Forum: Wirtschaft
Erweiterung der Währungsunion: "Nur die Schwachen drängen noch in den Euro"
Darko Bandic / AP

EU-Chefin von der Leyen würde gern den Euro-Raum erweitern. ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann warnt: Nur die ärmsten Länder in Osteuropa seien noch an der Gemeinschaftswährung interessiert.

Seite 3 von 12
rodorn 18.07.2019, 13:21
20. Zu 1)

Der Euro wird schwerlich weicher also inflationärer sein als die ehemalige slowakische Wärung. Sollten die Slowaken die Supermärkte im Ausland stürmen dann vermutlich weil der Euro relativ stark und stabil ist und sie dort eine höhere Kaufkraft haben. Ähnlich wie Schweizer die gerne in Deutschland einkaufen. Aller ungelöster Verteilungsfragen zum trotz ist der euro sicher nicht schlechter als der Dollar oder das Pfund. Im Sinne der Haushaltsdisziplin ist die Eurozone sogar wesentlich ambitionierter als UK/USA oder gar Japan. Es gibt aber aktuell eine Tendenz das genau die eben genannten Schulden für Irrelevant und gar Wünschenswert erklären. Die Nullzinsen sind gekommen um zu bleiben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kielbasam 18.07.2019, 13:21
21. Wie erwartet geht es schon am ersten Tag los...

EU-Chefin von der Leyen würde gern den Euroraum erweitern.

Mir scheint die gute Frau hat absolut nichts aus der Krise der "südlichen" Länder im Euroraum gelernt.
Wir brauchen kein zweites Griechenland, Portugal oder Italien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nokaner 18.07.2019, 13:28
22. Wirtschaftliche schwache Länder brauchen keinen Euro

Ich hatte mich mit einer griechischen Arbeitskollegin unterhalten. Die hat die Euro-Einführung in Ihrem Land mitgemacht. Zum Anfang gab es einen Boom und die Leute waren mit dem Euro sehr glücklich... Doch schnell kosteten die Dinge des täglichen Bedarfs anstelle von wenigen Drachmen mehrere Euro. Die Menschen waren plötzlich mit einer gigantischen Preissteigerung konfrontiert und am Ende waren einst günstige Einkäufe sehr teuer.
ÄHnliches auch in den baltischen Ländern. Für uns ist das immer noch billig und wir können da super Urlaub machen. Doch die Balten kaufen auf den günstigen Wochenmärkten ein, um irgendwie über die Runden zu kommen. Die Preise in den Supermärkten sind teilweise so teuer wie in Deutschland. Fast 1:1.
Für die Menschen dort unbezahlbar.
Ich traue mich zu behaupten, dass für wirtschaftlich schwache Länder der Euro einfach zu "stark" und zu "teuer" ist.
Da kommt der deutsche Tourist und kann sich eine Kugel für 2 Euro leisten. Damit kommt er zurecht, da er das von Deutschland kennt. Ein Ungar mit 300 Euro Lohn hat da aber ein dickes Problem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterPetroleum 18.07.2019, 13:29
23. Masse und Gemeinschaft

Es ist kein Geheimnis, dass Gemeinschaft ein positives Potential hat.

Nur man muss das richtig anwenden und nutzen.

Das was EZB aktuell mit der Geldflutung macht zur Entschuldung der Südstaten und wirtschaftliches ankurbeln ist ein fataler Fehler.

Die prosperierenden wirtschaften laufen heiß und die schwachen machen keine sinnvollen reformen. Man lügt sich selber an.

Besser gewesen wären schuldenschnitte mit Reformauflagen in richtige Richtung.

In Eu fehlt es nicht an fähigen Menschen oder guten Ideen. Es fehlt an Voraussetzungen.
Hier ist die Politik gefragt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
urbanism 18.07.2019, 13:32
24.

aufgrund Ihrer Osterweiterung ist die EU doch jetzt schon Handlungsunfähig. Polen, Ungarn, Rumänien sind m.E. die mahnenden Beispiele, dass viele Länder allein aufgrund ihrer Politik nicht mehr in die EU passen. Aufgrund der Blockaden werden können wichtige Maßnahmen nicht umgesetzt werden. Siehe Flüchtlinge oder den Umgang mit Russland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_8425436 18.07.2019, 13:33
25.

