Forum: Wirtschaft
Erster Anstieg seit 2016: Regierung beschließt höheres Wohngeld
DPA

Das Kabinett hat die Erhöhung des Wohngelds beschlossen. Der staatliche Mietzuschuss soll zum 1. Januar 2020 steigen und vor allem Familien und Rentner unterstützen.

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Corinna61 08.05.2019, 13:33
20. Falsche Ansichten

@berlin333
Was Sie schreiben ist Unsinn. Zwar gibt es eine Deckelungsgrenze bei dem Wohngeld, aber dennoch kann Wohngeld auch dann bezogen werden, wenn diese Grenze mit der (Kaltbutto-)Miete überschritten wird. Ihre Aussage, daß jemand wegen zu hoher Miete aus diesen Gründen kein Wohngeld erhalten kann, ist schlicht falsch. Genauso falsch wie Ihre Aussage, daß nur Bezieher von ALG II Wohngeld erhalten. Diese haben gar keinen Anspruch auf Wohngeld, sondern auf Übernahme der angemessenen Kosten der Unterkunft. Was aber absolut nichts mit dem Wohngeld zu tun hat.
@halbtagsgott
Auch Ihre Aussage ist falsch. Hat ein ALG-II-Bezieher mit nicht angemessenen Kosten der Unterkunft, bekommt er nicht, wie Sie schreiben, gar keine Leistungen für die Unterkunft, sondern eben nur die maximalen angemessenen Unterkunftskosten. Die Differenz muß der ALG-II-Bezieher dann ggf. aus seinem Regelsatz zahlen.

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remedias.cortes 08.05.2019, 13:34
21.

Zitat von In-Golf
Das Bruttoeinkommen für die Berechtigung des Wohngeldbezuges darf im Regelfall max. Brutto 1166 Euro für 2 Personen betragen. Das ist das, was der Durchschnittsrentner von heute hat. Hat er nur ein bisschen mehr, gibt´s gar nichts. Nun soll man mir mal erzählen, wie man mit ca. 940 Euro netto sich als Rentner noch seine alte 3-Zimmer-Wohnung in der Stadt leisten soll? Selbst bei 190 Euro Zuschuss. Wenn die 660 Euro Miete im Monat kostet. Dann hat er zum Leben noch mit seiner Frau 470 Euro über. Deutschland, das neue Rentnerparadies in der Suppenküche.
Und zu allem Überfluss hat der Rentner gar kein Recht auf 3 Zimmer.
Miethöhe und Mietraum pro Person sind gedeckelt .

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pepe_sargnagel_der_zweite 08.05.2019, 13:37
22. Sie haben recht

Zitat von tommirf
ist ein Herumdoktern an Symptomen, nicht an Ursachen. De facto ist das wie eine Überweisung von Steuergeld direkt an Vermieter.
Das ist korrekt. Eine solche Erhöhung führt zu höheren Gewinnen bei den Vermietern. Wer glaubt, dass dadurch mehr investiert wird, der dürfte sich arg täuschen. Warum sollten sie nun mehr investieren als vorher? Wahrscheinlich steigen lediglich die Gewinne.
Alternativ könnte man das Geld in einen Fonds einbringen, der Wohnungen zurückkauft, die dann schlussendlich wieder unter Eigenregie vermietet werden. Aber auch das ist kein billiger Weg, denn der Staat wird dann sehr ineffizient mit dem Geld umgehen. Ein Dilemma, was schlussendlich auch mein Vertrauen in den Staat/Beamtenapparat verdeutlicht.
Was auch noch passieren könnte: Das Mietabstandsgebot muss ja gewahrt bleiben und einige weitere Vermieter werden nun auf die Idee kommen, den anderen nicht Sozialmietern eine Erhöhung mitteilen. Das könnte man so ausformulieren: "Sehr geehrte Damen und Herren, da sie ja kein Sozialfall sind, können sie sich nun eine höhere Miete leisten..."

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pepe_sargnagel_der_zweite 08.05.2019, 13:38
23.

Zitat von wasistlosnix
Das ist fast eine Milliarde vielleicht auch schon mehr an Wohnungsbaugesellschaften. Wichtiger wäre das jeder der Vollzeit arbeitet seinen Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen bestreiten kann und nicht von den Steuerzahlern unterstützt werden muss sondern von der Arbeit getragen wird.
Es ist keine Subvention - es ist ein Geschenk auf Steuerzahlerkosten (also auf Kosten des Mittelstands)

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schnubbeldu 08.05.2019, 13:40
24. Vielleicht denken Sie ...

