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Erfolgreiche Elektroautos: Streetscooter-Gründer muss Post verlassen
Wolfgang Rattay / REUTERS

Die Elektrowagen der Post-Tochter Streetscooter sind ein riesiger Erfolg - doch Konzernchef Frank Appel ist das offenbar unheimlich: Im Streit um die künftige Ausrichtung musste nun der Erfinder der Fahrzeuge gehen.

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Ein_denkender_Querulant 05.04.2019, 15:42
10. Controller...

Der Tod einer jeden erfolgreichen Firma sind zu mächtige Controller. Denn nur, weil sie etwas nicht verstehen und keine auf das Minimum reduzierenden Kennzahlen haben, werden Themen nicht beackert. Es ist in großen Firmen überall dasselbe. Und es ruiniert erfolgreiche Geschäftsfelder.

Aber gut, eine der wesentlichen Eigenschaften von höheren Führungskräften ist das eigene Gehalt. Nur darum geht es, was interessiert der langfristge Erfolg der Firma? Die CEOs haben ein paar Jahre Zeit, um stinkenreich zu werden und die müssen genutzt werden.

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tatsache2011 05.04.2019, 15:45
11.

Zitat von jkleinmann
Weshalb wird das massive Problem der Brandgefahr in diesem Artikel ignoriert? http://www.spiegel.de/auto/aktuell/deutsche-post-zieht-460-streetscooter-nach-braenden-aus-dem-verkehr-a-1258844.html
Klar, ein massives Problem, allerdings nur bei den beiden Fahrzeugen
"zwei Fahrzeuge fingen wegen fehlerhafter Verschweißungen Feuer".

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Mertrager 05.04.2019, 15:46
12. Jetzt ist ja nicht mehr so kalt

Da der Winter rum ist, kann man Heizprobleme, unzureichende Reserven und Brandgefahr ja ignorieren bei diesem Fahrzeug - Aber der nächste Winter kommt bestimmt. Auch für die Post.

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nach-mir-die-springflut 05.04.2019, 15:46
13.

Die Elektrofahrzeuge werden zwar der Energiewende zugeteilt, haben aber mit der erst einmal nichts zu tun. Sie haben indes, ob sie nun mit fossiler und atomarer oder regenerativer Energie betrieben werden, in Sparten und Nischen ihre Vorteile und Stärken - und genau im Bereich *Kurierdienste* besteht eine solche Sparte und Nische. Geringe Lärmemission, hohes Drehmoment beim schon Anfahren, hohe Energieeffizienz beim vielen Stop-and-go.

Die großen Autobauer haben genau diese Nische verpennt. Während die großen Autobauer aber gerade die Leistungsfähigkeit haben, solch Fahrzeuge schnell auf den Markt zu bringen, weil sie die fertig entwickelten Komponenten nur aus dem Baukasten nehmen und neu zusammensetzen müssten wie bei den Lego-Steinen.

Entscheidend aber dürften die Kosten sein. Was nun kostet der Streetscooter pro Kilometer? Von der Lithium-Batterie muss man sich als einzige Batterie lösen. Gibt es bereits Experimente mit der Brennstoffzelle und LOHC-Wasserstoff oder einer Flüssigsalzbatterie? Und hat das Gerät endlich eine Heizung bekommen für den Winter? Als die Schweizer Post von VW den "Fridolin" bestellte hatte, ließ sie sich in ihn eine Standheizung einbauen.

Es wirkt, als wissen sowohl Appel als auch Kampker nicht so recht, wie es realistisch mit dem Streetscooter weitergehen soll?

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hörtauf 05.04.2019, 15:54
14. Der Staat..

..als Großaktionär faselt von Energiewende und grünen Mobilitätskonzepten - aber lässt den Appel bei der Post einfach so machen.
„Zu mächtig“ geworden trifft es wohl - dem Appel ist es nicht geheuer, dass da aus dem Unternehmen etwas Tolles entstanden ist. Und anstelle das zu nutzen und zu fördern wird lieber alles mit Güssen getreten, damit niemand dem ach so tollen Boss and Bein pinkelt.
Armutszeugnis Deutschland.

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ecnis 05.04.2019, 16:03
15. Heiss

Streetscooter waren doch gleich die Autos, die gerade wegen zahlreicher Brände aus dem Verkehr gezogen wurden?

