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Ermittlungen gegen VW: Fertig ist das FBI noch lange nicht
DPA

Volkswagens Topmanager sind im Abgasskandal bisher glimpflich davongekommen. Nun wurde der erste in den USA festgenommen. Was dem Konzern noch droht - der Überblick.

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spon-1169332508199 11.01.2017, 17:31
1. Verantwortung

Es ist schön zu sehen, dass man sich nicht mit Milliarden aus dem Konzernvermögen,die von den Kunden kommen und für die der Arbeiter büßen werden muss am Ende freikaufen kann, sondern sich die Leute ihrer persönlichen Verantwortung stellen müssen. Und dass dies auch für Manager gilt.

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rathat 11.01.2017, 17:32
2. Immer weiter lügen und betrügen.

Was nun an's Licht kommt zeigt doch nur, dass auch unter einem Vorstandsvorsitzenden Müller VW mit dem weitermacht, was es vorher schon gemacht hat: leugnen, lügen, betrügen. Staatliche Stellen werden systematisch hinters Licht geführt. Kunden getäuscht. Bevölkerungen vergiftet. Es ist schön zu sehen, dass sich die USA das im Gegensatz zu Deutschland und Europa nicht bieten lassen. Sollte irgendwann die finanzielle Schmerzgrenze des Volkswagen Konzerns erreicht sein, sei's drum. Es gibt auch andere Hersteller. Solche Firmen jedoch, welche sich mit unlauteren Methoden, Umwelt- und Atemluftverschmutzung weltweit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, haben es nicht verdient in dieser Welt zu existieren.

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skater73 11.01.2017, 17:32
3. Lächerlich

Diese Verhaftung ist lächerlich. Wann endlich tritt unsere Politik für VW ein? Zehntausende Jobs, wenn nicht in die Hunderttausende sind gefährdet, wenn die USA und diese US-Lobbyanwälte so weitermachen dürfen. Während ich grundsätzlich nichts dagegen haben, wenn betrügerische Manager es auch persönlich zu spüren bekommen, dass ihr Handeln Konsequenzen hat, so sehr ist diese US-Politik abzulehnen. Einfach deshalb, weil sie völlig überzogen ist. Bei Zündschlossdebakel mit 148 Toten gab es nur einen Bruchteil an Geldstrafe, Manager blieben ungestraft. Aber hier besteht für die USA die Möglichkeit, ein weltweites Schwergewicht im Autowettbewerb zu zerstören. Und nur darum geht es für die Amerikaner, da dürfen wir uns nichts vormachen. Es geht mir keineswegs um US-Bashing, doch geht es mir um knallharte Wirtschaftspolitik. Da sollte Merkels Regierung endlich aufwachen!

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vulcan 11.01.2017, 17:36
4.

""Das enorme Risiko für Volkswagen im Abgasskandal schätzte Oliver S. erstaunlich früh gut ein. Bis zu 22,5 Milliarden Dollar Strafe drohe dem Autokonzern, würde die Motorenmanipulation in den USA auffliegen, warnte der damalige VW-Manager im Mai 2014 in einer internen E-Mail. So ähnlich kam es.""

Das dürfte wohl all diejenigen zum Schweigen bringen, die bei diesem Thema ständig vom 'Wirtschaftskrieg gegen VW' lamentieren. Wobei eigentlich klar ist, WER hier mit unlauteren Mitteln den 'Wirtschaftskrieg' geführt hat...
Selbstverständlich hat man bei VW gewußt, was einem bei solchen Betrügereien in den USA blühen kann und sie haben es trotzdem gemacht. Selbst schuld und sonst gar nichts.
Dass der Konzern 'mal eben' 18 Mrd für Strafen etc. zurücklegen kann, ist für mich auch ein Indiz für sehr hohe Gewinnspannen = überteuerte Autos. Wahrscheinlich hauptsächlich in D, denn ich glaube nicht, dass man anderswo so blind und in Lemmingmanier einer Marke hinterherläuft wie hierzulande....und bereitwillig und gehorsam die Preise zahlt.

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mbodef2014 11.01.2017, 18:12
5. Piech hatte sich bereits Anfang April 2015

"für alle überraschend" plötzlich von Winterkorn "distanziert"... - warum wohl?
Am Ende wird Winterkorn im Fokus der Ermittlungen der US- Behörden stehen, und Verantwortung übernehmen müssen.. Dann sind aber vermutlich bereits > 30 Billion € weg, und viele Arbeitsplätze in D.

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SR_77 11.01.2017, 18:19
6. @rathat

Welche anderen Hersteller meinen Sie denn? Die Messungen in den vergangenen Monaten sind hoffentlich nicht an Ihnen vorbei gegangen! Makaber bis erschreckend genug, dass die Euro6 VWs in diversen Untersuchungen ( Frankreich, England, Belgien,...) mit die saubersten waren und manch anderer Euro6 Diesel schmutziger als ein manipulierter Euro5 VW. Nur auf VW draufhauen ist zwar gerade in und vor allem einfach, aber leider nicht objektiv!

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genugistgenug 11.01.2017, 18:22
7. Naivität oder Überheblichkeit?

