Forum: Wirtschaft
Erdgas statt Atomkraft: Sauber, aber teuer

Deutschland will raus aus der Atomkraft - doch die erneuerbaren Energien können die Lücke nicht schnell genug schließen. Politiker*hoffen nun auf Gaskraftwerke,*mit denen*ein idealer Übergang ins Öko-Zeitalter*gelingen könnte -*wäre da nicht ein Problem: Die Strompreise müssten steigen.

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mito123 13.07.2011, 16:50
140. beispiel

Zitat von tempus fugit
Mal so ein kleines Beispielchen derer, die abgewandert sind und abwandern wollen? Vielleicht ist es einfacher, welche zu finden, die nach teurem Lehrgeld reuig wieder zurück sind...
Beispiel

Zitat: "Zum anderen würde eine Strompreiserhöhung von nur einem Cent pro Kilowattstunde für eine Firma wie den Aluminiumhersteller Trimet Mehrkosten von rund 50 Millionen Euro im Jahr bedeuten, so der Bericht."

Trimet hat 2010 einen Jahresüebrschuss von 28 mio. Euro im Geschäftsbericht ausgewiesen

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litholas 13.07.2011, 16:57
141. ...

Zitat von soulbrother
Ok, ich erläutere es Ihnen: Sicher heisst breitgefächert und fehlertolerant, sodass ein Unfall/Ausfall einzelner Anlagen weder eine Katastrophe noch Stromausfall bedeutet. Bezahlbar heisst, dass es sich Otto-Normalverbraucher leisten kann und dass die Strompreise nicht steigen, je knapper ein Rohstoff wird. Zukunftsfähig heisst, dass die Primärenergien unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stehen und nicht mit Raubbau an der Natur einhergehen.
Ok - Ihr "sicher und zukunftsfähig" hätte ich als "unfallsicher, den Bedarf deckend und nachhaltig" bezeichnet, sonst kann man darunter ganz andere Dinge verstehen. "Zukunftsfähig" wird oft gebraucht um billigen Strom zu fordern - weil nur der das Wirtschaftswachstum garantiert.

Aber "dass ein Otto-Normalverbraucher es sich leisten kann" ist extrem subjektiv. Wenn Otto-Normalverbraucher nur 20 Euro im Jahr für Strom ausgeben WILL und dafür (der Einfachheit wegen) mit Heizlüftern bei geöffneten Fenstern (das vermeidet Schimmelbildung) auf 25 Grad (dann kann man ganz bequem im T-Shirt in der Bude sitzen) heizen will, dann ist es physikalisch unmöglich "bezahlbaren" Strom zur Verfügung zu stellen.

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ikonaut 13.07.2011, 17:01
142. der artikel

postuliert im gleichen atemzug, dass schon gebaute gaskraftwerke sich schon bei 30-40 betriebstagen rechnen um dann sofort auf die propaganda der 4 multis aufzuspringen und zu behaupten, dass es sich bei neugebauten "natürlich" nicht mehr rechnet und ergo dringendst subventionen nötig sind. genauso wird richtigerweise festgestellt, dass VORHANDENE kapazitäten GÄNZLICH ungenutzt bleiben (in deutschland rund 8GW ungenutzte gaskraftwerke) und wiederum in einem parallelartikel die mär von der alternativlosigkeit eines akw "schattenkraftwerks" nachgeplappert.

wohnortnahe gaskraftwerke sind die ideale möglichkeit der fossilen stromerzeugung:

- relativ abgasarm
- superflexibel
- durch nutzung der "ab"wärme für heizzwecke mit wirkungsgraden über 80%
- auch nach dem übergang zu einer regenerativen energiewirtschaft nützlich und notwendig und durch nutzung von aus überschüssigem strom gewonnenem windgas (zweistufiges verfahren: 1. elektrolyse 2. methanisierung des wasserstoffs mit co2) sogar komplett co2 neutral.
- ein speichersystem für derzeit 90 bedarfstage ist mit dem derzeitigen gasnetz schon vorhanden und kann durch erschliessung weiterer kavernen (statt sinnloser co2 verpressung) problemlos auf einen 1jahresbedarf-speicher erweitert werden.

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tempus fugit 13.07.2011, 17:04
143. Hoffentlich rappelt's nicht demnächst in Frankreich...

Zitat von mito123
Dafür habe ich kein Beispiel. Ich meine aber gelesen zu haben das 1 cent Strompreissteigerung teilweise bis zu 500 mio. Euro Mehrkosten in energieintensiven Betrieben verursachen. Wie soll so ein Unternehmen, das im internationalen Wettbewerb steht sich denn dann in Deutschland halten? Das sind ja keine Unternehmen die Mrd. Gewinne erwirtschaften und die mal eben 500 mio. Euro jährlich weg stecken.

Sehen Sie - viel Lärm um nichts...

Und was Sie mal 'gelesen' haben ist nur interessant, wenn
es belegbar ist - und der beste Beleg ist, dass doch ernsthaft niemand wegen dem Atomausstieg auswandert...

Warum auch?
Nach Stillegung - und hoffentlich baldigem Start des Rückbau's - ist nirgends der Strom ausgefallen,
ausser am Hochrhein am 29.6.2011 2 x 1 Std. so Forumer
Fackus!
- und nach dem Ausstieg aus dem Aussteig im
November 2010 ist der Strom billiger oder teurer geworden?

Nach dieser EVU/CDU-CSU/FDP-Energieverarschungsrevolution?

