Forum: Wirtschaft
Erneute Finanzhilfe: EU überweist 600 Millionen Euro an Ukraine
DPA

Der Konflikt in der Ostukraine setzt der Wirtschaft stark zu. Wieder unterstützt die EU das Land, diesmal mit 600 Millionen Euro - weitere 1,2 Milliarden sollen noch fließen.

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asdf01 22.07.2015, 19:01
1.

Im Vergleich mit Griechenland, wo demnächst wieder 86 Milliarden Euro Steuergelder die Toilette runtergespült werden sollen, sind 600 Millionen ja quasi lächerlich und kaum einer Meldung wert. Moralisch hat die Ukraine allerdings deutlich mehr Unterstützung verdient als Griechenland, soviel ist klar.

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Zaphod 22.07.2015, 19:05
2. Zweierlei Maßstäbe

Griechenland muss bitten, betteln und sich demütigen lassen, um Geld zu bekommen, obwohl Griechenland eine Demokratie ist und Mitglied der EU. Die Ukraine hat nur den Vorteil, dass sie nicht in der Lage ist, sich mit Russland zu arrangieren. Und schon fließen die Gelder. Dieses Geld wäre in Griechenland sicherlich besser aufgehoben. Denn die Hausaufgabenliste der Ukraine ist noch viel länger - vor allen Dingen sollten endlich Versuche unternommen werden, mit Russland eine vernünftige Form des Zusammenlebens zu pflegen!

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walterkurtz 22.07.2015, 19:12
3. Ein Glück

hier unterstützen wir die Guten. Nicht die gefühlten Faulpelze und Nichtsnutze in Südeuropa.
Hier sind es die selbstlosen Kämpfer gegen die Putinisierung Osteuropas, die alle Hilfe verdient haben. Ok, die haben sich vor 1 1/2 Jahren mit westlicher Hilfe an die Macht geputscht und einen Schokoladenzaren zum Präsidenten gemacht. Sei's drum, wer gegen Russland ist, kann nur unser Freund sein.
So einfach kann man das heutzutage sehen.

dt beta

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LorenzSTR 22.07.2015, 19:12
4. Seltsam

Für das Nicht-EU-Land Ukraine sind hunderte Millionen Euro drin, wegen Russland. Zeitgleich wird das EU-Land Griechenland faktisch entdemokratisiert und privatisiert. Wie denkbefreit muss man sein um nicht zu merken, dass in allen westlichen Ländern gerade der große Ausverkauf zugunsten der oberen 10.000 stattfindet und Staaten, die noch nicht vollständig nach den Regeln der neoliberalen Agenda tanzen, möglichst irgendwie an den Rand gedrängt werden müssen?

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doc ument 22.07.2015, 19:12
5. Endlich wieder Taschengeld

Es freut sich die Schar der Oligarchen. Endlich wieder Taschengeld. Wurde aber auch Zeit. Schließlich ist bald Winter und das Gas für die Heizung muss bezahlt werden. Oder doch lieber eine Pistole, um sich den Gerichtsvollzieher vom Leib zu halten, der das Geld für die letzten Rechnungen eintreiben will?

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aufklarer 22.07.2015, 19:13
6. Nachtrag

Eine Prognose:
Die EU wird dasselbe machen wie in Griechenland.
Solange Geld reinbuttern, bis die Schulden an die PRIVATEN Gläubiger zurück gezahlt sind und dann Schuldenschnitt.
Zu Lasten von ... uns Steuernzahlern. Wem sonst.

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Sabbelbacke 22.07.2015, 19:13
7. Unfassbare EU Politik

Da rennen mittlerweile (wieder) Faschos auf dem Maidan rum die eine "Entrussifizierung" fordern - was von Spiegel erst mit 1 Jahr Verspätung berichtet wird - es findet eine NATO-Übung in dem nicht-NATO-Land Ukraine statt an dem ebenfalls mehrere Hundert "rechte Batallione" beteiligt sind, das Staatseigentum wird privatisiert an "ausländische Investoren", es herrscht Krieg im Osten und die EU überweist 1,8 Milliarden Euro dorthin?

Wer jetzt immer noch nicht begreift was da (und hier) gespielt wird, und wer diese Art der EU-Politik (auch mit Blick auf Griechenland) gutheisst, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Die Feinde hießen vor 70 Jahren anders - das Spiel ist immer das Selbe.

Zitat: "Die Gelder können eingesetzt werden, um "dringende Finanzierungsbedürfnisse" zu decken..."

Gehts noch deutlicher?

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vogelsberg 22.07.2015, 19:16
8. Das Geld kann man gleich in die Tonne hauen

Wenn die EU an Reformen in der Ukraine glaubt, ist diese Organisation nicht zu retten. Hauptsache ist wohl, es geht gegen Russland. Die wahre Lage wird ausgeblendet.

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kantundco 22.07.2015, 19:18
9. Soll wohl heißen: EU zahlt der Ukraine die Gasrechnung.

Und Putin lacht sich eins ins Fäustchen. Ist doch viel besser als sich das Pleite-Land gleich zu holen. Man lässt sich erst von den EU-Trotteln ordentlich vorab zahlen. Wenn die EU durch den Euro und ihre Pleiteländer so weit geschwächt ist, dass die Bevölkerung in Kiew Katzen und Hunde isst, dann wird man Putin als Wohltäter empfangen.

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