...Er hatte sich wohl zu sicher gefühlt, war zum Urlaub in die USA gereist und wurde am Sonntag in Florida festgenommen...... Wenn nicht mal der VW Müller sich zur großen Autoshow nach Detroit traut, dann nehmen die halt, was die kriegen können.
Die betrogenen deutschen Kunden, ohne Entschädigung und die Opfer der Umweltverschmutzung, werden da vermutlich innerlich applaudieren. Werden die vielleicht die Auslieferung von Winterkorn verlangen? :-)
Die Frage ist nur, wann der VV Soli kommt oder vielleicht entdecken die Politiker die VV Rettung noch als Wahlkampfthema z.B. 'Ein Volk. ein Reich, ein Auto'. Gestern lief noch eine Doku zu VV und dass bereits der Käfer Entwurf geklaut war - man hat damals 3 Millionen Entschädigung gezahlt (durch Gericht). Außerdem warten wir immer noch auf die Frage 'Herr Piech als Techniker hätte ihnen doch auffallen müssen, dass sich solche Ergebnisse technisch nicht realisieren lassen - wieso haben Sie nicht nachgeprüft?'

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wilam 11.01.2017, 18:26
8. Jetzt kommt man

dank USA die Justizleiter im Management aufwärts. In unserm Ständestaat wäre das nicht möglich gewesen. Dies sollte aber mehr als bisher auf die Verantwortlichen fokussiert werden als auf den Betrieb. Jedenfalls von unserer 'Seite. ZB eine Geldstrafe von 3000 € pro Tag kapitalisiert für Herrn Winterkorn. Und nicht den Herrn Piech vergessen, der immer auf Diesel retirierte, wenn es um Elektrik ging.

Ja, und dann müssen wir an den jeweiligen Verkehrsminister erinnern, der ja wohl seine TÜV- und Kontrllheerscharen richtig bremsen musste, damit nicht ein einziges Mal das gemessen wurde, was unter Normalbedingungen den Auspuff verließ. Diese Schwachfiguren hätten alles verhindern können, haben sich aber nicht einmal getraut, ihre Schützlnge vor der eigenen Gier zu bewahren.

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ardbeg17 11.01.2017, 18:28
9. @rathat, #2

Zitat von rathat
Was nun an's Licht kommt zeigt doch nur, dass auch unter einem Vorstandsvorsitzenden Müller VW mit dem weitermacht, was es vorher schon gemacht hat: leugnen, lügen, betrügen. Staatliche Stellen werden systematisch hinters Licht geführt. Kunden getäuscht. Bevölkerungen vergiftet. Es ist schön zu sehen, dass sich die USA das im Gegensatz zu Deutschland und Europa nicht bieten lassen. Sollte irgendwann die finanzielle Schmerzgrenze des Volkswagen Konzerns erreicht sein, sei's drum. Es gibt auch andere Hersteller. Solche Firmen jedoch, welche sich mit unlauteren Methoden, Umwelt- und Atemluftverschmutzung weltweit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, haben es nicht verdient in dieser Welt zu existieren.
ihr Post ist ja der Witz in Tüten. Es ist die Rede von 2015 und Herrn Winterkorn, hatte VW denn da zwei Vorsitzende??? VW hat bewusst einen zum Chef gemacht, der vorher nicht in diesem Zirkel tätig war, und ihre Anschuldigung ist eigentlich eine üble Verleumdung. Ferner ausgerechnet VW vorzuwerfen, sie würden aktuell irgendwas vertuschen, ist eine klare Verleugnung der Tatsachen. ALLE Untersuchungen und Veröffentlichungen von den nationalen Prüflabors über T&E bis zum ICCT belegen, dass ALLE Hersteller bei den Euro-5-Modellen die Abgasreinigung NICHT im Griff hatten. Ferner belegen ALLE Veröffentlichungen, dass auch die Euro-6-Diesel zumeist die Grenzwerte deutlich überschreiten, mit katastrophalen Ausreissern besonders bei Renault/Nissan, Suzuki, Fiat-Chrysler. Aber auch die Koreaner und die Japaner langen ordentlich zu. Sogar SPON hatte neulich im Artikel über die Abgaswerte von LKW gegenüber den PKW die Veröffentlichung von ICCT verlinkt. Haben sie wohl nicht gelesen, mit Fakten haben sie´s ja nicht so, oder? Da stand drin, dass ein Mercedes 220cdi 440 statt erlaubter 80mg ausstiess. In einer Tabelle im gleichen Artikel war ein Renault mit über 1600mg (statt 80!) aufgeführt, und nur drei Fahrzeuge hielten im Fahrtest die 80mg ein. Alle von dem Hersteller, den sie pleite sehen wollen. VW ist der einzige Hersteller, der mit den Behörden zusammenarbeitet und das Offensichtliche nicht abstreitet und hat die einzigen Volumenmodelle mit normgerechter Abgasreinigung am Markt. Wie wollen sie es mit Umweltschutz begründen, wenn sie indirekt Hersteller schützen wollen, deren Autos die 5 bis 20fache Schadstoffmenge der aktuellen VW-Diesel in die Luft blasen???
Und warum es in den USA in diesem Fall für einen europäischen Konzern gänzlich anders läuft als in Europa, muss man ihnen doch wirklich nicht erklären, oder?

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