr, Schulden werden abgeschrieben, Griechenland verlässt die EU und führt die Drachme wieder ein und alle sind glücklich.
Griechenland will aber den Euro behalten, denn so kann man sicher sein, nicht bankrott zu gehen. Das ist ja gerade das Problem - es gibt keine Möglichkeit, ein Land aus dem Euro zu werfen, egal was es macht.

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Poco Loco 27.04.2018, 11:22
6. Korruption u. Mißwirtschaft

Leider hat sich unter Tsipras kaum etwas grundlegendes geändert, nach wie vor werden lukrative Pöstchen an Verwandte verteilt, die Schattenwirtschaft floriert, von der Lagarde-Liste der Steuerflüchtigen Griechen, wurden von mögl. 1,3 Milliarden €, gerademal 95 Millionen € eingetrieben, nur die Hälfte aller Bankkredite können von den Schuldnern noch bedient werden. Syriza hat inzwischen jede Schlüßelposition des Landes besetzt, inzwischen herrscht ein autokratischer Führungsstil der eher an Venezuela erinnert als an die EU. Oligarchen werden von Steuern befreit und dem Volk drückt man 24 % Mehrwertsteuer aufs Auge. Echte wirtschaftliche und moralische Reformen sind immer noch nicht auszumachen, das alles erinnert eher an Kulissenschieberei.
Es herrscht immer noch Stillstand in GR, keine Modernisierungen, wenig Investitionen und auch die Privatisierungen werden verzögert und verschleppt. Ich sehe schwarz für das Land, es wird sich nie ändern.
Jedes Land kann natürlich machen was es möchte, aber dann bitte ohne den anderen auf der Tasche zu liegen.

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quark2@mailinator.com 27.04.2018, 11:23
7.

Zitat von Wassup
Die Griechin Margarita Tsoutsoura hat 2015 in einer Untersuchung fest gestellt, das vermutlich 28 Milliarden Euro vor allem von den steinreichen Oligarchen und der wohlhabenden Mittelschicht von Selbstständigen Anwälten, Ärzten usw hinterzogen werden. Noch nicht einmal die ......
Varufakis hat doch berichtet, daß ihm klar gesagt wurde, daß er kein Gesetz machen darf, welches eine solche Besteuerung einführt. Das kann man sich auf Youtube ansehen. Die EU (konkret "Duesselblum"(kann mir diesen Namen leider nicht richtig merken) und Schäuble) hatten was dagegen ... Ihm wurde angesagt, daß die EU (bzw. die Euro-Gruppe) dem Land den Zugang zu den Finanzmerkten sperren würde, wenn sowas passiert. So kam es ja dann später auch, als Varufakis 24h davon entfernt war, sich mit einer Art "Rentenmark" zu befreien. Insofern muß man sich fragen, an wen man Ihre mMn. berechtigte Beschwerde richten muß.

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Europa! 27.04.2018, 11:40
8. Die beste Hilfe

Macht Urlaub in Griechenland! Es ist so schön dort (und obendrein preiswert).

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Horatio Caine 27.04.2018, 11:40
9. Da las ich vom Exit Griechenlands...

...nur um enttäuscht festzustellen, dass der Exit aus dem Hilfsprogramm gemeint ist und nicht der Exit Griechenlands aus dem Euro. Schade..

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