Nur die Franzosen kriegen Herzflimmern, weil weniger DE-Überschussstrom deren 80%-Atomstrom nicht mehr so stark wie vorher abpuffern kann!

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tempus fugit 13.07.2011, 17:21
144. Kein Zusammenhang ist rein 'zufällig'....

Zitat von Reziprozität
...was zum allergrösstenTeil auf die faktische Verdopplung von zurückzuführen ist.



Aber rein garnichts damit zu tun, dass die EVU in 2009 - schlechtestes Wirtschaftsjahr der jüngeren Geschichte - bei 10% weniger Stromproduktion einen Rekordgewinn von 24 Mrd. € eingefahren haben?

Und 2010 sollen es nach Medienberichten 31 Mrd. sein?

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tempus fugit 13.07.2011, 17:39
145. Ja die Grünen - Wurzel allen Übels...

Zitat von Volker Tuermer
Die Kosten wären nicht das Problem wenn die Ökoterroristen die den Atomausstieg verbrochen haben die auch tragen müßten. Aber nein, darunter hat natürlich die Allgemeinheit zu leiden. Es ist immer dasselbe.

Wurde der Ausstieg nicht schon 2001 - und damit der Umbau
auf EE - zwischen Regierung und EVU beschlossen - bis 2021?

Was ist denn in den 10 Jahren - bis 11/2010 - davon gemacht worden?
Und wenn Sie nun eine Grün-Rot-Regierung in Baden-Württemberg mit einem grünen Ministerpräsidenten
als Ökoterroristen - und deren Wähler auch - beschimpfen
wollen, zeigt doch recht eindeutig auf, welcher Farbe Kind
SIE sind...

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ash26e 13.07.2011, 17:40
146. Quelle

Zitat von claudilein
Quelle?
Nach Internetrecherchen bei den Herstellenr und Betreibern von WK-Anlagen ergibt sich eine Auslastung von 16% bei Festlandsanlagen. Investoren für Offshoreanlagen werben mit erhofften 35%.
Die Auslastungen der WKanlagen sollten für einen Foristen hier schon gängig sein, halt so wie das Wissen, daß ein Jahr zu 8760 Stunden gerechnet wird.

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Zuversicht7 13.07.2011, 18:27
147. Man weiss nicht

Zitat von everhard
480000 Windräder á 5MW produzieren bei 20% Auslastung (Wo wollen Sie diese 200 Meter Dinger eigentlich überall aufstellen) pro Jahr 84 GWh Strom. Ein Wirkungsgrad von ca. 1/3 bei Strom-Methan-Strom ergibt 28 GWh, die letztlich im Stromnetz ankommen. Also etwa die Leistung von 4 Kernkraftwerken. Neben den Kosten für die 48000 Windräder kommen die Kosten einer Windgasanlage hinzu, die in der Spitze 240 GW verarbeiten kann - also den 3fachen Spitzenverbrauch des gesamten Landes - sowie von 5-10 großen Gaskraftwerken. Scheint mir nicht sehr profitabel zu sein, das Ganze.
wie im Jahr 2022 die Kostenstruktur für Strom/Energie aussehen wird, davon wird dann die Wirtschaftlichkeit abhängen.

Weserübung

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Zuversicht7 13.07.2011, 18:35
148. Die kWh wird (in 2020)

Zitat von everhard
Sie haben Recht. Ich habe den Faktor 5 für die Auslastung versehentlich zweimal eingerechnet. Die Windräder ersetzen also 20 KKW, es braucht dann allerdings neben den Windrädern und der Windgasanlage entsprechender Kapazität auch 20-30 Gaskraftwerke. Also, was kostet die so erzeugte kWh?
zwischen 30 und 42 Cent kosten, hängt von der dann geltenden Einspeisevergütung ab

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realist01 13.07.2011, 18:41
149. seit 2002

Zitat von lisa1980
Gegen Atomkraft bin ich ja auch. Aber vor dem Ausstieg mal nachdenken, hätte uns nicht geschadet. Aber es wurde ja jeder Wissenschaftler, der vorsichtig angemerkt hat, dass die neue Ökowelt ein Hirngespinst ist, als korrupter lobby-abhängiger Asozialer verunglimpft. SPON ganz vorne dabei.
Seit 2002 (bis 2010) war der Ausstieg eine klare Sache. Zwischen Ende 2010 bis Anfang 2011 war es eher eine Unterbrechung des Atomausstiegs.

Zitat von lisa1980
Vielleicht mal einpaar Fakten: Windernergie macht trotz aberwitziger Subventionen 8% der Stromerzeugung aus (Grundlast 1,5%),
Welche "aberwitziger Subventionen" denn???

Zitat von lisa1980
Solar knapp über 1% (Grundlast gegen null).
Alte Zahlen? In dem ersten (eher dunklen Winter-)Vierteiljahr war Solar bei 1,9%:
http://www.bdew.de/internet.nsf/id/D...-wieder-lohnen
und erneuerbare bei 19,2% insgesamt. Fast soviel, wie die Atomkraft in ihrer "Höchtzeit".

Zitat von lisa1980
(Grundlast gegen null).
Sie liefert eher wichtigere Mittellast, also am Tag, wo der Bedarf höher ist.

Zitat von lisa1980
Naja, egal, wir sind jetzt alles gute Menschen. Wir brauch ganz, ganz dringend neue Kohlekraftwerke, aber psst sowas darf man nicht mehr sagen.
Wenn Sie das auch begründen können, vielleicht.

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