Zitat von christine.rudi
Schäuble und die hinter im stehenden deutschen DM Hardliner haben Europa kaputt gemacht. Macron hat verhindert, daß Schäubles Forderung, Griechenland aus dem Euro / der EU auszuschließen, sich durchsetzen konnte. Dafür hat Schäuble, der Anti-Europäer (sic !) dann in Achen den Karlpreis bekommen. Was für eine korrupte Welt. Herr Professor Heinemann sollte wegen Unfähigkeit enlassen werden !
Selten so einen Schwachsinn gelesen!
Ihrer Meinung nach hätten die Euro-Ländern weiter das Lotterleben der Griechen bezahlen sollen. Ohne klare Vorgaben und Druck, gäbe es keine Reformen in GR.
Aber als Sozi lebt sich prima auf Kosten anderer!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
StefanXX 18.07.2019, 13:34
26. Doch, es sind de facto Vertragsänderungen

Zitat von tommy1808
Vertragsänderungen sind Konsenzentscheidungen, und zwar ausschließlich. Findet Spiegel online keine Interviewpartner mehr, die wissen wovon sie reden?
In ihren Auswirkungen waren diese vom Experten angesprochenen Entscheidungen sehr wohl Vertragsänderungen, weil sie der Nichtbeistandsklausel widersprechen. Und das ist damit gemeint und das ist (leider) korrekt. Ebenso wie es korrekt ist, dass die Regeln der EU nach Belieben mal angewandt werden und mal nicht. Deutschland bildet hier leider keine Ausnahme. Ich erinnere nur daran als Deutschland gegen die Staatschuldenquote in Höhe von 60% des BIP verstieß .. es passierte gar nichts, während man andere Mitgliedsstaaten dafür sanktioniert. Und das ist nur ein Beispiel von ganz ganz vielen. Man beugt und ändert den Vertrag nach Belieben, nicht auf dem Papier, aber in Form von (Nicht-)Handlungen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thilog 18.07.2019, 13:40
27. EZB auf Kyrillisch

Eine aufschlussreiche Wahrnehmung habe ich diesem Zusammenhang gemacht. Betrachtet man die Buchstabenkette am Rand der neuen €-Noten genau, die alle die Abkürzung "EZB" in der jeweiligen Landessprache wiedergeben, fallen die drei Buchstaben auf, mit denen "EZB" in kyrillischer Schreibweise dargestellt wird.
Man reibt sich die Augen: sollte Bulgarien am Ende heimlich in die Eurozone aufgenommen worden sein? Nein, das ist nach offizieller EZB-Verlautbarung geschehen, um die Motivation Bulgariens zu stärken, Anstrengungen zu unternehmen, die den Beitritt zur Eurozone ermöglichen.
Die EU-Währungspolitik bringt seltsame "Blüten" hervor, im wahrsten Sinne des Wortes....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tepchen 18.07.2019, 13:45
28.

Zitat von rodorn
Der Euro wird schwerlich weicher also inflationärer sein als die ehemalige slowakische Wärung.
Das hat niemand gesagt, aber die Preise haben sich der Eurozone angeglichen ohne das sich die Löhne anpassen. Das hat dann auch jemand 2 Beiträge unter Ihrem bezogen auf die baltischen Staaten geschrieben. Überall das gleiche Bild, selbst in Deutschland ist es zu merken wenn auch nicht so heftig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manicmecanic 18.07.2019, 13:47
29. unsere Regierung vertritt diese Linie ?

Alleine diese freche Unwahrheit von seiten des SPON Interviewers reicht doch schon aus um zu zeigen wie SPON zum Regierungsmitteilungsdienst mutiert ist.Seit wann vertritt denn unsere Regierung die Linie daß nicht wir Bürger fürs zahlen dran sind?Schön reden ist billig,aber die Taten sprechen komplett dagegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 12