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hmhb 05.04.2019, 16:08
16. Schrott

Wie kommt der Redakteur zu der Ansicht, Streetscooter wäre eine Erfolgsstory und sogar "Milliarden" wert? In diesem Fall müssten die Fahrzeuge ihren Zweck erfüllen, die Wirtschaftlichkeit in der Paketzustellung verbessern, was sich u. a. in geringer Ausfallquote der Fahrzeuge bemerkbar machen sollte. Das Gegenteil ist aber der Fall: Streetscooter havarieren ständig. Befragen Sie die Fahrer nach ihrer Zufriedenheit oder die Werkstätten nach Art und Aufwand der Mängelbeseitigung. Diese Nfz bieten haarsträubende Technik, also alles andere als sog. Kinderkrankheiten.

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willibaldus 05.04.2019, 16:13
17.

Zitat von hörtauf
..als Großaktionär faselt von Energiewende und grünen Mobilitätskonzepten - aber lässt den Appel bei der Post einfach so machen. „Zu mächtig“ geworden trifft es wohl - dem Appel ist es nicht geheuer, dass da aus dem Unternehmen etwas Tolles entstanden ist. Und anstelle das zu nutzen und zu fördern wird lieber alles mit Güssen getreten, damit niemand dem ach so tollen Boss and Bein pinkelt. Armutszeugnis Deutschland.
Das war auch meine Idee. Ich kenne eine gute Vorschlags und Verbesserungskultur aus anderen Konzernen. Aber wenn es das Management droht umzukrempeln, da hört der Spass auf. Wenn so etwas direkt vom Vorstand kommt, dann ist ein Wandel der Konzernstruktur der grosse Wurf. Müssen die Vorstände zum jagen getragen werden, wird es schwierig.

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paul.lemke 05.04.2019, 16:19
18. Was soll man erwarten

von einem Laden, der noch nicht einmal in der Lage ist, seine Filialen an jedem Werktag zu öffnen. Hier vor Ort ist die Filiale im Schnitt einmal in der Woche geschlossen. Leider hat die SPD je verhindert, das es wirkliche Konkurrenz für die Bundespost gibt.

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Die kleine Feder 05.04.2019, 16:27
19. Typisch McKinsey Manager: die Macht teilen wir nicht! Mit niemandem!

Erst lagert die Post vor einigen Jahren alle Angestellten der Postfilialen aus in die Tochterfirma "Postbank" und dann verkauft man diese an die Deutsche Bank, wovon sich diese bis heute nicht erholt hat.

Dann werden viele Post Standorte wie in Fulda und anderswo verkauft, weil man auch daraus Geld schlagen möchte. Und die Postfilialen werden dann an billigere Standorte verlagert.

Dann werden Zug um Zug viele gewerkschaftlich organisierte, in ihrem Bereich sehr erfahrene DHL und Postmitarbeiter entlassen und durch Billiglohnkräfte aus Osteuropa ersetzt, die im Brief- und Paketbereich oft kaum die Fachkräfte von einst ersetzen können. Zum Ärger vieler Post- und DHL Kunden!

Und nun das! Ein innovativer, zukunftsweisender Bereich wie die in Großstädten agierenden Elektro DHL Scooter sollen nun auch noch verscherbelt werden, weil das alles dem obersten Häuptling nicht passt.

Was bleibt dann eigentlich am Ende von der ehemals ruhmvollen Post übrig? Eine Konzernzentrale mit einem einzigen, noch für die Post arbeitenden Manager, nämlich Herrn Dr. Appel? Und der Rest besteht aus Billig- und Leiharbeitern?

Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn sich solche ehemaligen McKinsey Manager endlich selber einen neuen Job suchen würden. Denn Shareholder Value, das sollten gute Manager wissen, ist nicht alles!

Wenn es eines Tages keine Indianer mehr bei der Post gibt und nur noch einen einzigen Häuptling, ja wer macht dann eigentlich die verantwortungsvolle Arbeit?

Hier wäre die Politik gefragt, das Treiben des Konzernchefs mal genau unter die Lupe zu nehmen, ob man damit nicht letztendlich die Post ruiniert bzw. zu einem Übernahmekandidaten für die Konkurrenz macht.

Eines Tages wird uns der Chinese die Post zustellen. Und der wird es besser und schneller machen als all die Billiglöhner, die es jetzt verbocken. Was ist uns eigentlich dieser Dienstleister Post noch wert?

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