Forum: Wirtschaft
Erster Entwurf für Mietendeckel: Berlin will Mieten auf acht Euro begrenzen
Bernd von Jutrczenka/dpa

Maximal 7,97 Euro kalt pro Quadratmeter, Eigenbedarf nur noch mit Genehmigung: Der erste Gesetzentwurf für die Berliner Preisbremse für Wohnungen geht über die Forderungen der Mietervertreter hinaus.

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saturn1955 25.08.2019, 16:56
150. mal ein Ausflug in die Vergangenheit

bereits 1952 mußte man in größeren Städten 1/4 des Einkommens für die Miete aufwenden, so kostete die Wohnung meiner Eltern mit
2 1/2 Zimmern 80 DM bei einem Gehalt meines Vaters als Ingenieur von 320 DM. Da es aber kaum Wohnungen gab, viele waren zerbomt und die Besitzer hatten kein Geld für den Wiederaufbau, mussten meine Eltern ein zu verzinsendes Mieterdarlehen von 5000 DM! aufbringen, um überhaupt eine Wohnung zu bekommen. Wer wenig Geld hat bzw. wenig ausgeben will hat eben keinen Anspruch auf eine super Lage. So ist das nunmal. Und wieviele alleinstehende Rentner leben in 3 oder sogar 4 Zimmerwohnungen und jammern, dass alles so teuer ist?

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bergeron 25.08.2019, 16:57
151.

Richtig so! Die freie Marktwirtschaft ist ganz offensichtlich nicht die Antwort auf alle Probleme.

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kunibertus 25.08.2019, 17:00
152. Dann versuchen Sie doch

Zitat von kayato_kasaki
Braucht es dazu das Grundgesetz? Recht auf wohnen ist ein Menschenrecht und das gilt auch in Deutschland. Art. 11 ICESCR https://www.menschenrechte.org/blog/2013/08/12/das-recht-auf-wohnen-ein-menschenrecht-auch-in-deutschland/
einmal, die Erfüllung dieses Grundrechtes einzuklagen. Die vielen Obdachlosen würden diesen Prozess sicherlich sehr interessiert verfolgen. Es gibt in Deutschland leider viel zu wenig Wohnraum, um alle Bedürfnisse nach einer Wohnung befriedigen zu können. Das hat seinerzeit schon die DDR erkannt und ein Wohnungsbauprogramm aufgelegt. Die in diesem Programm gebauten Wohnungen sind dann vor allem in Berlin allerdings zur Schließung von Haushaltslücken an Investoren - "Heuschrecken"- verscherbelt worden, die dann zur Erzielung eines Maximalprofits die Mieten so weit erhöht haben, dass sie sich Geringverdiener nicht mehr leisten konnten.

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fahrgast07 25.08.2019, 17:02
153. Angst der Eliten

Ui, da haben manche hier ja richtig Panik, Privilegien zu verlieren. "Enteignung" schreien, sobald man mal ein klein bisschen was abgeben muss von seinen Geldsäcken. Finanziell reich, geistig arm. (bin übrigens selber Vermieter, wegen 8 Euro sterbe ich nicht).

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engelchen5711 25.08.2019, 17:05
154. Richtig so

Anhand der Kommentare von Vermietern in diesem Forum merkt man richtig, wie sie vor Angst schon zittern. Und mein Bedauern hält sich in Grenzen. Es geht den Miethaien ja sowieso nicht um das Wohl des Mieters, sondern nur um Rendite und Aktienkurse. Das Geheuchel von sozialer Verantwortung können die ihrer Oma erzählen. Aber sie sind ja nicht die Mehrheit im Volk. Die Masse sind die Mieter, die jetzt vor Immobilienhaien geschützt werden müssen. Und auch die zögernde SPD wird kapieren, dass es anders nicht geht. Die Miethaie wie Deutsche Wohnen und Co haben das Letzte aus den Mietern heraus gesaugt und die von ihnen häufig durchgeführte Gentrifizierung, um Altmieter rauszugraulen und neue, solvente Mieter zu bekommen, sind die reinsten Mafiamethoden. Hier muss diesen Haien das Handwerk endgültig gelegt werden. Das weiß auch die SPD, die sonst Hunderttausende von Wählerstimmen verlieren wird.

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max-mustermann 25.08.2019, 17:05
155.

