Forum: Wirtschaft
Erfolg für Deutsche Wohnen: Berliner Landgericht kippt Mietspiegel
DPA

Darf ein Vermieter in Berlin die Miete über Mietspiegel-Niveau erhöhen? Ja, sagt das Landgericht und gibt einer Deutsche-Wohnen-Tochter Recht. Mietervertreter sprechen von einem "Schlag ins Gesicht".

Seite 10 von 24
Allgemeinbetrachter 12.04.2019, 07:08
90. ganz einfach...

zieht alle aus der Stadt aus, dann ist die Stadt tot. spätestens dann ist es zu spät für die Politik nix getan zu haben. Mietpreisbremse war wohl nix. Die Unternehmen müssen verkaufen und dann reguliert sich alles, da der Preis verfällt. Besitz geht an Stadt zurück, da insolvenzen drohen und gut is. Na ja so wirds nich laufen... .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der Pöter 12.04.2019, 07:10
91. Wer hat da

wen geschmiert?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Frida_Gold 12.04.2019, 07:10
92.

Dass die Mietspiegel künstlich niedrig gehalten werden, ist doch seit Jahren klar - es geht darum, wieviel Mietkosten bei HartzIV-Empfängern übernommen werden muss und wer Anspruch auf Wohngeld hat...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
totalausfall 12.04.2019, 07:10
93. Der Deutsche und der Rechtsstaat

Der Deutsche hat nach wie vor Probleme mit dem Rechtsstaat.

Wenn ein vermeintlich falscher Recht bekommt, offenbart sich die Fratze des Deutschen.

Rechtssprechung eines Volksgerichtshof wünscht man sich, nach "gesundem Menschenverstand" und dem Frank`schen Credo "Alles, was dem Volke nützt, ist Recht, alles, was ihm schadet, ist Unrecht".

Diese primitive Vorstellung zeigt(e) sich nicht nur im Zuge der Asyldebatte gegen einzelne Migranten oder ganze Ethnien, auch gegen Konzerne wird das immer wieder deutlich. Hat ja ebenfalls Tradition. Der Begriff Finanzjudentum fällt zwar nicht mehr (naja wer weiß, was im Filter hängen bleibt), gehört aber immer noch mehr oder weniger konkret zum Weltbild des Michels (seien es nun "Heuschrecken" von den Finanzmärkten, Asyllobbies oder schießmichtot).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Frida_Gold 12.04.2019, 07:12
94.

Zitat von redwed11
Warum sollen die Wohnungen wieder an private Vermieter verschachert werden.
Weil die Stadt chronisch pleite ist und irgendwann wieder irgendwer das Tafelsilber zur Verbesserung der eigenen Leistungsbilanz verkaufen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
so-long 12.04.2019, 07:19
95. Enteignung

Zitat von nikolasvegas
in einem Interview? Die Mieten waren in Berlin die längste Zeit auf dörflichen Niveau. Als ich unlängst eine Wohnung in Berlin vermietet habe (für Kunden), habe ich mit der Zunge geschnalzt: Fast schon süddeutsches Kleinstadtniveau! Das Problem sind die Armut der Stadt, und die niedrigen Einkommen, das muss man schon einräumen. Die Enteignung wäre ein Geniestreich: Der Bund zahlt eine angemessene Entschädigung, es ändert sich NICHTS, und spätestens in ca. 25 Jahren werden die Wohnungen wieder an private Gesellschaften verschachert.
macht nur Sinn, wenn anschließend die Mieten abgesenkt werden. Damit würden per „doppelter Kosten (Enteignung plus niedriger Mietzins)“ wenige Leute auf Kosten der Allgemeinheit glücklich gemacht. Und massivst in die Mietpreisfindung eingegriffen. Quasi Schlaraffenland. Dann käme der nächste Klage-Rattenschwanz vor die Gerichte.
Ein Blick nach Wien zeigt: dort sind die Wartelisten endlos. Auch in Stockholm, wo die Wohnungen sehr günstig sind: Endlose Wartelisten und „Ablösezahlungen“ von mehreren Tsd. Euro pro Zimmer. Der Markt lässt sich nicht austricksen. Wenige mit genug Kohle wohnen dann günstig in der Stadt. Das ist doch gewollt, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
liberaleroekonom 12.04.2019, 07:21
96. Mir ist Gewinnorientierung lieber als Verlustorientietung

Zitat von redwed11
Warum sollen die Wohnungen wieder an private Vermieter verschachert werden. Denn gerade in Berlin zeigt sich doch ganz deutlich, die privaten Vermieter können außer Raffen nichts weiter. Das aber mit allen miesen Tricks. Beispiel Deutsche Wohnen, eine der schlimmsten Heuschrecken in diesem miesen Gewerbe.
Ihre permanente pauschale Verunglimpfung aller privaten Vermieter ist völlig überzogen und damit extrem unglaubwürdig. Sie sprechen hier ständig von der Raffgier der Vermieter und haben keinerlei Beweise für ihre Behauptung. Wieviele private Vermieter einschließlich der von Ihnen erwähnten schlimmsten Heuschrecken sind denn in den letzten Jahren wegen Raffgier (die ggf. strafrechtlich relevanten Begriffe sind vermutlich Betrug und Wucher) verurteilt worden? Sie verwechseln Raffen mit der Anwendung der gesetzlichen Vorgaben. Dort ist nämlich z.B. die Umlage der Modernisierungskosten explizit vorgesehen, damit die Wohnungen nicht vergammeln. Genauso wie jeder Vermieter aus steuerrechtlichen Gründen selbstverständlich gewinnorientiert arbeiten MUSS.

