Forum: Wirtschaft
Erfolgreicher Widerstand gegen Amazon in New York: Annahme verweigert
AFP

Weil die Anwohner rebellierten, hat Amazon-Chef Jeff Bezos den Bau der neuen Konzernzentrale in New York kurzerhand abgesagt. Aus Feigheit - oder aus Arroganz?

Seite 5 von 6
themistokles 15.02.2019, 12:59
40.

Zitat von latrodectus67
da heult eine Truppe von Verlierern.
Ziemlich arrogant, wie Sie daher kommen. Hier haben Menschen ihren Sorgen ausdruck verliehen, ev. in ein paar Monaten/ Jahren ihre Mieten nicht mehr bezahlen zu können, weil die Mietpreise aufgrund Gentrifizierung steigen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
catcargerry 15.02.2019, 13:01
41. Hallo Zensur! Herr R. ist jetzt auch gestrichen, geht das so?

Zitat von saldegracia
Amazon kann es wirklich niemandem Recht machen. Vielleicht wollten Sie einfach nur den Willen der Einwohner Long Islands berücksichtigen. Das wäre doch eine recht löbliche Vorgehensweise, oder?
Nicht nur der Aufreißer, auch weitere Formulierungen des Artikels sind Musterbeispiele für die Skandalisierung und Hysterisierung ganz profaner Sachverhalte und logischer Entscheidungen. Es ist nichts wirklich falsch an den Fakten, aber so verbunden mit Bewertungen und Unterstellungen, dass der Sachverhalt zielgerichtet auf bestimmte Wirksamkeit manipuliert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sozialismusfürreiche 15.02.2019, 13:03
42. Wenn dem nur so wäre!

Zitat von RalfBukowski
"Weil die Anwohner rebellierten, hat Amazon-Chef Jeff Bezos den Bau der neuen Konzernzentrale in New York kurzerhand abgesagt. Aus Feigheit - oder aus Arroganz?" Offenbar mal wieder dieser Spiegel-Boulevardpresse-Tenor. Wenn die Anwohner das Unternehmen da nicht haben woillen, und das Unternehmen reagiert, indem es darauf verzichtet - dann sehe ich das als "Ich habe verstanden und mache es anders". Was hat das mit Feigheit zu tun? Oder Arroganz? Stimmt: Nichts.
Das Problem ist und das wird im Artikel erwähnt. Entweder läuft es nach den Vorstellungen von Amazon oder gar nicht.

Was die New Yorker von Queens wollten ist eine Art Sozialplan, um eben nicht Vorschub für eine verschärfte Gentrifizierung zu leisten. Das heißt Amazon hätte für einen Kapitalisten gar unmögliche Dinge tun müssen. Sich den Kopf über andere zerbrechen, über die Auswirkungen ihres handeln. Von daher stimmt das schon mit Feigheit und Arroganz. So falsch ist das nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
legeipsred 15.02.2019, 13:07
43. Google in San Francisco

Seit Google in San Francisco ist, kann sich kaum jemand mehr die Miete leisten. Ausser die Google-Mitarbeiter...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kosaptes 15.02.2019, 13:12
44. :)

Gefällt mir. Wer nicht will der hat schon. Man kann den Protestlern nur wünschen, dass sie ihren Widerstand auch dann noch für eine gute Idee halten wenn sich der Konzern dort niederlässt wo er willkommen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bondurant 15.02.2019, 13:13
45. Treffend.

Zitat von sozialismusfürreiche
Was die New Yorker von Queens wollten ist eine Art Sozialplan,
Den können sie ja jetzt entwerfen, mit Frau Kongressabgeordneter Alexandria Ocasio-Cortez zusammen, dafür ohne amazon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derBob 15.02.2019, 13:27
46. Zwei Maßstäben

Zitat von misterknowitall2
Schönes Beispiel. Nehmen wir an, ihr Zentrallager wäre Amazon und es hätte sich bei ihnen ansiedeln wollen, dann hätten ihre Stadt keine Steuereinnahmen bekommen (deswegen ist ja New York auserwählt worden). Dann wäre 20.000 neue Menschen zugezogen, die fast sämtliche Häuser in der Gegend aufgekauft hätten und der Rest an Wohnungen würde so teuer vermietet, dass die Menschen es sich plötzlich nicht mehr leisten können und auf der Straße landen. Das ist nicht mal ein ausgedachtes Szenario, sondern so schon passiert. Ach ja, Amazon würde nach und nach ihre Stadt aufkaufen und die Umgebung nach ihren Maßstäben verändern. Dabei spielen die Interessen der Dorfbewohner keine Rolle mehr.
Sie messen hier mit zwei Maßstäben.
Es bleibt Ihnen aber auch nichts anderes übrige, weil Ihr Argument nur funktioniert, wenn Sie New-York City als "Dorf" bezeichnen.

