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Ernteausfälle: Finanzministerium weist Milliardenforderung der Bauern zurück
DPA

Deutsche Bauern klagen, das im Jahrhundertsommer große Teile ihrer Ernte vertrocknet sind. Mit viel staatlicher Hilfe sollten sie nach SPIEGEL-Informationen trotzdem besser nicht rechnen.

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jhea 17.08.2018, 13:14
20. Hilfe? Wofür?

Das nennt man unternehmerisches Risiko wenn man etwas tut und am Ende das Produkt verkauft.

Ist ja nicht so als würde Bauer XY dann extra Steuern zahlen wollen, wenn er eine gute Ernte hätte...

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Lankoron 17.08.2018, 13:18
21. Zahlen denn die Nutznießer

wie Obst- und Weinbauern dann in den Sonderfond ein? Denn die haben ja eine überragende Ernte...Und wie siehts mit Nothilfen aus für die Binnenschiffer oder Heizungmonteure?

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laermgegner 17.08.2018, 13:20
22.

Zitat von iffelsine
Ist die Ernte exorbitant gut, zahlen sie lediglich die gleichen Steuern, wie jeder andere Unternehmer auch. Ist die Ernte miserabel, soll das IMMER der Steuerzahler zahlen ? Wie geht denn das ? Kleine Bauernhöfe sind ineffizient und auch die Klimabilanz eines kleinen Hofes .......
Herzlichen Glückwunsch für Ihre Einstellung, die dazu führen würde, dass es in wenigen Jahren nur noch Städte und Wohnsiedlungen gibt.
Sie haben leider nichts verstanden, wie die Landwirtschaft funktioniert. Welcher Unternehmer würde es sich bieten lassen, seine Ware zu liefern und in 3 Monaten zu erfahren, was er für einen Preis dafür bekommt. Bei der Milch ist das so.
Wenn nach ihrer Auffassung die Bauern zum Sozialamt gehen sollen, weil sie keine Existenz mehr haben - sie können nur in der Stadt, oder haben nie einen Bauern gekannt.

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Proggy 17.08.2018, 13:21
23.

Ist es zu trocken, zu nass, zu kalt oder zu warm... der Landwirt schreit nach Hilfe. Läuft es optimal und die Ernte ist (zu) groß, schreit der Landwirt nach höheren Preisen. Irgendwie schreit der Landwirt immer nach Hilfen - dabei gehört er zu den Unternehmern. Welche andere Sparten haben so eine große Lobby?

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gesell7890 17.08.2018, 13:27
24. Dann

könnten ja auch alle Verlage und Autoren ankommen und mangelnde Umsätze wegen galoppierender Verdummung beklagen.

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kleinsteminderheit 17.08.2018, 13:48
26. Das geht in Ordnung

Bauern sollten, wie andere Betriebe, Geld für Innovation erhalten. Auch für Naturschutz und zum Erhalt wertvoller Kulturlandschaften wie Terrassen, Streuobstwiesen, Almen etc. was für ein Interesse haben wir daran, die Hochleistungslandwirtschaft mit ihren ökologisch wertlosen Megafeldern zu unterstützen?

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excell 17.08.2018, 13:51
27. so besonder ist das nicht...

Zitat von laermgegner
Herzlichen Glückwunsch für Ihre Einstellung, die dazu führen würde, dass es in wenigen Jahren nur noch Städte und Wohnsiedlungen gibt. Sie haben leider nichts verstanden, wie die Landwirtschaft funktioniert. Welcher Unternehmer würde es sich bieten lassen, seine Ware zu liefern und in 3 Monaten zu .....
Bei Rohstoffe sind die sogenannten Warenterminkontrakte üblich. Bei Metallen oder Kies läuft das genauso. Außerdem: der Bauer muss sich das nicht bieten lassen, es hat ihn niemand gezwungen Bauer zu werden. Sich in den fetten Jahren freuen und wenn es nicht läuft nach dem Staat rufen, das kennt man eigentlich nur von den Investmentbanken. Sinnvoll wäre es, wenn es Sonderabschreibemöglichkeiten für Investitionen in Bewässerung etc. gäbe und die KfW besonders günstige Darlehen für diese Zwecke gibt. Es gibt erfolgreiche Landwirtschaft in schwierigeren klimatischen Bedingungen als wir sie haben, man muss sich eben anpassen.

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ReinhardHasch 17.08.2018, 13:57
28. nein

Keine Mark , keinen Euro, es ist das unternehmerische Risiko der Landwirte mit der Natur zu arbeiten. Dass die Wetter veränderlich ist haben die Landwirte seit Generationen erlebt. Auch die Fruchtwahl ist deren Angelegenheit. Für die Landwirte keinen Pfennig , keinen Cent.
Ich bekomme für meine nicht so gelungene Berufswahl auch nichts.
Keine Steuerausgaben für die Landwirte.

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Lokalpatriotin 17.08.2018, 14:03
29. Was geistern hier denn für Leute rum?

Ein Großteil der gebrachten Einwände zeigt, dass das Wissen um die Landwirtschaft nur aus der Presse kommt, nicht aus der Praxis. Landwirte zahlen nicht mehr Steuern, wenn sie bessere Jahre haben? Woher haben diesen Unsinn manche?
Das Geld, das Landwirte aus EU-Mitteln erhalten, wird aus mehreren Gründen gezahlt. Ein Teil geht z.B. in die Agrar-Forschung.
So ganz frei ist der Landwirt nicht in seiner unternehmerischen Entscheidung, wie es so manch anderer Selbständiger gewöhnt ist.
Wenn ich so manchem Handwerker jedes Jahr neue Regeln auferlege und soeben getätigte Investitionen damit ad absurdum führe, wäre der auch nicht begeistert!
Wenn man investiert, müssen die Vorschriften dazu auch über Jahre Bestandsschutz haben sonst geht die Rechnerei zur Investitionsentscheidung in die Hose. Das juckt bei uns aber kein Ministerium, warum auch, sind ja nicht ihr Geld und ihre Existenz.
Da vergisst auch so mancher Tierarzt mal, was er studiert hat und verliert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, nur um nicht anzuecken, obwohl er es besser weiß.

Und bitte EHEC gab es schon lange, gibt es immer noch, kam 2011 angeblich aus der Landwirtschaft Ägyptens über Sprossen zu uns. Auch wenn das der SPON mal bezweifelt hat. Auf Gemüse wird keine Gülle ausgebracht, wie man damals immer mal wieder lesen und hören durfte. Verlief dann irgendwann im Sande, wie alles andere auch... Es gibt einen Spruch: Cook it, boil it, peel it or forget it. Das sollte jeder im Haushalt beherzigen. Nichts kann man völlig ausschließen!

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