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Eskalation im Handelsstreit: Trump lässt Importzöllen auf Autos prüfen
DPA

Mehrfach hat der US-Präsident bereits damit gedroht, auf Autos Strafzölle zu erheben - davon wäre besonders die deutsche Wirtschaft getroffen. Nun fordert Trump das Handelsministerium auf, einen solchen Schritt zu prüfen.

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lhuitre 24.05.2018, 03:03
1. Bange machen gilt nicht !

Zum einen sind deutsche Autos in den USA allesamt Ober- oder zumindest obere Mittelklasse. Die klassischen Kunden haben genug Geld, um auch 25% Aufpreis zu zahlen. Wenn sie denn wollen.
Sollten sie aufgrund des Dieselskandals keine Lust auf Made in Germany mehr haben, so ist das nicht Trumps Schuld und geschieht den Autobauern zu Recht.
Lasst ihn also kommen!

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spon-facebook-10000012354 24.05.2018, 03:04
2. 400.000 bis 600.000 Dollar

kostet angeblich ein Gesprächstermin bei Trump. Dies Geld wäre gut angelegt, wenn die BRD versuchen will ihm die Komplexität der wirtschaftlichen Beziehungen in diesem Feld darzustellen;
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko soll Donald Trumps Anwalt Michael Cohen mindesten 400.000 Dollar gezahlt haben, um ein längeres Treffen mit dem US-Präsidenten zu arrangieren. Das berichtet der britische Rundfunksender BBC unter Berufung auf einen hochrangigen ukrainischen Geheimdienstbeamten. Eine zweite Quelle habe die Schilderungen demnach bestätigt, mit dem einzigen Unterschied, dass die Summe bei 600.000 Dollar gelegen haben soll.
Bezogen auf die Relevanz dieser Frage sollte die BRD diese Summe schon investieren.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/petro-poroschenko-soll-geld-fuer-treffen-mit-donald-trump-gezahlt-haben-a-1209182.html

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thinking_about 24.05.2018, 03:56
3. Es geht

Schlag auf Schlag, das Tempo ist bemerkenswert Tag für Tag, aber ebenso, dass vieles unter der Präambel der nationalen Sicherheit verortet und deklariert wird und daher durchgesetzt werden muß. Auf die Idee ist noch niemand gekommen, Autos bedrohen die nat. Sicherheit, das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, sie bedrohen möglicherweise Arbeitsplätze, ist aber ein anderes Thema. Mit der Bedrohung der nat. Sicherheit wurde sonst ein mögliches Angriffsscenario von außen verbunden.
Trump will Krieg und nimmt nun die Version Wirtschaftskrieg, da braucht man keine Soldaten schicken, das hält die anderen Staaten auch so klein, so wie die ständigen Sanktionen.
Es wurde übrigens schon unter Obama eine Art Ministerium geschaffen, das sich nur damit beschäftigt, zu eruieren, wo man Sanktionen aussprechen könnte. Dieses System hat sich jetzt nur noch verfeinert. Was da noch alles kommen mag....

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thinking_about 24.05.2018, 04:02
4. Ich weiß gar nicht

was er da prüfen will, der Zoll auf Kleinwagen lag bisher bei 10%, aber auf SUVs, die dort bevorzugt werden, lag bei 25%.

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nite_fly 24.05.2018, 04:10
5. Trump halt, und seine Sichtweise auf die Welt...