Zitat von aurichter
Verstehen Sie die Zusammenhänge eigentlich? Scheinbar nicht einmal im Ansatz oder verteidigen Sie nur ihre Pfründe? Wer lesen kann (richtig lesen?) ist klar im Vorteil.
... mal weiter über die Aussage des ersten Forumsbeitrag hinaus. In der Botschaft dieser Zeilen war eine klar versteckte Kritik an Vermieter (egal ob Gesellschaften oder Privatpersonen), die aufgrund zukünftigem höheren Wohngeld eine noch höhere Miete verlangen "könnten". Folge, der Inhalt des ersten Beitrags ist klares Vermieter-Bashing!

Wie Konrad Adenauer schon mal schön treffend formulierte:
"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."

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Sportzigarette 08.05.2019, 13:41
25. Deckelung bei 10 €? geht nicht!

Sorry, alle die hier wieder Schaum vor dem Mund haben und auf die bösen Vermieter schimpfen. Jeder will für sein Kapital eine Verzinsung. Bei einer Deckelung von 10 € pro qm wäre es aber einer Negativverzinsung. Für den Preis können Sie auf dem Dorf oder eine alte unsanierte Wohnung vermieten. Jeder Neubau kostet in Berlin ca. 12-14 E je qm. Vielleicht solltet Ihr Euch auch mal Gedanken machen, was es kostet einen Wohung zu bauen und zu unterhalten. Und warum haben wir in Deutschalnd eine so geringe Eigentumsqoute? Weil die Mieter bisher jeden Schutz genossen und es für Sie billiger war, zu mieten, statt zu kaufen oder bauen. Sorry, ich war jahrelang Hausverwalter und kenne mich damit recht gut aus. Natürlich gibt es dreiste und gierige Vermieter, aber das ist nicht die Mehrheit und es gibt auch genug Mieter, die die Wohnungen verwahrlosen lassen oder sich nicht an die Regelen halten. Aber eine Deckelung des Preises bei 10 € führt zu weniger Wohnungen in schlechtem Zustand, als DDR Kind kenne ich das noch zu gut. Wir müssen mehr bauen und dazu müssen die Hürden runter. Das ist das EInzige, was der Staat tun kann. Aber versuchen Sie mal in einer Großstadt zu bauen. Die, die schon dort wohnen, werden versuchen, es zu verhindern. Das sind die selben Leute, die dann auf den Mietdemos anzutreffen sind!

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Piether 08.05.2019, 13:43
26. @mcsunny #18

Genau so läuft das deutsche System der Bürgerentlastung.
Der Spruch "damit hat der Bürger am Ende des Tages x Euro mehr im Portemonnaie" ist hohles Politikergewäsch, denn alle, alle werden zugreifen auf des Bürgers Portomannaie.
Auf solche Ideen können aber auch nur solche Leute kommen, die ihr steuerfinanziertes Einkommen pünktlich per Post bekommen.

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barklug 08.05.2019, 13:43
27. @6

HartzIV-Empfänger haben keinen Anspruch auf Wohngeld! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...

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jetbundle 08.05.2019, 13:53
28. Nachfrage und Angebot

Wenn bei begrenztem Angebot auf de Nachfrageseite auf einmal mehr Geld zur Verfügung steht kann man sich denken in welche Richtung der Preis geht. Leidtragenden sind steuerzahlende Mieter der Mittelschicht die dafür doppelt bezahlen. Was wir brauchen ist die Ausweisung von genug Bauland um die Nachfrage an Wohnraum zu decken. An Kapital mangelt es nicht.

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lafindl 08.05.2019, 14:17
29. Flächen wachsen nicht nach

Zitat von jetbundle
Wenn bei begrenztem Angebot auf de Nachfrageseite auf einmal mehr Geld zur Verfügung steht kann man sich denken in welche Richtung der Preis geht. Leidtragenden sind steuerzahlende Mieter der Mittelschicht die dafür doppelt bezahlen. Was wir brauchen ist die Ausweisung von genug Bauland um die Nachfrage an Wohnraum zu decken. An Kapital mangelt es nicht.
... deshalb ist die Forderung nach Ausweisung von mehr Bauland eine hohe Phrase. Wo soll denn mehr ausgewiesen werden? Soll die Zersiedelung noch weiter gehen? Wenn das neu ausgewiesene Bauland (was meist der Fall ist) in privater Hand ist, gibt es auch keinen preiswerten Wohnraum weil die stetig wachsenden Bodenpreise alles erschlagen.

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