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Erstes Halbjahr 2016: Deutscher Staat erzielt 18,5 Milliarden Euro Überschuss
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Die Konjunktur in Deutschland bleibt stark: In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es in den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung einen Milliardenüberschuss.

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Off the records 24.08.2016, 08:58
1. Falsche Überschrift

Nicht der Staat hat einen Überschuss erwirtschaftet, das waren die Bürger.

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palindrom 24.08.2016, 09:02
2. Schwache Leistung

Wenn man betrachtet, zu welchem Zinssatz die Regierungsschulden noch verzinst werden, und mit welchen Vorteilen Deutschland angesichts des schwachen Euros bedacht wurde (-> massiv höhere Exporterlöse ohne eigenes Zutun), dann ist diese "schwarze Null" eigentlich nicht wirklich beeindruckend. Wären die Zinsen nur leicht höher, oder der Euro noch 10% stärker, wäre das Defizit wieder da.

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mauianer25 24.08.2016, 09:05
3. Wahnsinn!

...dann hoffen wir mal auf 100 Jahre Griechenland -, eurokriese....dann werden wir jährlich 30 Mrd. erwirtschaften und Deutschland könnte schuldenfrei sein.
Unsere Kinder lernen zwischenzeitlich in gammligem nicht sanierten und schimmligen schulen, unsere Infrastruktur ist marode und Schäuble ein wahnsinnige guter (mit Gedächtnislücken - stw. Schreiber) Finanzminister

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M.P.F.C. 24.08.2016, 09:05
4. Überschuss?

Erzielt? Das liest sich so, als könnte der Staat wie ein Unternehmen Gewinn oder Verlust erwirtschaften. Dem ist nicht so. Ein Staat kann einzig durch Drohen mit einem Übel Zwangsabgaben von den Bürgern abpressen, ohne daß diese eine Möglichkeit der Kontrolle haben. Gut, einige Versuche staatlicher Unternehmen auf privatrechtlicher Basis gibt es immer wieder. Teilweise auch erfolgreich dank entprechender Oligo- bzw Monopole, gestützt durch passende Vernetzung in der jeweiligen Executive/Legislative/Judicative (VW Gesetz). Der Euphemismus "Überschuss", der so gerne verbreitet wird, bedeutet nur, daß der Staat mehr Geld abgepresst hat als er braucht. Darauf (also mehr als nötig abzupressen) als Politiker auch noch stolz zu sein ist purer Zynismus. Das ist KEINE Leistung, sondern bloße Willkür. Für die der Politiker auch keine besondere Begabung oder Ausbildung (siehe Guttenberg/Hinz) braucht, nur das richtige Parteibuch. Wo bleibt der investigative Journalismus?

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paula_parricida 24.08.2016, 09:08
5. Nicht der Staat, sondern die Steuerzahler...

haben diesen "Überschuss" erwirtschaftet. Und es ist auch kein "Überschuss", sondern einfach 18,5 Mrd. Mehreinnahme als in der ursprünglichen Planung als geschätzt.

Anders gesagt: Die Zitrone konnte noch stärker ausgepresst werden, als erwartet.

Auch bei uns hat das Finanzamt übrigens die EST-Vorauszahlungsforderungen vom letzten auf dieses Jahr um 200 Prozent erhöht.

Wahrscheinlich per Dienstanweisung, die Vorauszahlungen von Selbständigen mit wechselndem Einkommen möglichst üppig anzusetzen und vorsorglich schonmal die Kassen zu füllen...
... das zurück holen zuviel gezahlter Steuern dauert ja viel länger als das Nachzahlen mit korrekter und geprüfter Erklärung.

Es gilt weiterhin das Prinzip: Geld ist Geld, Hauptsache der Bürger hat es nicht! Sondern die Umverteilungs- und Sozialstaatsmaschinerie.

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muellerthomas 24.08.2016, 09:10
6.

Zitat von bwk
Das wäre doch nun eine gute Gelegenheit das Geld für die gigantischen Schulden des Staates einzusetzen, um künftigen Generationen das Leben wenigstens ein wenig leichter zu machen.
Die "gigantischen" Schulden sind sehr moderat, die Staatsschuldenquote fällt seit 2010 massiv.

Wieviel Zinsen würden wir denn Ihrer Ansicht nach sparen, wenn der Staat diese 18,5 Mrd. heute zum Tilgen von Schulden verwenden würde?


Die nachfolgende Generation erbt zudem nicht nur die Schulden, sondern auch die dazugehörigen Staatsanleihen. Das Geld bleibt also immer in der jeweilgien Generation erhalten.

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herbert 24.08.2016, 09:11
7. ein satter Überschuss

und der deutsche Michel ist mit Steuer und Abgaben belastet bis Unterkante Oberlippe.
Das schlimme ist, er lässt sich von der Politik vorführen und Grinsemännchen Schauble lässt das Volk zahlen und zahlen.

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Teile1977 24.08.2016, 09:11
8. Schulden

Zitat von bwk
Das wäre doch nun eine gute Gelegenheit das Geld für die gigantischen Schulden des Staates einzusetzen, Flüchtlinge und damit die Flüchtlingsindustrie müssen versorgt werden. Also wieder nichts mit sparen.
1. Die Schulden sinken bereits seit einiger Zeit.
2. Respekt, der dritte Kommentar und schon sind die Flüchtlinge an allem schuld, echt zum Kotzen.

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muellerthomas 24.08.2016, 09:11
9.

Zitat von palindrom
Wären die Zinsen nur leicht höher, oder der Euro noch 10% stärker, wäre das Defizit wieder da.
Nein, die Durchschnittszinsen der ausstehenden Staatsanleihen liegen deutlich über den aktuellen Marktzinsen. Selbst bei einem Zinsanstieg würde die Zinslast also weiter fallen und erst bei einem sehr erheblichen Anstieg leicht und langsam steigen.

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