Forum: Wirtschaft
Ernteausfälle: Finanzministerium weist Milliardenforderung der Bauern zurück
DPA

Deutsche Bauern klagen, das im Jahrhundertsommer große Teile ihrer Ernte vertrocknet sind. Mit viel staatlicher Hilfe sollten sie nach SPIEGEL-Informationen trotzdem besser nicht rechnen.

Seite 1 von 5
GSYBE 17.08.2018, 12:17
1. Hilfe

Als Hilfe könnte ich mir auch langfristige und zinslose Kredite für entsprechen Vorsorgemassnahmen vorstellen, z.B. moderne und sparsame Bewässerungsanlagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lesheinen 17.08.2018, 12:24
2.

Sorry, aber der Staat ist nicht zuständig für die Linderung unternehmerischer Risiken, erst recht nicht bei Agrarfabriken. Macht sich der Bauernverband auch dafür stark, Sondergewinne bei außergewöhnlich guten Erträgen an die Staatskasse abzuführen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ksail 17.08.2018, 12:24
3. Und bei guter Ernte?

Was machen eigentlich deutsche Landwirte, wenn es (was ja auch immer wieder vorkommt) mal eine gute Ernte oder höhere Erlöse gibt? Schlägt dann der Bauernverband eine Sonderabgabe zugunsten der Staatskasse vor?

Meine Meinung: Es gibt sicher Bauern in wirtschaftlich prekärer Situation. Zumindest in meinem Heimatort gehören sie aber praktisch durchweg zu den Besserverdienern, so dass mir nicht ganz klar ist, warum der Steuerzahler ihr wirtschaftliches Risiko übernehmen sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
iffelsine 17.08.2018, 12:31
4. Bauern sind freie Unternehmer !

Ist die Ernte exorbitant gut, zahlen sie lediglich die gleichen Steuern, wie jeder andere Unternehmer auch. Ist die Ernte miserabel, soll das IMMER der Steuerzahler zahlen ? Wie geht denn das ? Kleine Bauernhöfe sind ineffizient und auch die Klimabilanz eines kleinen Hofes dürfte mit einem großen Hof kaum zu vergleichen sein. Die Landwirtschaft in Deutschland muss sich gesundschrumpfen, da ist jetzt der richtige Zeitpunkt !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rohrbruch 17.08.2018, 12:31
5. Jahrhundertsommer

Schon wieder dieser dramatisierende Begriff. Nächstes Jahr folgt dann ein neuer Jahrhundertsommer? Und im Jahr danach die Jahrtausendhitze?
Augen aufmachen und sich verdeutlichen: Dieser Sommer wird keine einmalige Sache in diesem Jahrhundert bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuhuna 17.08.2018, 12:32
6. Landwirte sind Unternehmer

...und tragen die gleichen unternehmerischen Risiken, wie Handwerker oder Dienstleister.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
laermgegner 17.08.2018, 12:33
7. Der Bauer ist immer der Dumme ?

War gestern beim Bäcker, als mir die Verkäuferin erklärte, das Brot kostet jetzt 10 % mehr, weil der Mehlpreis gestiegen ist. Und fügte hinzu, wenn sie Rohlinge ( Fertigbackware ) aus china kaufen - die kosten weniger als Mehl ! Mit dem Mehlpreis wird man vermutlich an die Tradition anknüpfen, dass jeden Tag in Deutschland ein Bäcker aufgibt. Also bruacht man auch kein Mehl mehr und somit keine Bauern mehr, weil ja alles auch China kommt. Und was passiert, wenn China nicht mehr liefern will oder kann ?
Ich würde den Bauern helfen - sie sichert die heimische Versorgung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cptlars 17.08.2018, 12:37
8. Ich verstehe die Aufregung nicht

seit jeher gibt es gute Jahre und dann auch wieder schlechte Jahre. Die Bauern sind einfach nur verwöhnt von den letzten besseren Jahren. haben die Bauern dort ihre Hilfen die sie 2003 bekommen haben wieder zurück gezahlt? ich bekomme auch keinen staatlichen Zuschuss weil die Gurken jetzt teurer werden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Normaler Wutbürger 17.08.2018, 12:38
9. Für was ?

Mir muss mal bitte jemand erklären, was die Bauern so besonders macht, dass sie für schlechte Jahre Hilfe wollen.
Ich habe einen Handwerksbetrieb. Gibt es im Handwerk allgemein ein schlechtes (oder mehrere) Jahre auf Grund von Wirtschaftskrisen oder schwacher Konjunktur, interessiert das auch keinen. Dann werden Leute entlassen und Firmen gehen Pleite.

Wenn es irgendwann mal so weit sein sollte, dass wir zu wenige Bauern haben, und die Grundversorgung aus eigener Kraft gefährdert ist, könnte man über alles reden. Aber davon sind wir wohl weit entfernt. Zumal gefühlt sowieso die Hälfte aller Felder mit Mais für die Biogasanlage bepflanzt ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5