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Erotikhändler: Beate Uhse meldet Insolvenz an
DPA

Image-Sorgen, Erlösminus, Verluste - der Erotikhändler Beate Uhse musste nach dem plötzlichen Abgang des Firmenchefs Ersatz finden. Nun soll der ehemalige Starbucks-Manager Michael Specht das Unternehmen führen.

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chlorid 15.12.2017, 12:02
10.

Managementfehler. Online-Geschäft verpennt. Das sagt sich so einfach. Wenn man ein bestehendes Unternehmen mit gewachsenen Strukturen in einem regulierten Land wie Deutschland führt, dann kann man das nicht einfach so umbauen. Daran hindern einen eine Reihe von arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Beate Uhse hatte mal 1.425 Mitarbeiter und 78 Filialen in Deutschland. Das ist ein gewaltige Last. Da können Sie nicht einfach im großen Maßstab Läden schließen und Mitarbeiter entlassen. Die Folgekosten würden Sie vernichten. Viele Unternehmen erkennen den Wandel durchaus, sind aber bei der Neupositionierung nicht flexibel genug. Dazu kommt im Fall von Beate Uhse sicher noch der Umstand, dass die Gewinnmargen infolge der Konkurrenz dramatisch gesunken sind. Reizwäsche bestellen sich viele heute direkt aus China für kleines Geld. Und mit Pornographie - einem der Gewinnträger von Beate Uhse - lässt sich gar nix mehr verdienen. Früher hatte Beate Uhse noch Videokabinen... Kleine Start-Up-Unternehmen können flexibel von Marktveränderungen profitieren - großen gelingt das deutlich seltener.

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monolithos 15.12.2017, 12:11
11. Alles wird gut

Angesichts der Systemrelevanz gibt es jetzt bestimmt erstmal einen Überbrückungskredit von 150 Millionen Euro vom Steuerz ... äh ... von der Bundesregierung. Damit kann der Betrieb weiterlaufen und in Ruhe ein Investor gefunden werden, der für die uneingeschränkte Fortführung der Geschäfte sorgt. Niemand braucht daher Angst vor steigenden Preisen für Sexspielzeug zu haben. Jetzt bin ich nur mal gespannt, wer demnächst alles mit demonstrativ unter dem Arm getragenem Beate-Uhse-Katalog gesehen wird so wie seinerzeit Horst Seehofer mit dem Quelle-Katalog.

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Überfünfzig 15.12.2017, 12:33
12. Es rappelt im Karton......

...ton, ton, ton hat dem Geschäftsmodell von BU und Orion wohl endgültig das Wasser abgegraben. Imperien entstehen, Imperien vergehen.

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bstendig 15.12.2017, 12:48
13. Also sie hätten schon dazuschreiben dürfen,

Zitat von prisma-4d
...einfach mal mit Steuergeldner sanieren. Der Betrieb geht weiter, für eine Übergangszeit übernimmt der Staat ein Teil der Verpflichtungen, Steuern werden ausgesetzt, Kurzarbeitergeld kommt vom Staat. Vorher das Kapital privatisieren, ordentlich Schulden machen. Kündigungsschutz hat bei einer Insolvenz keine Bedeutung mehr, man kann teuere und ungeliebte Mitarbeiter loswerden und selber steht man besser da als jemals zuvor. Wer es nicht glaubt... einfach mal Insolvenz und Grupp googeln. So sieht die Unternehmerische Verantwortung heute aus.
dass das ein Angebot an Grupp war, welches er abgelehnt hat.

So erweckt das Ganze den Eindruck, als ob Grupp das mit Trigema so gemacht hätte. Weit gefehlt! Er hat das unmoralische Angebot an ihn nur veröffentlicht.

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msix 15.12.2017, 13:38
14.

Zitat von rooonbeau
Wie schlecht muss man gemanagt haben um in solch einer expandierenden Branche Insolvenz anmelden zu müssen. Noch dazu bei dieser Bekanntheit des Namens.. Es wurden bestimmt noch nie soviel Dildos und sonstiges Erotikzeugs verkauft wie heut zu Tage..
Die Konkurrenz ist heutzutage einfach viel größer. Z.B. bei Amazon ist das Angebot an einschlägigen Artikeln riesig. Wenn eine Firma dann auch noch den Einstieg ins Onlinegeschäft verschläft, ist sie ganz schnell weg vom Fenster.

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issernichsüss 15.12.2017, 14:21
15. Wenn Sie das Abenteuer suchen,

Zitat von prisma-4d
...einfach mal mit Steuergeldner sanieren. Der Betrieb geht weiter, für eine Übergangszeit übernimmt der Staat ein Teil der Verpflichtungen, Steuern werden ausgesetzt, Kurzarbeitergeld kommt vom Staat. Vorher das Kapital privatisieren, ordentlich Schulden machen. Kündigungsschutz hat bei einer Insolvenz keine Bedeutung mehr, man kann teuere und ungeliebte Mitarbeiter loswerden und selber steht man besser da als jemals zuvor. Wer es nicht glaubt... einfach mal Insolvenz und Grupp googeln. So sieht die Unternehmerische Verantwortung heute aus.
dann können Sie solch einen Weg sicherlich beschreiten.
Aber selbst wenn ein derartiger Plan "erfolgreich" umgesetzt werden könnte, würde ein derart saniertes Unternehmen keinen Fuss mehr auf den Boden bekommen:
Denn keine Kunden, keine Lieferanten und erst recht keine Banken würden mit Ihnen noch Geschäfte machen wollen!

PS Ich hoffe der Herr Grupp hat sich von dem Schreck wieder einigermaßen erholt! ;-)

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steffen.ganzmann 15.12.2017, 18:47
16. Mich macht das ein Wenig traurig!

Denn nirgendwo anders bekam man solch g**le Unterwäsche für Frauen, die nicht, wie woanders meist, hundsmiserabel genäht und aus allerbilligstem Material hergestellt wurden.

Zudem ist das das Ende eines Teils des deutschen Lebensgefühls.
Schade ...

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steffen.ganzmann 15.12.2017, 18:53
17. Günstigere Preise?

Zitat von Onkel Drops
andere rückten nach und haben das geboten was Uhse nicht wollte. mehr Auswahl plus günstigere Preise [...]
Dafür gibt es dort auch, lediglich als Beispiel, bei erotischer Damenunterwäsche nur noch echten Schund aus Billigstmaterial! Aber wem's hat g'fällt ...

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