Zitat von giremii
Alle Menschen sollten unabhängig ihrer sozialen Stellung in Städten wie Berlin, München, Hamburg usw. eine Wohnung leisten können!!! Warum auch nicht
Finde ich auch, wird bestimmt ein riesen Spektakel wenn zu dem ohnehin schon hohem jährlichen Zuzug dann noch ein paar Hunderttausend Menschen mehr dazu kommen und selbstverständlich alle auf ihr "Recht" pochen für maximal 8 Euro den qm eine Wohnung in der Münchner City zu bekommen.

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markus_wienken 25.08.2019, 17:05
156.

Zitat von kayato_kasaki
Bitte, es ist mir ein Vergnügen. https://www.stern.de/wirtschaft/immobilien/hamburg--behoerde-enteignet-vermieter-von-sechs-wohnungen-7437404.html
Vielen Dank
In der Tat interessant und für derartige Fälle findet eine solche Maßnahme auch meine Zustimmung.

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k70-ingo 25.08.2019, 17:06
157.

Zitat von charlybird
wie Sie wollen. Wen interessiert's? Mit dem wirklichen Publikum der Wohnungssuchenden haben Sie mit Ihrem, wahrscheinlich geerbten, Luxusprachtbau doch gar nichts zu tun. Dass der Wohnungsmarkt immer weniger auf einigermaßen sozial eingestellte Vermieter zählen kann, ist nicht erst seit gestern raue Wirklichkeit, schlimm ist lediglich, dass man es der Politik zu verdanken hat, die u.a. auf Leute wie Sie, vertraut hat. Fatal genug. Viele leidgeplagte Wohnungssuchende müssen diese gemachten politischen Dummheiten jetzt ausbaden. Aber das hätte man den Wählerstimmenverzauberern vorher erklären können, dass der Markt nur sich selbst hilft, aber niemals der Allgemeinheit. Ausnahmen bestätigen aber durchaus auch hier die Regel, nur Sie gehören halt nicht dazu. :-)
Luxusprachtbau?
Vor gar nicht mal so vielen Jahren wollte niemand Altbauwohnungen in Berlin haben. Die wurden den Käufern für lachhafte Preise hinterhergeschmissen.
Und die sich unglaublich clever fühlenden Mieter haben die Käufer auch noch ausgelacht.
Jetzt hat sich halt der Wind gedreht.

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saturn1955 25.08.2019, 17:06
158.

Zitat von dasfred
Dieses Land ist doch, wenn ich den Prognosen von damals folge, schon in den Ruin getrieben worden, als der Mindestlohn eingeführt wurde. Man sieht es nur nicht, weil immer noch konsumiert wird, Aktien und Dividenden steigen und dir komplett ruinierte Automobilindustrie immer neue Rekorde vermeldet. Wer vor zwanzig Jahren ein Mietshaus gekauft hat, hat mit Erträgen kalkuliert, die den nun geforderten Preisen entsprechen. Ins Fleisch geschnitten Haben sich lediglich Spekulanten, die in der Aussicht auf Verknappung hofften, nach oben keine Grenzen mehr zu haben und schon bald Münchener Verhältnisse eintreten. Es gibt kein Grundrecht auf unbegrenzten Spekulationsgewinn. Ein Experiment ist es allemal wert. Wenns nicht klappt, kann man den mittellosen Pöbel immer noch vor die Tür setzen.
Berlin ist wenn überhaupt durch seine Politker in den Ruin getrieben worden, frei nach Wowereit - arm aber sexy. Berlin hat aber schon immer am Dauertropf der Republik gehangen, nur jetzt wird eben langsam mal Kassensturz gemacht. Und wenn Berlin für den ein oder anderen so hipp ist, dann muss er eben zahlen. Und es ist immer noch preiswerter dort als London, Paris oder Madrid. Man muss sich auch frei machen von der Tatsache, dass man einen Anspruch hat, sein Leben lang am gleichen Ort wohnen zu können. Wir reden doch alle von Mobilität, oder bezieht sich das nur auf E-Roller?

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estark 25.08.2019, 17:09
159. 3,42 € reichen nichr

für minimalste Instanthaltung. Möge der Berliner Senat doch eine Dientsreise nach Lissabon machen. In Vierteln, in denen offenbar nur Mieter mit Altverträgen wohnen, bei denen eine Mieterhöhung ausgeschlossen ist, herrschth der totale Zerfall. Pappkartons statt Fensterscheiben. Irgendwann müssen die Häuser aus Sicherheitsgründen dann geräumt werden.

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