Die 20.000 Menschen, von denen Sie sprechen sind 0,24 % der 8,5 Mio. Menschen, die in New-York leben. Das hätte NYC schon verkraftet. Und ich glaube auch nicht, dass die Bewohner des "Dorfs" NYC dann keine Rolle mehr spielen.

Die 200 Arbeitsplätze, von denen der Forist sprach, sind maximal 800 neue Einwohner, von denen noch nicht sicher ist, ob sie alle in das gleiche "Dorf" sprechen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denn76 15.02.2019, 13:31
47.

Zitat von zausi
Sollte erstmal seine Arbeiter ordentlich bezahlen. Sonst entstehen mitten in New York eine Zeltstadt ohnes gleichen. Man weiß es ja wie es um die "Menschlichkeit" steht in diesem und vielen anderen Unternehmen.....
Amazon bezahlt seine Arbeiter sogar überdurchschnittlich gut, auch und gerade ungelernte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stopcomplaining 15.02.2019, 14:04
48. A bit too convenient this excuse

... Weil ein paar lokale Politiker und unsere Nachbarschaft sagt "nicht um jeden Preis" blaest Amazon einen Standort fuer 25k Leute ab: die Erklaerung ist doch ein bisschen zu einfach. Wenn Amazon vor jeder Kritik so reagieren wuerde, waere der Konzern nicht da, wo er heute ist. Die Ausrede kam dem Unternehmen wohl gerade recht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Galluss 15.02.2019, 14:10
49. Alleine 500 Mio. jährlich aus Lohnsteuer.

Offenbar nicht. "238 Städte und Gemeinden hatten sich während des 14-monatigen Bieterwettbewerbs um das HQ2 dem Unternehmen aus Seattle angedient."

Anmerkungen zu den Steuernachlässe. Erst einmal müssen die Steuern auch verdient werden. Sonst gibt es keine Nachlässe. Selbst bei Verlust würde die Stadt New York von den Angestellten ca. 500 Mio. Dollar an Lohnsteuer einnehmen. Und es käme eine neue Kaufkraft von über 2 Mrd. Dollar auf New York zu.

Zum Vergleich: aus dem Tourismus schöpft New York ca. 10 Mrd. US-Dollar ab. Der Gewinn des 2. HQ von Amazon dürfte sich bei ca. 10 Mrd. US-Dollar einpendeln, davon gehen dann ca. 25 % an die Stadt New York. Mit der Umsatzsteuer von ca. 10 % bei wohl zu erwartenden 100 Mrd. Umsatz kommen auf den Bundesstaat New York nochmal 10 Mrd. USD zu. Ich übertreibe nicht: dieses HQ würde New York (Stadt und Bundesland) ca. 20 Mrd. USD Steuern bringen. Im Jahr. Doppelt soviel wie alle Touristen.

Seattle hat -auch wegen des jetzigen HQ von Amazon- eine Pro-Kopf-Verschuldung von unter 2.000 Dollar. Bei New York sind es 64.000 USD pro Kopf. Dafür verdienen die Seattler im Jahr durchschnittlich 64.000 USD, die New Yorker 36 296 US $.

Angesichts der grossen sozialen Probleme in New York hielt ich den Plan von Amazon sich dort anzusiedeln, für hirnrissig. Sie brauchen für die Marktabdeckung natürlich auch ein HQ an der Ostküste. Ich würde hier Atlantic City in New Jersey vorschlagen. Wunderbare Lage am Atlantik -ähnlich Monterey (ehemals Digital Research). Weinbau im Hinterland, anders als das 200 km entfernte New York gemässigte Temperaturen. Die alte Spielerstadt bietet viele freistehende Wohnungen und könnte die Auffrischung von Amazon gut gebrauchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 6