Im Gegensatz zu den sechs städtischen Gesellschaften mit ihren 308.862 Wohnungen, denen es unter dem rot-rot-grünen Senat anscheinend primär darum ging, auf Kosten des Steuerzahlers gewisse Mieter zu privilegieren. So stiegen
deren Schulden bei den Banken in den vergangenen zehn Jahren von 6,6 auf inzwischen 9,1 Milliarden Euro:
► Degewo: 69.298 Wohnungen, 2,01 Milliarden Schulden
► Gesobau: 41.933 Wohnungen, 1,18 Milliarden Schulden
► Gewobag: 61.114 Wohnungen, 2,32 Milliarden Schulden
► Howoge: 60.602 Wohnungen, 1,29 Milliarden Schulden
► Stadt und Land: 45.042 Wohnungen, 1,41 Milliarden Schulden
► Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM): 30.873 Wohnungen, 970 Mio. Schulden.
Quelle: https://www.bz-berlin.de/berlin/berlins-wohnungs-unternehmen-haben-91-mrd-euro-schulden

Und jetzt will der Berliner Senat für 30 bis 40 Mrd. Euro Wohnungen von privaten Wohnungsgesellschaften zurückkaufen (ich wollte jetzt bewusst nicht die bösen Wörter enteignen oder vergesellschaften nehmen), um auch dort entsprechende Schulden anzuhäufen?
Denn kostendeckende Mieten sind ja offensichtlich aus ideologischen Gründen nicht erwünscht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
holy64 12.04.2019, 07:29
97. Das zeigt um so mehr, dass Enteignung

nach dem GG möglich bleiben muss. Den Gierigen Finanzinvestoren ist das Handwerk zu legen. Solches Verhalten zersetzt die Gesellschaft und braucht kein Mensch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Charlie Hebdo 12.04.2019, 07:46
98. An grünistdiehoffnung

Witzig, wollen Sie Autos auch so bepreisen? Pro Rad 5000 Euro multipliziert mit dem Hubraum in Litern.
Oder wie wollen Sie die Extras wie Klimaanlage, WLAN, Telefonanschluss etc. bewerten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnubbeldu 12.04.2019, 07:48
99. Es gibt VIELE ehemalige ...

Zitat von justice005
vielen Dank, das wollte ich auch schon anmerken. Niemand denkt darüber nach, was mit den Gewinnen aus Vermietung eigentlich passiert. Nach typisch linker Vorstellung geht das Geld an irgendeinen Dagobert Duck, der in seinem Geldspeicher im Geld schwimmt. Richtig ist aber, dass Einnahmen aus Vermietung für sehr viele Menschen eine Form der Altersvorsorge ist. Es gibt Menschen, die ein Leben lang sparen, um im Alter neben der mickrigen Rente ein Zusatzeinkommen zu haben. Und dann kommen die Linke und erzählen, wie "sozial" doch eine Enteignung wäre. Ich will auch endlich mal von einem Befürworter von Enteignungen eine klare Antwort, wie Wohnungen künftig bezahlt werden sollen. Nehmen wir mal an, die Mieten seien dann billig: Wer erhält die Wohnungen? Wer investiert in neue Wohnungen? Am Ende doch der Steuerzahler! Oder es verfällt alles, wie wir ja in der DDR schon erlebt haben. Was ist denn damit gewonnen? Es gibt nur EINE Lösung für steigende Mieten: Bauen! Bauen! Bauen! Wer sich aber über steigende Mieten aufregt und gleichzeitig Neubauten verhindert (z.B. Tempelhof), dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
... Handwerksmeister oder ehemalige Selbstständige, die sich mit Kauf von Immobilien eine Altersvorsorge über Jahrzehnte aufgebaut haben. Denen allein schon gegenüber ist die Enteignung ein Schlag ins Gesicht.

Genauso unsinnig ist es, wenn man Gesellschaften wie "Deutsches Wohnen" zerschlagen will. Was passiert? Aus einer großen Gesellschaft werden viele kleinere gebildet, die über einen gesamten Verband/Verbund irgendwie doch zusammengehören. Vielleicht noch am Besten mit Sitz in den Niederlanden oder so, damit man auch noch den Steuerabgaben entziehen kann.

Selbst wenn eine Enteignung stattfindet, wer soll denn das Kapital hierfür aufbringen? Dann muss das aufgebrachte Kapital über 20 oder 30 Jahren durch Mieteinnahmen zurückgeführt werden. Und was passiert in der Zwischenzeit mit den vielen Immobilienobjekten? Richtig! Diese werden weiter runtergewirtschaftet und für Modernisierungen und Sanierungen sind keine Gelder da. Achja, es "wäre" ja Geld wenn man doch nur die Mieteinnahmen erhöhen könnte.

Wer sagt denn überhaupt, dass Mieten nach Enteignung wieder billiger oder stabiler bleiben? Wer will hierfür garantieren????

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 24