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Erfolg für Betriebe: Zahl der Azubis im deutschen Handwerk steigt deutlich
ddp

Das intensive Werben um Nachwuchs im Handwerk scheint zu fruchten: Nach jahrelangem Rückgang steigt die Zahl der Ausbildungsverträge erstmals wieder deutlich. Immer mehr Azubis haben Abi.

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Mcool77 05.07.2016, 08:30
1. und was ist mit den anderen...

...die kein Abi haben? Es ist doch so, dass die Betriebe immer höhere Anforderungen an Azubis stellen. Klar! Der Markt gibt es ja auch her. Immer mehr Abiturienten stehen zur Verfügung und sorgen durch verkürzte Ausbildungen auch noch für kürzere Investitionen in den Azubis. Realschüler oder Hauptschüler bleiben da meistens auf der Strecke. Wo früher noch für den KFZ-Mechaniker Hauptschulabschluss ausreichend war, suchen Betriebe mindesten Relaschüler. Es bewerben sich allerdings auch viele Abiturienten und werden natürlich bevorzugt. Hauptschüler haben heute noch kaum eine Chance eine ordentliche Ausbildung zu finden. Nicht nur im Handwerk, sondern ganz schlimm in der Industrie.

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Ökofred 05.07.2016, 08:35
2. so so..

Das Gejammer über zu wenig Azubis verstehe ich nicht ganz, denn es wird jede 3.Ausbildung abgebrochen. Da muss etwas grundsätzlich falsch sein, nicht nur weil kaum jemand will sondern auch weil viele nicht bleiben wollen.

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thlogical 05.07.2016, 08:46
3. Augenwischerei

Mal ehrlich, dieser Artikel spiegelt gar nicht die Realität wieder. In einigen Landesteilen die traditionsbedingt dem Handwerk mehr verbunden sind sieht es ein wenig besser aus aber sonst eher mau. Die Statistik sagt nichts über Abbrecher oder wie gut die Azubis ihren Job machen. Bei vielen Firmen geht es schon gar nicht mehr um Ausbildung sondern eher um billige Arbeitskräfte da der Mindeslohn im Handwerk schon weit über 8,50 liegt. Ein weiteres Problem gibt es beim Bildungsstand. Da die Schulbildung immer schlechter wird fehlen den Azubis Grundfähigkeiten. Rechnen oder alleine die Feinmotorig ist mangelhaft. Es ist grausam. Das was hier geschrieben wird entspricht einfach nicht der Realität. Traurig aber wahr

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Herr Schäuble 05.07.2016, 09:03
4.

Das liegt wohl eher daran, dass die Bezahlung für Azubis im Handwerk durch den Mangel schon beinahe menschenwürdig ist und nicht an irgendwelcher dummen Werbung. Mich kann man so viel wie man will mit Jobs bewerben, wenn ich mir keine Wohnung leisten kann, werde ich mich für den Job nicht interessieren.

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Weiter-nach-vorne-schauen 05.07.2016, 09:17
5. Arrogantes Handwerk

Ich bin selbst Handwerksmeister und habe sogar zwei von den Meisterbriefen.

Handwerk und vor allem der Meisterbrief, diente von je her auch dazu Personen auszugrenzen. Nicht jeder sollte sich an den "goldenen Handwerksboden" mit bereichern dürfen.

Mit aus diesem Grund wurden die Hürden für die Erreichung der jeweiligen Ziele auch sehr hoch gesteckt.
Nun, die Zeiten haben sich erheblich verändert. Einerseits ist der Boden bei weitem nicht mehr so golden. Andererseits fehlen Handwerker an jeder Stelle. Und der Personenkreis der früher ins Handwerk wechselte (oft Hauptschüler), hat heute nicht den Hauch einer Chance die Gesellenprüfung zu bestehen.

Der falsche Stolz der Handwerkskammern, auf die gestiegen Anzahl von Abiturienten im Handwerk, zeigt gleichzeitig auch die verkrustete Struktur und das alte System.
Meine beiden Söhne haben auch Abitur und einen Handwerksberuf gelernt. Aber keine von ihnen ist dort geblieben denn, sie haben studiert und den erlernten Handwerksberuf als Basis für ihr Studium verstanden.

