Forum: Wirtschaft
Erfolgreicher Widerstand gegen Amazon in New York: Annahme verweigert
AFP

Weil die Anwohner rebellierten, hat Amazon-Chef Jeff Bezos den Bau der neuen Konzernzentrale in New York kurzerhand abgesagt. Aus Feigheit - oder aus Arroganz?

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hausfeen 15.02.2019, 10:16
1. Erstaunlich aufgeklärt, die New Yorker. Sensibilisiert.

Zumal anders herum wird hoffentlich ein ländliches Gebiet profitieren. Irgendwo zwischen zwei oder drei Großstädten gelegen.

Gerade in den USA wird doch immer wieder die Diskrepanz von Stadt und Land beklagt. Hoffentlich wird jetzt die Chance genutzt, um da gegenzusteuern.

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karlo1952 15.02.2019, 10:25
2. Würden die Unternehmen nicht

mit Steuernachlässen und sonstigen Vergünstigungen umworben, wäre eine Standortentscheidung viel fairer. So hat immer der Standort den Vorteil, der am meisten Geld zu verschenken hat. Damit scheiden kleine Gemeinden automatisch aus dem Rennen.

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schnabelnase 15.02.2019, 10:29
3. Feige oder arrogant?

25.000 neue Tech-Jobs in der Stadt, größtenteils gut bezahlt, enorme Kaufkraft für die Umgebung. Die wirtschaftlichen Vorteile haben beide Seiten, Amazon und New York. Warum soll es dann verwerflich sein, dem Unternehmen ein gutes Angebot zu machen, wenn es sich ansiedelt? Gut, nun gab es erheblichen Widerstand der Anwohner und einflussreicher Politiker, aufgrund sozialer Bedenken. So hat es keinen Sinn. Dann lässt man es halt bleiben. Das ist doch auch, was die Protestler wollten. Den Rückzug jetzt wahlweise als feige oder arrogant zu bezeichnen - darauf muss man erst einmal kommen. Wie wäre es mit "vernünftig"? Für beide Seiten.

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wizzard74 15.02.2019, 10:29
4. Was genau will man denn jetzt?

Ich finde es ja auch gut, wenn das Ganze zu einer Dezentralisierung von Arbeitsplätzen beiträgt. Aber der Tenor des Artikels ist schon befremdlich. Kommt Amazon, ist es nicht recht, lassen sie es sein, ist es auch nicht recht.
Dann schreibt doch gleich, dass ihr Amazon mit seiner Marktmacht Sch... findet. Ist ja auch nachvollziehbar, da derlei Quasi-Monopole die Marktwirtschaft aushebeln. Aber sagt doch gleich direkt, was ihr meint.

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larsmach 15.02.2019, 10:30
5. 120.000 USD pro Arbeitsplatz durch staatl. Zuschüsse!

Amazon (wie auch andere US-Konzerne) genießen Zuschüsse in Milliardenhöhe - gerade bei "Umzugsaktionen". Schnell scheinen Volksvertreter dabei die Arithmetik und jedes Maß aus den Augen zu verlieren... Foxconn in Wisconsin: 219.000 US-Dollar pro Arbeitsplatz, amazon (gem. Angebot aus New York): 120.000 US-Dollar pro Arbeitsplatz ...usw. usw.. Dabei geht es nicht etwa nur um verrechenbare Tax Credits: Wenn das Unternehmen für die neue Fertigung/Niederlassung gem. Steuererklärungen keine Steuern zahlen muss, bekommt es die Summen TROTZDEM vom Staat "zurück".
Stellen Sie sich vor, Sie gründen eine Firma (z.B. Handwerk), stellen 20 Logistiker, einen "Manager" usw. ein - und kassieren von Ihrer Gemeinde 120.000 EUR Zuschuss pro Nase (im Beispiel wären das 2,5 Mio EUR "Starthilfe" für Ihren Handwerksbetrieb!!!). - Richtig: Die Angebote von KfW & Co sind ein Witz dagegen, und Ihr Handwerksbetrieb ist derjenige, der die Steuern für solche Geschenke an Multi-Milliardäre überhaupt zahlen muss!

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Nordstadtbewohner 15.02.2019, 10:33
6. Grenzwertige Plakate

Ich finde die Plakate, die dort gezeigt werden grenzwertig und niveaulos. Amazon ist ein guter und seriöser Arbeitgeber, von dem viele Beschäftigte und Kunden profitieren. Die New Yorker Zentrale hätte vielen Menschen in und um New gute und sichere Arbeitsplätze geboten. Schade, dass der zunehmende Populismus das verhindert hat.

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RalfBukowski 15.02.2019, 10:34
7. Feigheit oder Arroganz?

"Weil die Anwohner rebellierten, hat Amazon-Chef Jeff Bezos den Bau der neuen Konzernzentrale in New York kurzerhand abgesagt. Aus Feigheit - oder aus Arroganz?" Offenbar mal wieder dieser Spiegel-Boulevardpresse-Tenor. Wenn die Anwohner das Unternehmen da nicht haben woillen, und das Unternehmen reagiert, indem es darauf verzichtet - dann sehe ich das als "Ich habe verstanden und mache es anders". Was hat das mit Feigheit zu tun? Oder Arroganz? Stimmt: Nichts.

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rosinenzuechterin 15.02.2019, 10:39
8. Gute Beweggründe für den Rückzug

"Feigheit"? "Arroganz"? Sieht die Autorin keinen anderen Beweggrund für den Rückzug? Wie wäre es mit "Einsicht"? Oder "Überzeugtwordensein"? Oder schlicht "Nochmaldrübernachgedacht"? Amazon hatte einen Plan, der zu viele Gegner gefunden hat. Das Unternehmen hat darauf angemessen reagiert. Woanders heißt es nicht gleich "Feigheit" oder "Arroganz", wenn jemand auf die Brechstange verzichtet, sondern "Besonnenheit" oder "Rücksichtnahme". Das sind auch heute noch eigentlich gute Eigenschaften, außer für TurbokapitalistInnen. Dass der Spiegel diesen nun eine Plattform zur Verbreitung ihrer verachtenden Wortwahl bietet, lässt mich überlegen, ob ich nicht vielleicht ein anderes Nachrichtenmagazin lesen sollte.

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12many 15.02.2019, 10:42
9.

Zitat von karlo1952
mit Steuernachlässen und sonstigen Vergünstigungen umworben, wäre eine Standortentscheidung viel fairer. So hat immer der Standort den Vorteil, der am meisten Geld zu verschenken hat. Damit scheiden kleine Gemeinden automatisch aus dem Rennen.
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen.
An Foxconn wurde tatsächlich gezahlt, bei Amazon sollten es Steuernachlässe sein, da fließt kein Geld. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

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