Forum: Wirtschaft
Erneute Finanzhilfe: EU überweist 600 Millionen Euro an Ukraine
DPA

Der Konflikt in der Ostukraine setzt der Wirtschaft stark zu. Wieder unterstützt die EU das Land, diesmal mit 600 Millionen Euro - weitere 1,2 Milliarden sollen noch fließen.

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fazil57guenes 23.07.2015, 08:23
50.

Immerhin sollten wir zunächst einmal festhalten, dass es sich bei der Ukraine um ein nicht EU-Land handelt, welches sie auch in den nächsten Jahrzehnten nicht seien wird und ein Land ist, das Krieg gegen eigene Minderheiten führt.

Spätestens wenn die 1,2 Milliarden geflossen sind, werden die Kämpfe wieder aufflammen.

Beim langjährigen EU-Mitglied Griechenland, wären die Verhandlungen fast an 400 Millionen gescheitert. Fast müsste man sich wünschen, dass die Griechenland Verhandlungen gescheitert wären und es zum Grexit gekommen wäre, dann wäre wenigstens kein Geld vorhanden, dieser Kriegspartei weiterhin unter die Arme zu greifen

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dasdondel 23.07.2015, 09:38
51. in Form mittelfristiger Darlehen ?

Die Schuldenkrise in Griechenland war nicht genug um den Euro zu knacken - drum wiederholen wir das jetzt in der Ukraine.

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blonde 23.07.2015, 10:44
52. Das Geld verschwindet...

Das Schlimme ist, dass die Gelder einfach so verschwinden - beim Volk kommen sie nicht an.
Deutschland unterstützt die Oligarchen mit deutschen Steuergeldern!

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Bernd.Brincken 23.07.2015, 13:44
53. Erwachen

Zitat von PatrickBe
Die Ukrainer kämpfen um eine bessere Zukunft... Eine erfolgreiche und korruptionsärmere Ukraine wäre nämlich ein Vorbild für Russen, welche sich dasselbe für ihr Land wünschen, in dem sich Wenige auf Kosten der Mehrheit in einem gewaltigen Ausmaß bereichern. Dies gilt es aus Putins Sicht zu verhindern.
Das ist die Sicht, welche von den hiesigen Leitmedien verbreitet wird - häufig erfolgreich. Waren Sie mal in Russland in den letzten Jahren?
Tatsächlich ist es nämlich umgekehrt: In Russland wurden seit mitte der 1990 (Gaidar, Tschubais et al) und danach unter Putin teils schmerzhafte Reformen durchgeführt, welche in vielen Sektoren erfolgreich marktwirtschaftliche Strukturen etablierten.

Dies wurde in der Ukraine verschlafen, die Mentalität ist dort insgesamt noch sehr in Versorgungsstrukturen und Oligarchentum verhaftet; in mancher Hinsicht ähnlich wie in Griechenland.
Kiew versucht nun, sich _statt_ lästiger Reformen an Europa zu hängen, weil irgendwie die Idee herumgeistert (aus Polen? Baltenstaaten?), dass mit den Fördermitteln aus Brüssel Glück und Wohlstand gesichert würden.

Also unabhängig von der geopolitischen Ebene gibt es ganz banale wirtschaftliche Zusammenhänge, die hier wie dort noch ein böses Erwachen bewirken dürften.

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ulrich-lr. 23.07.2015, 17:00
54. Auweia

Zitat von PatrickBe
Die Ukrainer kämpfen um eine bessere Zukunft, haben sie doch die wirtschaftlich positive Entwicklung von Nachbarländern wie Polen vor Augen. Leider gefällt Putin die Westorientierung der Ukraine nicht, weshalb er den Krieg im Osten des Landes angefacht hat, welchen er weiter mit Waffen und Kämpfern befeuert. Der Krieg in der Ostukraine ist wie ein Klotz am Bein, der die Ukraine an einer erfolgreichen Zukunft hindern soll. Ohne diesen Krieg könnte die Ukraine viel weiter sein. Eine erfolgreiche und korruptionsärmere Ukraine wäre nämlich ein Vorbild für Russen, welche sich dasselbe für ihr Land wünschen, in dem sich Wenige auf Kosten der Mehrheit in einem gewaltigen Ausmaß bereichern. Dies gilt es aus Putins Sicht zu verhindern.
Sie machen uns Angst:
Polen als Vorbild! Polen ist der größte Nettoempfänger der EU mit immerhin 12 Mrd. € jährlich.
Noch so ein Land - das wäre echt ein Klotz am Bein der EU.

Das schafft dann auch der größte Nettozahler D mit ca. 12 Mrd. € nicht mehr. Die deutschen Mäuse gehen schon 1:1 ins geschätzte Nachbarland.

Wir sollten wirklich mal halblang machen.

Dank Korruption ist jeder Cent, der in die Ukraine fließt, blanke Verschwendung und hilft dort niemandem außer den Oligarchen, in deren Tasche das Geld verschwindet.

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Reziprozität 23.07.2015, 23:59
55.

Zitat von Zaphod
Griechenland muss bitten, betteln und sich demütigen lassen, um Geld zu bekommen, obwohl Griechenland eine Demokratie ist und Mitglied der EU. Die Ukraine hat nur den Vorteil, dass sie nicht in der Lage ist, sich mit Russland zu arrangieren. Und schon fließen die Gelder. Dieses Geld wäre in Griechenland sicherlich besser aufgehoben. Denn die Hausaufgabenliste der Ukraine ist noch viel länger - vor allen Dingen sollten endlich Versuche unternommen werden, mit Russland eine vernünftige Form des Zusammenlebens zu pflegen!
Es ist einer dieser grundlegenenden Konstruktionsfehler der "EU", dass es diese Kohäsionszahlungen überhaupt gibt. Die Ukraine ist nach allen aktuellen Parametern ein "failed state" am äussersten Rand von Europa, eine korrupte Diktatur und Kleptokratie, da verbietet es allein schon der gesunde Menschenverstand dahin auch nur einen einzigen Euro zu überweisen.

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Reziprozität 24.07.2015, 00:02
56.

Zitat von kantundco
Und Putin lacht sich eins ins Fäustchen. Ist doch viel besser als sich das Pleite-Land gleich zu holen. Man lässt sich erst von den EU-Trotteln ordentlich vorab zahlen. Wenn die EU durch den Euro und ihre Pleiteländer so weit geschwächt ist, dass die Bevölkerung in Kiew Katzen und Hunde isst, dann wird man Putin als Wohltäter empfangen.
Man sollte auch nicht vergessen, dass man mit den 600 Millionen Euro der europäischen Steuerzahler eine Anzahl interner Verwerfungen in den EU-Mitgliedsländern lindern bzw. heilen könnte.

Mit welchem Recht wird also das Geld der europäischen Steuerzahler irgendwelchen Gangstern am Rande der EU in den Rachen geschoben?

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