Forum: Wirtschaft
Erfolgreiche Klagen: Gemeinden fordern einfachere Hartz-IV-Gesetze
AP

Die hohe Erfolgsquote von Klagen gegen Hartz-IV-Bescheide bringt Kommunen und Jobcenter in Erklärungsnot. Doch die wehren sich und fordern durchschaubarere Gesetze - und Freiheit für die Beurteilung des Einzelfalls.

Seite 1 von 12
dishmaster 17.06.2014, 08:08
1. Schulung des Personals

Ich denke, dass ein Teil des Problems in der unzureichenden Schulung des Personals und eines hohen Anteils an befristeten Stellen zu finden ist. Zwar wird in den Schulungen viel über theoretische Ansätze zur Kommunikation mit den "Kunden" geredet, aber eine juristische Unterrichtung findet kaum statt. Das geschieht eher im Rahmen der Einarbeitung durch Mitarbeiter. Und wenn der Personaldurchsatz durch die vielen selten verlängerten befristeten Arbeitsverträge so groß wie derzeit ist, wie soll dann die Expertise nachhaltig aufgebaut werden?

Es ist schon ein Witz, einfachere Gesetze zu fordern, damit diejenigen, die sie anwenden sollen, nicht überfordert werden. Man stelle sich vor, Gleiches würde von den Polizisten gefordert werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
renatedietrich 17.06.2014, 08:10
2. Jobcenter

Diese Leute auf den Jobcentern sind garnicht ausgebildet, geschweige Arbeit zu vermitteln!! Die können nur den Leuten das Geld kürzen und drohen! Ich helfe einer Frau, beim Ausfüllen der schrecklich unddurchsichtigen Formulare, man muss zig mal schreiben und Fragen, warum das so ist oder so entschieden wurde. Auf die Fragen geht aber keiner ein auf dem Jobcenter, da diese selbst keine Ahnung haben von der Materie und diese Leute gar nicht ausgebildet sind auf diesem Fach!!!! Vereinfacht gesagt: große Gosche und nichts dahinter!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paulvernica 17.06.2014, 08:16
3. Keinesfalls Freiheit

Man sollte den Jobcentern keinesfalls Freiheit für die
Beurteilung des Einzelfalles einräumen, denn das öffnet
der Willkür Tür und Tor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
demiurg666 17.06.2014, 08:20
4. Problem und Antwort

sind ja schon im Text gegeben. 2000 fehlende Richter für Hartz4 Verhandlungen. Einfach 2000 Hartz4'ler als Richter einstellen und beide Probleme werden entschärft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mcmercy 17.06.2014, 08:21
5.

Zitat von sysop
Die hohe Erfolgsquote von Klagen gegen Hartz-IV-Bescheide bringt Kommunen und Jobcenter in Erklärungsnot.
Das Problem liegt doch auf der Hand. Wenn Hartz IV eine Grundsicherung darstellt, dann kann ich da nichts kürzen außer in extremen Einzelfällen. Und genauso entscheiden die Gerichte. Viel besser wäre der umgekehrte Weg, demjenigen der sich bemüht einen Bonus zu zahlen, schließlich kriegen die Abgeordneten in Brüssel ja auch extra Kohle wenn sie zu Ihren Sitzungen erscheinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
darkview 17.06.2014, 08:28
6. Pauschalen?!

Pauschalen sind eine tolle Idee. zahlen wir doch an die Leute pauschal 350 Euro Mietkosten. In der Ostdeutschen Pampa bleiben 100 Euro übrig und in Köln, Hamburg oder München landen die Leute unter der Brücke, weil es 100 Euro zu wenig sind. Im Osten kostet die Cola in der Kneipe immer noch 2/3 der Cola in Köln. Juhu, Aufschwung Pampa!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
holgerkraeft 17.06.2014, 08:30
7. Die Konservativen wollte schon immer...

...ein bezahlbares System. Die Sozen und wirklichen Liberalen, dass es menschlich ist. Das Jetzige ist teuer und würdelos. Bürgergeld ist wirklich liberal und viel billiger! Ganz einfach...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hschmitter 17.06.2014, 08:36
8. Die Gesetze waren schon immer zu durchschauen

Erstmal ist der Kunde schuld. Ist seit Einführung so. Danke an SPD und Grüne sowie die damals eifrig im Hintergrund mitwühlende CDU und FDP. Das die SPD jetzt einen Mindestlohn einführen möchte (übrigens unter dem französischen), ist nur noch lächerlich angesichts dessen, das sie massiv an der Absenkung des deutschen Lohnniveaus beteiligt gewesen sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mchunter 17.06.2014, 08:37
9. Das Problem beginnt bereits bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern

Eines der wichtigsten Kriterien fuer die Einstellung ist eine moeglichst asoziale Betrachtung der Hilfeempfaenger. Ich bin gelernter "Fachangestellter fuer Arbeitsfoerderung", daher weiss ich das! Wenn tatsaechlich auf "fierdern und fordern" umgestellt wuerde, waere das sehr positiv. Neue oder gar mehr MA's sind dafuer gar nicht noetig. Durch den Minderaufwand im Leistungsbereich werden automatisch MA fuer die Kundenbetreuung frei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12