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Erneuerbare-Energien-Gesetz: Regierungsberater wollen Ökostromförderung abschaffen
DPA

Es ist ein vernichtendes Urteil: Namhafte Experten empfehlen, das Erneuerbare-Energien-Gesetz komplett abzuschaffen - es nütze weder dem Klima noch fördere es neue Technologien. Sie stellen damit den Grundpfeiler der deutschen Ökostrompolitik zur Disposition.

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GSYBE 26.02.2014, 07:20
1. Erneuerbare-Energien-Gesetz

Möglicherweise ist der Zeitpunkt gekommen, um endlich die Wahrheit über das EEG anzuerkennen: das es nichts weiter als eine von der deutschen Bevölkerung für die deutsche Wirtschaft erbrachte Subvention ist; auch mit der Folge, dass sich immer breitere Bevölkerungsschichten keine ausreichende Energieversorgung mehr leisten können.

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#kaputtnik 26.02.2014, 07:24
2. Deutscher Irsinn

wann kommt der Tag, an dem die deutsche Politik mit halbwegs Sachverstand, die Energieprobleme in den Griff bekommt?

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zappa99 26.02.2014, 07:28
3. Das gibt ein Heulen und Zähneklappern

wo es viele sich bequem mit der Subvention eingerichtet haben. Ganze Branchen leben davon.

Das EEG war ein großer Fehler, jedenfalls mit dieser Extrem-Subvention. Lobbyismus pur, diesmal in der grünen Geschmacksvariante. Die Kugel Eis im Monat, ihr wisst schon.

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ferdi111 26.02.2014, 07:28
4. Seh ich auch so...

Aber das nächste Projekt, welches wieder Kosten auf die Verbraucher umlegt kommt bestimmt! Egal was jetzt kommt! Ziel ist es, wieder dumpfbacken in alte Kerben schlagen. Ausserdem ist es längst zu spät für Energieevolutionen, weil diese Politker-Generation völlig untauglich ist! Die bekommen nicht mal andere Dinge in den Griff, ausser ihre Diäten. So oder so...das einzige was die können, ist in der Gegenwart dummes Zeug zu quatschen und abkassieren, das deren nächsten Generationen wenigstens eine Zukunft haben! Die können sich auch die Fahrkarten kaufen, egal was sie kosten!

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jonas4711 26.02.2014, 07:29
5. Diese ganze verkorkste Energie-Wende-Politik

mit "rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln" gehört insgesamt auf den Prüfstand. Fast alle Länder in der Nachbarschaft haben Atomkraftwerke, oder es werden alte weiter am Netz gelassen oder, wie in Polen, neu gebaut. Die sind auf einem Stand, der den deutschen Sicherheitsanforderungen in keiner Weise entspricht. Ja glaubt denn ein normal denkender Mensch, dass bei einem Gau der Schaden an der Grenze Halt macht, oder die Atomenergie im derzeitigen Stadium mit regenerativer Energie zu ersetzen ist? Bei uns sind Politiker am Werk, die den 2. Schritt vor dem ersten tun und damit
"auf die Schnauze fallen", wie wir gerade bei den erheblichen Unsetzungschwierigkeiten beim Stromkabelbau von Nord nach Süd sehen. Die Windrädchen dort produzieren bereits heute teueren Strom, der im Norden nicht abgenommen wird und nicht nach Süden kommt, wo er gebraucht wird. Was auch keiner bedenkt: Wenn die Masten stehen, werden sie über viele hundert Kilometer in der freien Natur stehen. Bei den Terroristenspinnern gibt es bestimmt ein paar Idioten, die die Möglichkeit haben gelegentlich einen oder zwei Strommasten in die Luft zu jagen. Was das bedeutet kann sich jeder ausmalen....

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claudilein 26.02.2014, 07:31
6. Seltsame Studie

Bis 2005 gab es keine Innovationswirkung? Warum hat man denn vor 9 Jahren Schluss gemacht? Der massive Preisverfall bei Fotovoltaik dürfte ziemlich klar ein Verdienst des EEG sein, da wurde eine Technologie innerhalb von einem Jahrzehnt in die industrielle Massenfertigung überführt.

Auch bei der technologiespezifischen Untersuchung bis 2009 stellt sich die Frage, warum schon vor fünf Jahren aufgehört wurde – die Kostenreduktionen haben schließlich erst ab 2010 richtig durchgeschlagen.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Herren dort so lange die Zahlen hin und her gedreht haben, bis endlich die bestellte politische Aussage geliefert werden konnte.

