Forum: Wirtschaft
Erster Entwurf für Mietendeckel: Berlin will Mieten auf acht Euro begrenzen
Bernd von Jutrczenka/dpa

Maximal 7,97 Euro kalt pro Quadratmeter, Eigenbedarf nur noch mit Genehmigung: Der erste Gesetzentwurf für die Berliner Preisbremse für Wohnungen geht über die Forderungen der Mietervertreter hinaus.

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Hoberg 25.08.2019, 18:22
210. das Ende des Wohnungsbaus

wenn ich dort bauen wollte , wäre heute Schluss. Wer glaubt denn wie RRG baut? Wo? Wann? Jetzt kommt neben dem Mietproblem auch noch Obdachlosigkeit dazu. Anstatt massiv die Unabhängigkeit des Bürgers vom Staat durch Eigenheimzulagen zu fördern wird nun Wohnraum vernichtet .Unsozial wir immer die Rotgrünen.

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engelchen5711 25.08.2019, 18:23
211.

Zitat von Mike_m
Nun die Deckelung wird absehbar einen Instandsetzungs Stillstand produzieren. Das Gebot der Stunde lautet jetzt noch zu Höchstpreisen verkaufen und woanders investieren. Bye Berlin.
Als früherer Mieter der VONOVIA kann ich nur berichten, dass dieser Miethai kaum in die Instandsetzung von Wohnungen investiert hat. Im Abkassieren von nicht adäquaten Mieten und überhöhten Betriebskosten war dieser Immobilienhai jedoch ein wahrer Meister, der allerdings, wenn sich Mieter gerichtlich wehrten, regelmäßig auf die Schnauze fiel. Und am Neubau von Wohnungen haben Miethaie wie VONOVIA & Co kaum Interesse. Ihnen geht es um das Scheffeln von Rendite mit aufgekauften Bestandswohnungen, notfalls mit der Getrifizierung der Altmieter. Auf solche "Investoren" kann unsere Gesellschaft gerne verzichten.

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carolina_hohmann 25.08.2019, 18:27
212. Eigentum verpflichtet.

Als Mieterin und Vermieterin finde ich das einen guten Vorschlag. Ich vermiete deutlich unter 8 EUR und dennoch sind meine Wohnungen nicht in schlechtem Zustand. Man muss nur nicht denken, dass man durch Vermietung eine große Rendite macht sondern sich damit abfinden, dass man immer noch arbeiten gehen muss. Wer mit Wohnungen das dicke Geld machen will, hat nicht verstanden, dass Eigentum verpflichtet.
Eine Deckelung entlastet darüber hinaus die Sozialkassen - denn wenn die Hartz4 Empfänger keine preiswerten Wohnungen mehr finden, muss zwingend das Wohngeld erhöht werden - das ist dann eine direkte Transferleistung an diejenigen Wohnungsbesitzer, die das Maximum rausholen wollen.

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kodu 25.08.2019, 18:29
213. Möglich, daß der Wohnungsmarkt...

Zitat von ruhepuls
Würde der Markt "regieren", dann würden sich immer mehr Leute überlegen, ob sie in teure Großstädte ziehen - und lieber außerhalb bleiben. Aber so folgt man den hoch bezahlten Jobs - und erwartet trotzdem niedrige Miete. Das Wohl der Allgemeinheit wird wohl kaum dadurch sichergestellt, dass nun keine Wohnungen mehr gebaut werden (bei den derzeitigen Baupreisen schlicht unmöglich für 8 EUR Miete) - und die Altbestände verwahrlosen.
...durch die öffentliche Hand neu organisiert und bewirtschaftet werden muss. Aber ich glaube - auch angesichts der BER-Katastrophe - nicht, daß das nur private Körperschaften können, die die Gesellschaft anschließend erpressen wollen. Ich bin guter Hoffnung, daß man aus Fehlern lernt.

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kunibertus 25.08.2019, 18:29
214. Mit dem Verkaufen ist es auch nicht

Zitat von tteulenspiegel
Wenn das was hier steht die Runde macht dann gute Nacht. Noch sind in Deutschland die meisten Mietwohnungen in privater Hand und das ist auch gut so. Eine Begrenzung der Miete in der Fläche wird dazu führen das diese privaten Vermieter verkaufen werden, da es sich nicht mehr rechnet. Davon werden dann allein die großen Wohnungsgesellschaften profitieren.
so einfach. Ich habe meine Eigentumswohnung meinem derzeitigen Mieter zu einem sehr moderaten Preis zum Kauf angeboten. Er hat mich ausgelacht und erklärt. er wohne doch zur Miete viel billiger und bequemer. Schließlich muss er sich um nichts kümmern, was mit der Wohnung zusammenhängt.

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freeclimber 25.08.2019, 18:30
215. Lol

Zitat von Manitou-01@gmx.de
Und nicht zu vergessen, daß die Bundesregierungen der 90er Jahre mit Subventionen und Zwangsmaßnahmen den Abriß von in der DDR errichteten Wohnungen durchgesetzt wurde, um den mitsteigernden Wohnungsmangel vorsätzlich zu erzeugen.
Glauben Sie wirklich an den Unsinn, den Sie hier verbreiten. Tatsache ist, dass eine nicht geringe Zahl an Plattenbauten entsorgt werden mussten, weil sie hochgradig asbestverseucht waren.

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emil7685 25.08.2019, 18:32
216.