Die USA hat jahrzehntelang alle lukrativen Jobs ins Ausland verlagert, weil die Lohnkosten da halt niedriger waren: Kapitalismus vom Feinsten, ohne jegliches Licht in der Birne, was so was langfristig auslösen wird!
Das Einzige, was da noch geleuchtet hat, waren die Dollar-Zeichen in den Augen derjenigen, die von dieser verfehlten Handelspolitik profitiert haben!
Dass die ehemalige Weltstadt des Automobilbaus, nämlich Detroit, heute eine Industrie-Ruine ist, hat sich die amerikanische Politik, mit Focus auf immer mehr Umsatz und Rendite, selbst zuzuschreiben!
Die Amerikaner können heute, ohne Hilfe von außen, gar keine Autos mehr bauen: Dir brauchen Firmen, wie Bosch etc., die ihnen die Teile liefern, die sie selbst gar nicht mehr herstellen können (oder auch nie konnten), weil sie da irgendwann einfach mal den Anschluss verloren haben!
Wir stellen in Deutschland solche Dinge her, die die amerikanische Wirtschaft dringend benötigt, wohingegen die amerikanische Wirtschaft nur noch "Werte" produziert, die keiner mehr haben will!
Und da soll man sich über den Außenhandels-Überschuß wundern, den Europa, oder gar Deutschland gegenüber den USA hat?
Würden die Dinge produzieren, die wir unbedingt haben wollen (außer vielleicht Coca-Cola und iPhones (die bei Foxconn, nicht in den USA) gefertigt werden, würde diese Bilanz vielleicht anders aussehen...
Doch die USA hat es einfach verpennt, dass man Geld halt nicht nur durch Finanz-Bewegungen verdienen kann, sondern auch dadurch, dass man tatsächlich materielle Werte schafft! Und deswegen ist die amerikanische Wirtschaft auch so anfällig auf Schwankungen der Aktien-Indices!
Denn die haben nur noch "virtuelles Geld", ohne einen substantiellen Wert dahinter!
Gehen die Kurse in die Knie, dann geht die USA in die Knie!
Diese Probleme, die von Trump da so angeprangert werden, sind von den USA selbst verursacht!
Die sind ja sogar so doof, dass sie ihre höchst hoheitliche Aufgaben, wie etwa große Teile der militärischen Aufgaben, privatisiert haben, was den privaten Firmen das Los in die Hand gegeben hat, damit so richtig Geld drucken zu können...
Das einzige, was Amerika noch einigermaßen erfolgreich exportiert, sind Kriege und Gewalt, die sie ganz unvermittelt, und teilweise vollkommen grundlos anzetteln, weil ja jeder amerikanische Präsident so einen führen muss, um in aller Munde zu bleiben...
Mit der viel-beschworenen Demokratie haben es die Modernen Amerikaner es auch nicht so:
Alles, was sie an Dingen tun, die eigentlich fragwürdig, bis völkerrechtlich strafbewehrt ist, verlagern sie ganz geschickt ins Ausland, um einer Strafverfolgung zu entgehen.
Doch, wenn ich mich nicht irre, dann darf man die USA ja gar nicht zur Rechenschaft ziehen, denn die haben sich ja in allen internationalen Abkommen immer eine Position gesichert, die sie rechtlich unangreifbar macht!
So kommt z.B. kaum jemandem in den Sinn, Bush Jr. vor den internationalen Strafgerichtshof zu zerren, weil er aufgrund von ganz lapidaren Lügen, und Betrug, einen Krieg im Irak angezettelt hat, den heute der Rest der Welt ausbaden muss!

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schmetterling76 24.05.2018, 05:07
6. Über die Art und Weise kann man streiten

Vielleicht hat Europa doch in ferner Zukunft einen Vorteil davon, dass Amerika seine Wirtschaft stärkt. Eine starke Wirtschaft bringt Geld in die staatlichen Kassen und verhindernt einen Bankrott des Staates. " Fall out" würden glaube ich die Amerikaner es nennen. Und U.S.A kämpfte ja in den letzten Jahren bezüglich einer Zahlungschwierigkeit der Regierung. Wir alle haben ja erlebt, was ein Bankrott einer amerikanischen Bank auslösen kann ( Eurokrise ) . Was würde passieren, wenn die U.S.A vor dem Zahlungsausfall steht wie z.B. Griechenland? Über die Art und Weise von Herrn Trump kann man zwar seine Meinung haben, aber ist ein finanziell starkes Amerika nicht im Endeffekt besser für unser Europa?

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Listkaefer 24.05.2018, 05:31
7. Wir müssen uns auf härtere ...

... Auseinandersetzungen mit den Trump-USA einstellen. Es gibt keinen anderen Weg als Internationalität für die Zukunft der Welt. Die USA werden Federn lassen im Streit mit fast dem gesamten Rest der Welt. Trumps Welt wird einbrechen wie ein Kartenhaus, wenn seine Wirtschaft, die er als politische Waffe einsetzt, rückwärts laufen sollte. Das halten US-Firmen nicht aus, mit der halben Welt aus politischen Gründen keine Geschäfte machen zu dürfen. Technologisch sind die USA in vielen Bereichen nicht mehr Weltspitze. Sie leisten sich horrende Rüstungskosten. Das alles sieht nicht nach dauerhafter wirtschaftlicher Hochphase auf der anderen Seite des Atlantiks aus. Europa wird in dieser Auseinandersetzung erwachsen. Der Dollar muss nicht auf ewige Zeiten die Weltwährung Nr. 1 bleiben.

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neutralfanw 24.05.2018, 05:36
8.

Jetzt werden sich die Deutschen Automobilhersteller freuen. Kurzfristig werden die Verkaufszahlen erst einmal steigen, bevor die Einfuhrzölle erhöht werden. Die Fahrzeuge werden in den USA ja nicht gekauft, weil sie schlechter sind als die Fahrzeuge der US-Automobilhersteller. Trump versucht zu erpressen. Die ehemaligen Verbündeten und Handelspartner nehmen das nicht widerspruchslos hin. Der Grund: einmal erpressbar, immer erpressbar.

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justusn 24.05.2018, 05:44
9. Deutliche Versachlichung.

Schön, dass nunmehr auch europäische Strafzölle genannt werden. Wie wäre es mal mit einer Gegenüberstellung der jeweiligen Zölle auf die 50 wichtigsten Handelsgüter?
Das wäre Butter bei die Fische.

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