Ich habe gewisses Verständnis für Vorbehalte gegenüber dem EEG, aber solche "Studien" sind nur Stimmungsmache mit lediglich vorgeschobener Wissenschaftlichkeit.

Abschließend sei angemerkt, dass die Legaldefinition des EEG technologische Weiterentwicklung nur eines von vier Zielen nennt. Die anderen sind: nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung, Reduktion externer Kosten der Energieversorgung und Verringerung des Verbrauchs fossiler Energieträger. Zumindest das Erreichen von Punkt 2 und 3 dürfte nicht wegzudiskutieren sein, der erste Punkt ist sicher Ansichtssache – eine Erhöhung des Anteils der Erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung von 6,6 auf 25,3 Prozent deutet aber auch dort auf ziemlich vorzeigbare Fortschritte hin.

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thunderstorm305 26.02.2014, 07:34
7. Planwirtschaft nennt man so etwas.

Wir haben uns ein System der Energieerzeugung aufgebaut, deren Anteile an erneuerbaren Energien aufgrund fehlender Speichersysteme immer doppelt durch konventionelle Kraftwerke abgesichert werden müssen. Im Sommer wenn die Sonne am höchsten steht und womöglich genügend Wind bläst ist am Tag der Anteil an erneuerbaren Energien am höchsten und man weiss dann nicht wohin mit der ganzen Energie. Aufgrund des niederen Marktpreises an der Leipziger Börse und dem hohen Garantiepreis für die erneuerbaren Energien, muss der Endkunde die Differenz bezahlen. Und womöglich noch für Energie, die überhaupt nicht ins Netz eingespeist wird. Oder der Strom wird teuer ins Ausland verschenkt und später teuer wieder eingekauft. Ein Irrsinn, der aufgrund der Subventionierung der regenerativen Energien entstanden ist. Und wo immer staatliche Planwirtschaft eingreift, ist eine Katastrophe absehbar. Bevor wir nicht mittels Speichersystemen mindestens 150 Tage die Energieversorgung Deutschlands sicherstellen können, lohnt sich eine weitere Subventionierung nicht. Der Ausstieg aus der Atomkraft wurde überstürzt in Angriff genommen. Aber wir wollten es ja so. Und eine Mehrheit wollte dafür auch mehr Geld ausgeben. Ich bin schon mal gespannt wie die Kunden reagieren, wenn in den nächsten Jahren der Strompreis genauso ansteigt wie zuletzt.

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Ursprung 26.02.2014, 07:37
8. Stimmt was nicht

Zitat von sysop
Es ist ein vernichtendes Urteil: Namhafte Experten empfehlen, das Erneuerbare-Energien-Gesetz komplett abzuschaffen - es nütze weder dem Klima noch fördere es neue Technologien. Sie stellen damit den Grundpfeiler der deutschen Ökostrompolitik zur Disposition.
Irgendwas kann doch nicht stimmen an dieser story: mag ja sein, dass die "Energiewende" nicht eine "wirtschaftliche Patentloesung"
darstellt. Aber ein innovativer Techniksprung zwischen dem beruehmt-beruechtigten "Growian" und jetzigen On- und Offshore Windparkraedern ist sehr wohl augenfaellig.
Heisst: innovative Technikspruenge gibt es doch. Dasselbe muss bei den Bioanlagen vorliegen, denn anders ist die von der Landwirtschaft offenbar gern angenommene Hinwendung vom Anbau von Nahrungspflanzen zu Biomasse-Planzen fuer die Energieerzeugung kaum erklaerbar.
Und schliesslich waeren auch keine solargesteuerten Automatikanlagen von Beleuchtungs- bis Messgeraeten denkbar, wenn es nicht auch hier technologische Fortschritte gegeben haette.

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Palmstroem 26.02.2014, 07:38
9. Das Umverteilungsprojekt

Zitat von sysop
Es ist ein vernichtendes Urteil: Namhafte Experten empfehlen, das Erneuerbare-Energien-Gesetz komplett abzuschaffen - es nütze weder dem Klima noch fördere es neue Technologien. Sie stellen damit den Grundpfeiler der deutschen Ökostrompolitik zur Disposition.
Immerhin war das EE-Gesetz das effizienteste Umverteilungsprogramm der letzten Jahrzehnte von unten nach oben - und das mit voller Unterstützung der Linken. 20 Milliarden fließen pro Jahr an Subventionen in die Taschen von Sonnenkönigen, Windbaronen und Biogasgrafen - auch bezahlt von Hartz IV Empfängern.

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