Was wir dringend benötigen ist eine Handwerksreform! Wir benötigen Handwerker. Warum ändern wir nicht die Ausbildungsregeln dahingehend, dass wir einen erheblich stärkeren praktischen Teil einführen und den theoretischen Anteil dafür auch erheblich zurückfahren. Die Abschlüssen müssten unbedingt gleichwertig sein.

Wir gäben dabei vielen die Chance, viel mehr Zufriedenheit in ihrem Leben erreichen zu können und uns allen die Möglichkeit eventuell eine Lücke zu schließen.

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steinbock8 05.07.2016, 09:17
6. endlich

einmal eine gute Nachricht alles andere außer dem Handwerk ist in Bewegung das Handwerk wird nie aussterben die Großkonzerne bilden wegen der Kosten immer weniger aus eine qualifizierte Ausbildung kann man nur von einem alten Handwerksmeister erhalten learning by doing

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spon-facebook-10000361426 05.07.2016, 09:26
7.

Ich muss doch schon sehr grübeln, wie es als Erfolg angesehen werden kann, dass mehr Abiturienten eine Ausbildung machen. Sind wir mal ehrlich, das impliziert zwei mögliche Ansätze: Die höher-, schneller-, weiter-Mentalität hat dafür gesorgt, dass die Realschüler (von Hauptschülern garnicht zu sprechen) so langsam endgültig am Bodensatz der Gesellschaft gelandet sind, oder dass die Schulen wirklich so schlecht geworden, wie immer behauptet wird. Glaub ich aber nicht, denn das wurde bei uns auch schon gebetsmühlenartig gepredigt und ich habe als Realschüler dann dennoch meine Fachhochschulreife gemacht, eine Ausbildung zum Bankkaufmann, BWL studiert und bin mittlerweile einige Jahre im Personalwesen. Ich kann diesen Schwachsinn einfach nicht teilen und vor allem kann ich es nicht unterstützen wie man Abiturienten für die Werkshalle ausbilden kann. Das ist wie Perlen vor die Säue und das meine ich tatsächlich mal Pro Real und Hauptschüler.

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Weiter-nach-vorne-schauen 05.07.2016, 09:29
8.

Zitat von Mcool77
...die kein Abi haben? Es ist doch so, dass die Betriebe immer höhere Anforderungen an Azubis stellen. Klar! Der Markt gibt es ja auch her. Immer mehr Abiturienten stehen zur Verfügung und sorgen durch verkürzte Ausbildungen auch noch für kürzere Investitionen in den Azubis. Realschüler oder Hauptschüler bleiben da meistens auf der Strecke. Wo früher noch für den KFZ-Mechaniker Hauptschulabschluss ausreichend war, suchen Betriebe mindesten Relaschüler. Es bewerben sich allerdings auch viele Abiturienten und werden natürlich bevorzugt. Hauptschüler haben heute noch kaum eine Chance eine ordentliche Ausbildung zu finden. Nicht nur im Handwerk, sondern ganz schlimm in der Industrie.
Zwischen der Ausbildung in der Industrie und im Handwerk klafft eine riesen Lücke.

Ich habe (Gott sei dank) in der Industrie gelernt. Die meisten Handwerksbetriebe sind doch gar nicht in der Lage auszubilden. Da läuft so eine Azubi einfach mit. das ist doch keine Ausbildung.

Es gehört eine Ausbildungsabgabe eingeführt und die Ausbildung auf staatliche Füße gestellt. Und zwar so lange bis sowohl Handwerk und auch Industrie ihrer gesellschaftlichen Aufgabe wieder gerecht werden.

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carranza 05.07.2016, 09:33
9. Die Zeiten haben sich geändert

Als ich jung war, war es üblich bis zu 10 Leute für ein mehrwöchiges Praktikum einzustellen, von denen einer,, vielleicht zwei, selten drei einen Lehrvertrag bekamen.

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