Zitat von engelchen5711
Nun mal langsam. Selbst wenn Sie meinen, Wohnungen würden "massenhaft" verkauft werden, bekommt selbst der beste Renditejäger einen Mieter nicht gleich aus der Wohnung heraus und muss zudem mit jahrelangen Prozessen leben. Und ... die Miete, falls der neue Eigentümer vermieten will, bleibt trotzdem gedeckelt. Aber allein Ihr wütender Beitrag in diesem Forum deckt schon die wahre Fratze der Immobilienhaie auf. Es geht nur um Rendite, egal mit welchen Methoden. Schon daher muss der Staat, um die Mieter zu schützen, die rechtliche Keule schwingen und den Mafiamethoden der Miehaie einen Riegel vorschieben.
Ich bin doch überhaupt kein "Immobilienhai"! Ich wohne im selbstgenutzten Eigentum. Ich wage allerdings zu behaupten dass ich weiter denken kann als von zwölf bis Mittag und ich bin mir schlicht zu 100% sicher dass planwirtschaftliche Eingriffe in den Immobilienmarkt zum absoluten Desaster werden. Und zwar in erster Linie für die Mieter.
Und Wohnungen bei derartigen Drohungen der Politik möglichst schnell loswerden zu wollen hat meiner Meinung auch nichts mit "Renditejagd" zu tun sondern ist schlicht Selbstschutz.
Und es ist mir auch vollkommen schleierhaft was es mit "Mafiamethoden von Miethaien" zu tun haben soll wenn man Wohnungen zum erzielbaren Marktpreis an solvente Mieter vermieten will.

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Knosa 25.08.2019, 18:40
217. Welche Rendite

Zitat von spreeloewe
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und muss deshalb völlig kostenlos sein. Außerdem sollte der Senat entscheiden, wer wo wohnen darf. Dann ist endlich Schluss mit diesen menschenunwürdigen Castings bei der Wohnungssuche. Singles bekommen 1-2 Zimmer. Paare 2-3 Zimmer und für jedes Kind gibts noch ein Zimmer mehr. Ist doch ganz einfach. Und kommt mir nicht mit dem Argument, dass sich dann das Vermieten nicht mehr lohnt. Die Vermieter profitieren ja weiter von den Wertsteigerungen. Die will ihnen ja keiner wegnehmen. Meinetwegen auch weiterhin steuerfrei bei 10 Jahren Haltedauer. In Berlin haben sich die Preise im Schnitt seit 2009 verdoppelt. Keine schlechte Rendite würde ich sagen. Da müssen jetzt nicht auch noch Mieten on top drauf kommen. 100 Prozent Rendite in 10 Jahren sollte eigentlich ausreichen.
Wie sollen sich die Preise von Wohneigentum erhöhen, wenn niemand mehr kaufen würde, weil Wohnen kostenlos ist? Wer entscheidet, wer wo wie wohnen darf? Lotterie oder bekommt der Vereinskollege die hübsche Wohnung im Grünen? Halt, die Menschen würden doch wie Bolle kaufen, weil niemand, der es sich halbwegs leisten kann, sich auf die Zuteilung reduzieren lassen möchte,

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Pushkin 25.08.2019, 18:43
218. Wenn das so käme...

...verlören tausende Kleinvermieter Ihre Wohnungen und wahrscheinlich all ihre Ersparnisse. Denn wenn sie ihre Wohnungen per Kreditfinanzierung gekauft haben wären bei Mietsenkungen vom einen auf den anderen Moment die Sicherheiten für die Kredite nicht mehr ausreichend und sie müssten bei den Banken nachbesichern ("Margin Call"). Banken beleihen Immobilien idR nur bis zu bestimmten Beleihungsgrenzen, danach fordern sie weitere Sicherheiten oder deutlich höhere Zinsen. Wenn die Miete der eigenen Mietwohnung per Gesetz um z.B. 20% gesenkt werden müsste, sinkt der Ertragswert (Bemessungsgrundlage Kreditbeleihung) der Mietwohnung. Wenn da kleine Vermieter mal eben 5 oder gar 6stellige Beträge an zusätzlichem Eigenkapital (Differenz Jahresmiete mal z.B. 25-30 Jahre als Faktor) aufbringen müssen, dann gehen sie in die Knie. Wer kauft die Buden dann aus der Not für kleines Geld? Große Gesellschaften, die sicherlich keine besseren Vermieter als der Private mit dem Ziel der Altersvorsorge und möglichst wenig Ärger mit dem Mieter zu haben, sind...

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max-mustermann 25.08.2019, 18:45
219.

Zitat von spreeloewe
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und muss deshalb völlig kostenlos sein. Außerdem sollte der Senat entscheiden, wer wo wohnen darf. Dann ist endlich Schluss mit diesen menschenunwürdigen Castings bei der Wohnungssuche. Singles bekommen 1-2 Zimmer. Paare 2-3 Zimmer und für jedes Kind gibts noch ein Zimmer mehr. Ist doch ganz einfach.
Selbst wenn ihr aberwitziger Vorschlag kommen sollte wird es trotzdem nicht funktionieren. Denn wenn schlicht nicht genügend Wohnungen in den Ballungsgebieten vorhanden sind um den umgebremsten Zustrom von Menschen unterzubringen wird sich daran auch nichts durch einen wie auch immer gearteten staatlichen Verteilungsschlüssel ändern. Das ist ja der Witz an der Geschichte, es wird immer suggeriert durch Mietpreisbremsen und Enteignungen würden auf einmal die nötigen Wohnungen vom Himmel fallen, das tun sie aber nicht und wenn der Mieter am liebsten auch noch umsonst darin wohnen will so wie sie dann gleich zweimal nicht.

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